Switzerland

«Er ist laut und staucht uns zusammen»: Goalie Karhunen zieht den SCB aus dem Dreck

Tomi Karhunen begibt sich auf den Weg in Richtung Garderobe, macht dann aber nochmals kehrt. «Tomi! Tomi Karhunen!», hallt es durch die PostFinance-Arena. Der Finne fährt zur Stehrampe und lässt sich von den Fans feiern. Auf dem Kopf die Maske der Lahti Pelicans – jenes Klubs, bei dem der 30-Jährige die Saison begann.

Vor elf Tagen stiess Karhunen, der wie Trainer Kari Jalonen aus Oulu stammt, zum SCB. Dem Meister drohte das Tabellenende. Die Aussagen einiger Exponenten, wonach man sich in einer Aufwärtstendenz befände, hörten sich wie ein schlechter Scherz an, obwohl sie der Realität entsprachen. Doch erst mit Karhunen schlägt sich das auch in Punkten nieder.

Dritter Sieg in Folge mit Karhunen

Seit der dreifache finnische Meister das Tor hütet, hat Bern in allen vier Partien gepunktet und nun dreimal in Folge gewonnen. Der 30-Jährige verleiht dem Team Sicherheit. «Unsere Ausstrahlung macht viel aus. Es macht einen grossen Unterschied, ob du nach Gegentoren gelassen bleibst oder in den Panikmodus verfällst», sagt Stürmer Tristan Scherwey. «Wir agierten zuletzt mit mehr Geduld und trafen bessere Entscheidungen.»

Karhunen dirigiert seine Vorderleute. Die Rufe des Finnen sind teilweise bis auf die Tribüne zu hören. «Er ist extrem laut, staucht uns in den Trainings zusammen, wenn wir vor seinem Tor nicht aufräumen», erzählt Verteidiger Ramon Untersander.

«Im Spiel ist er sehr aktiv, versorgt uns mit wichtigen Informationen und gefällt durch eine gute Ausstrahlung.» Man habe schon lange versucht, die Kommunikation auf dem Eis zu verbessern. «Es ist wichtig, dass wir in Stresssituationen organisiert bleiben und die Übersicht behalten», so Thomas Rüfenacht.

Als Kritik an Niklas Schlegel und Pascal Caminada wollen die Berner ihre Aussagen aber nicht gelten lassen. «Mag sein, dass sie uns nicht immer die gewünschte Sicherheit gaben. Doch wir haben ihnen auch nicht geholfen. Dass mit den Siegen das Selbstvertrauen steigt, ist nur logisch», bringt es Scherwey auf den Punkt.

In der Kabine spuckt Karhunen leisere Töne. Dafür hat sich der leidenschaftliche Bergsteiger, der mit seiner Frau in Südamerika schon 6000 Meter hohe Berge erklomm, bei den Teamkollegen nach den Alpen erkundigt.

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