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Eklat nach Romand-Derby: Genfer Fans wollen Fribourg-Spieler an den Kragen

Schreie, eine Tür knallt zu und die kleinen Kinder von Gottéron-Verteidiger Philippe Furrer weinen. Zehn Minuten nach dem Sieg hätte die Stimmung in der Kabine der Drachen eigentlich ausgelassen sein sollen. Stattdessen rennt die gesamte Mannschaft in heller Aufregung aus der Garderobe, die meisten Spieler noch mit Schlittschuhen an den Füssen. Ein völlig surreales Bild am Ende eines zuvor ereignislosen Spiels.

Was ist passiert? «Ich wollte meine Neffen draussen treffen», erzählt Killian Mottet. Und als er die Tür geöffnet habe, seien plötzlich sieben, acht Genfer Fans hereingestürmt, sodass das Handy des Gottéron-Goalgetters durch die Luft geflogen sei. Freiwillige eilen Mottet zur Hilfe. Und als seine Teamkollegen, allen voran der schreiende Chris DiDomenico, zur Stelle sind, vergeht der Genfer Gruppe die Streitlust und sie bläst schnell zum Rückzug.

Sicherheitsleute waren anderweitig gefragt

Wie ist eine solche Szene möglich? Vor der Eishalle wurde eine zwei Meter hohe Absperrung errichtet, damit die Reisebusse auf die Gäste-Fans warten und in Richtung Autobahn abfahren können. Hier kamen die Genfer Störenfriede durch. Wo waren die Sicherheitsleute? Die waren zur gleichen Zeit in der Halle gefragt, weil sich dort die Gemüter zwischen den Genfer und Freiburger Fans erhitzten.

Am Ende kommen die Fribourg-Spieler und ihre Entourage mit dem Schrecken davon. Auch Furrers Mädchen beruhigen sich bald wieder. «Ich bin nur ein bisschen erschrocken, als ich ihnen Auge in Auge gegenüber stand, aber keine Sorge, es ist alles in Ordnung», versichert Mottet.