Switzerland

Es ging um 250'000 Franken: Viola Amherd und Alpiq einigen sich

Bundesrätin Viola Amherd hat sich eines Rechtsstreits entledigen können. Entstanden war er durch Differenzen zwischen der Erbgemeinschaft Amherd, die sie vertritt, und einer Tochterfirma des Stromkonzerns Alpiq. Die Alpiq-Tochter soll Amherd und ihrer Schwester jahrelang zu viel Miete bezahlt haben und forderte über 250'000 Franken zurück.

In einer Medienmitteilung vom Donnerstagmorgen teilte das Kantonsgericht Wallis mit, dass beide Parteien ihren Streit durch einen aussergerichtlichen Vergleich im gegenseitigen Einvernehmen ausgeräumt hätten.

«Ungerechtfertigte Bereicherung»

Am 2. Mai 2018 hatte das Bezirks­gericht von Brig gegen Amherd entschieden. Die Erbengemeinschaft habe sich auf Kosten von Alpiq «ungerechtfertigt bereichert», hatte der zuständige Bezirksrichter geurteilt – und Viola Amherd und ihre Schwester zu einer Rückzahlung von 252'468 Franken verdonnert.

Die Erbgemeinschaft ging beim Walliser Kantonsgericht in Berufung. Doch auch diese Instanz verurteilte Amherd im Oktober 2018 dazu, der gegen sie klagenden Firma mehrere Hunderttausend Franken zu zahlen.

Nun haben die Erben Amherd eine Teilzahlung an das Unternehmen geleistet und die Berufung beim Kantonsgericht zurückgezogen. Über die Höhe der Summe wurde Stillschweigen vereinbart.