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Er tötete zwei Schwestern in London – wegen eines «Pakts mit dem Teufel»

Dieser Tatortreiniger erzählt von seinem schlimmsten Erlebnis

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Am Mittwoch wählt die Bundesversammlung nach langer Suche den Berner Polizeikommandanten Stefan Blättler als Bundesanwalt. Er ist in vieler Hinsicht eine Art Gegenprogramm zu seinem Vorgänger Michael Lauber.

Dienstagnachmittag, etwa 16 Uhr. Beim Kommissionszimmer 286 im Bundeshaus steht, ganz allein, Stefan Blättler (62) und blättert in einem Stapel Papier, der vor ihm auf einer Ablage liegt. Er war soeben in der SP-Fraktion, zuvor bei der CVP, etwa eine halbe Stunde später folgen die Grünliberalen, dann hat er sich allen Gruppierungen gestellt.

Er wirkt locker, offen, humorvoll. Selbstverständlich ist das nicht: Der Kommandant der Berner Kantonspolizei soll am Mittwoch von der Bundesversammlung …

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Eine grausame Tat – und ein Motiv, das viele Briten fassungslos macht: Ein 19-Jähriger hat in einem Londoner Park zwei Schwestern getötet. Als Grund vermutet das Strafgericht Old Bailey in der britischen Hauptstadt, der junge Mann habe einen «Pakt mit dem Teufel» geschlossen.

Opfer der grausamen Tat: Die Schwestern Bibaa Henry und Nicole Smallman.

Opfer der grausamen Tat: Die Schwestern Bibaa Henry und Nicole Smallman.

Bild: keystone

Das legt ein mit seinem Blut unterschriebener «Vertrag» nahe, der in der Wohnung des jungen Mannes gefunden wurde. Darin versprach er, «Satan» alle sechs Monate sechs Frauen zu opfern – also zu morden. Im Gegenzug sollte er einen millionenschweren Lottogewinn machen.

Blumen am Eingang zum Fryent Country Park, nachdem die beiden Schwestern dort tot gefunden worden waren.

Blumen am Eingang zum Fryent Country Park, nachdem die beiden Schwestern dort tot gefunden worden waren.

Bild: keystone

Schuldig gesprochen ist der Mann bereits, an diesem Mittwoch soll das Strafmass verkündet werden. Erwartet wird, dass er eine lebenslange Haftstrafe erhält. Die Verteidigung machte keine psychischen oder gesundheitlichen Probleme geltend.

Der zur Tatzeit 18 Jahre alte Mann hatte 2017 und 2018 an einem Deradikalisierungs-Programm teilgenommen, nachdem er rechtsradikale Propaganda geteilt hatte. Die 46 und 27 alten Schwestern waren Zufallsopfer, wie das Gericht annimmt.

Sie hatten in dem Park im Londoner Nordwesten den Geburtstag der Älteren gefeiert. Als ihre Gäste weg waren, blieben sie noch da, zündeten Lichter an und tanzten. Dutzende Selfies zeugen von einer ausgelassenen Atmosphäre in der Nacht zum 1. Juli 2020. Auf dem letzten Bild ist zu sehen, wie die Schwestern überrascht zur Seite schauen – womöglich sahen sie dort ihren Mörder. Die Leichen wurden erst nach mehr als einem Tag vom Freund der Jüngeren gefunden.

Ermittelt wird noch gegen zwei Polizisten, die den Tatort bewachten. Sie hatten unerlaubt Fotos der Opfer gemacht und in Chatgruppen geteilt. (saw/sda/dpa)