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Erdbeben der Stärke 6,6 in der Ägäis: Eingestürzte Gebäude und Mini-Tsunami im türkischen Izmir und auf griechischer Insel Samos

Nach dem schweren Erdbeben in der Ägäis ist die Zahl der Toten in der Westtürkei auf mindestens zwölf gestiegen, während von Samos in Griechenland zwei Todesopfer gemeldet werden.

In der westtürkischen Küstenstadt Izmir hat das Erdbeben ganze Gebäude einstürzen lassen.

In der westtürkischen Küstenstadt Izmir hat das Erdbeben ganze Gebäude einstürzen lassen.

Tuncay Dersinlioglu / Reuters

(dpa/Reuters) Bei einem schweren Erdbeben in der Ägäis sind in der Westtürkei mehrere Gebäude eingestürzt und mehrere Menschen verschüttet worden. Die Aufklärungsarbeiten hielten an, sagte der türkische Umweltminister Murat Kurum dem Fernsehsender TRT am Freitag. Bisher seien zwölf Tote aus den Trümmern geborgen worden. Mindestens 419 Personen seien verletzt worden, teilte die türkische Katastrophenschutzbehörde Afad am Freitagabend mit.

Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 14. Griechische Behörden hatten zwei Tote auf der Insel Samos gemeldet. Nach Medienberichten wurden dort acht Verletzte im Spital behandelt.

In Izmir wird das Ausmass der Schäden nach und nach sichtbar.

In Izmir wird das Ausmass der Schäden nach und nach sichtbar.

AP

Türkische Stadt Izmir besonders stark betroffen

Das Beben hatte nach Angaben der nationalen türkischen Katastrophenbehörde eine Stärke von 6,6. Die für Erdbeben zuständige amerikanische Behörde USGS gab die Stärke des Bebens sogar mit 7 an. Das Zentrum des Bebens habe in der Ägäis vor der türkischen Provinz Izmir gelegen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Verschiedenen Berichten zufolge soll das Beben in der türkischen Metropole Istanbul und bis in die griechische Hauptstadt Athen zu spüren gewesen sein.

TRT zeigte Bilder von eingestürzten Mehrfamilienhäusern und von Staubwolken über der türkischen Stadt Izmir. Es wurde von Panik auf den Strassen während des Bebens berichtet, Telefonverbindungen seien unterbrochen gewesen. Telefonverbindungen seien unterbrochen gewesen. Türkische Medien berichteten, einige Spitäler in der Provinz Izmir seien beschädigt worden und hätten evakuiert werden müssen. Mehrere Spiele in den türkischen Fussballligen wurden der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge abgesagt. Die Behörden riefen dazu auf, Strassen nicht zu blockieren und das Mobilfunknetz möglichst zu entlasten.

Samos: Zwei Jugendliche von Hausmauern erschlagen

Auch in Griechenland waren die Erschütterungen zu spüren. Besonders die Insel Samos ist betroffen, dort gab es Gebäudeschäden. Medienberichten zufolge kamen dort zwei 17-jährige Schüler ums Leben, die auf dem Heimweg waren. Sei seien in einer engen Gasse von herabstürzenden Hausmauern erschlagen worden, hiess es.

In der Kleinstadt Vathy gab es einen Tsunami. Griechische Fernsehsender zeigten Bilder von der überfluteten Küstenpromenade, wo das Wasser Autos wegspülte. Auch auf Bildern aus der Türkei waren überflutete Gassen zu sehen. Berichten zufolge hatte es auch dort einen kleinen Tsunami gegeben. In Teilen der betroffenen Regionen fiel der Strom aus. Laut dem Deutschen Geoforschungs-Zentrum (GFZ) in Potsdam erreichten die Wellen Höhen von mehr als 1,5 Metern. Sie könnten an der Küste womöglich bis zu drei Meter hoch auflaufen. Tilmann Frederik, Seismologe des Zentrums, sagte, das Beben habe sich in einer Gegend mit grosser tektonischer Aktivität ergeben. Das letzte Erdbeben dieser Stärke habe es in der Gegend in den Fünfzigerjahren gegeben. Erdbeben-Institute berichteten am Freitag über erste Nachbeben weiter westlich des Hauptbebens bis zur Stärke 5.

EU und Nato bieten Hilfe an

Die Europäische Union und die Nato boten der Türkei und Griechenland Hilfe an. Ich bin in Gedanken bei allen, die betroffen sind, schrieb EU-Ratschef Charles Michel am Freitag auf Twitter. «Die EU hält sich bereit, Unterstützung zu leisten.» Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg boten Hilfe an.

Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis sicherte in einem Telefonat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ebenfalls Hilfe zu. Erdogan selbst richtete sich in einem Tweet an die Bevölkerung. Man stehe den vom Erdbeben betroffenen Menschen mit allen Mitteln bei.

Rettungskräfte suchen in einem eingestürzten Gebäude in Izmir nach Verschütteten.

Rettungskräfte suchen in einem eingestürzten Gebäude in Izmir nach Verschütteten.

Reuters

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