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Ermotti und die Wundertüten von der Wall Street

Special Acquisition Corporations oder Spacs sind an der Wall Street gerade in. Aus einem guten Grund: Der Initiator kann in kurzer Zeit bei begrenztem Risiko viel Geld verdienen. Für den normalen Anleger ist hingegen Wachsamkeit angesagt.

Sergio Ermotti, scheidender Chef der UBS, ist ebenfalls auf den Zug aufgesprungen.

Sergio Ermotti, scheidender Chef der UBS, ist ebenfalls auf den Zug aufgesprungen.

Arnd Wiegmann / Reuters

Spacs sind an den Finanzmärkten gerade der letzte Schrei. Das sind Zweckgesellschaften oder Special Acquisition Corporations, die gewissermassen auf Vorrat an die Börse gehen, um mit dem eingesammelten Geld später attraktive Firmen zu übernehmen. Die Anleger stellen dem Vehikel einen Blankocheck aus – in der Hoffnung auf erfolgreiche Zukäufe.

Nun ist auch der scheidende UBS-Chef Sergio Ermotti auf den Zug aufgesprungen. Er wird Präsident der Investindustrial Acquisition Corporation, die einen Antrag auf Börsenkotierung an der New Yorker Börse gestellt hat. Diese soll 350 Mio. $ einbringen. Die Summe soll im Konsumbereich, im Gesundheitswesen, in der Industrie oder im Technologiesektor investiert werden. Im Fokus stehen Unternehmen mit einem Wert zwischen 1 und 5 Mrd. $.

In diesem Jahr sind schon mehr als 140 dieser Vehikel an die Börse gekommen, vor acht Jahren waren es gerade einmal 7. Der Hype lässt sich einfach erklären. Er ist eine Folge des billigen Geldes der Notenbanken, das an den Finanzmärkten zu einem enormen Boom geführt hat. Da keiner genau weiss, wie lange er dauert, sind die Investoren verunsichert und wollen grössere Transaktionen schnell über die Bühne bringen. Das gilt auch für einen Börsengang – denn welcher potenzielle Emittent möchte die Periode mit extrem hoher Bewertung schon verpassen?

Anzahl der Spacs

Anzahl der an die Börse kommenden Spezialgesellschaften

201220132014201520162017201820192020050100150

Spacs sind für manche die Lösung, weil sie den Gang an die Börse relativ zügig und unter verlässlichen Rahmenbedingungen ermöglichen. Allerdings ist eine Transaktion dieser Art vergleichsweise teuer. Wer sie wählt, hat es also offensichtlich ziemlich eilig – und das sollten Anleger bedenken, falls sie sich für eine dieser Firmen interessieren sollten. Nikola ist hier ein – bis jetzt – negatives Beispiel. Der Entwickler von Elektro- und Wasserstoff-Fahrzeugen kam überstürzt an den Markt. Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass er bei der Darstellung seiner Möglichkeiten geschummelt hat.

Praktisch jeder kann eine Spac gründen. Die Motivation ist einfach: Der Initiator und die Sponsoren können in kürzester Zeit bei begrenztem Risiko viel Geld verdienen. Der normale Anleger dagegen wird mit beachtlichen Risiken bei begrenzten Chancen abgespeist.

Ist der Hype schon vorbei?

Wertentwicklung des Spac-Indexes

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