Switzerland

Es lebe der Kantönligeist: Fristen-Chaos bei der Steuererklärung

Wenn irgendwo in der Schweiz der «Kantönligeist» wirklich spukt, dann bei den Fristen zur Einreichung der Steuererklärung. Jeder Kanton hat seine eigenen Regeln, bis wann und wie lange die Einreichung verlängert werden kann.

In den USA erwägt Präsident Trump (73) wegen der Corona-Pandemie die Verschiebung des nationalen Stichtags für die Einreichung der Steuererklärung, der dieses Jahr auf den 15. April fällt.

Nationaler Stichtag – so etwas kennt die Schweiz nicht, selbst bei der ersten Eingabefrist, gibt es Kantone, die ausscheren. Die meisten setzten die erste Frist bis zum 31. März. Einige haben die Einreichungsfrist allerdings wegen der Corona-Krise nach hinten raus verschoben.

Achtung Serverüberlastung

Zwei Beispiele: die bernische Steuerverwaltung. Neu müssen Privatpersonen und selbstständig Erwerbende die Unterlagen bis zum 15. September 2020 einreichen. Mehr Zeit auch im Kanton Zürich: Statt bis am 31. März muss die Steuererklärung 2019 erst bis am 31. Mai abgeliefert werden. Damit will die Finanzdirektion stark belastete Familien und Einzelpersonen unterstützen.

Das gilt für sogenannte natürliche Personen, also Angestellte oder Rentner. Für Selbständigerwerbende und Unternehmen gelten zum Teil ganz andere Fristen. Die Ausnahmen: AI (30.4.), JU (29.2.), NE (28.2.), OW (30.4.), TG (30.4.), TI (30.4), VD (15.3.), ZG (30.4.). Eine spezielle Regel hat der Kanton Luzern, dort gilt: 30 Tage nach Erhalt der Steuererklärung solle diese ausgefüllt bei der Gemeinde liegen.

In vielen Kantonen lässt sich der Termin elektronisch verschieben.

Das kann aber auch schief gehen, wie letztes Jahr in der Stadt Zürich. Der 31. März 2019 war ein strahlender Frühlingssonntag, da hatten viele Steuerpflichtige besseres zu tun als die Steuererklärung auszufüllen. Also noch schnell den Termin verschieben. Doch anstatt einer Bestätigung kam eine Fehlermeldung, die Website war überlastet. Immerhin: Das Stadt zeigte sich kulant– und verlängerte den Termin auf den 1. April.

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