Switzerland

«Eine unvorstellbare Last fällt weg»: «Happy Day» überrascht Aargauer Familie

Als Anfang Oktober ein grosses Postauto vor der Haustüre anhielt, meinten Rebekka Loosli und ihre Familie, jemand wolle nach dem Weg fragen. Als dann Röbi Koller von der Sendung «Happy Day» vom Schweizer Fernsehen ausstieg, seien sie aus allen Wolken gefallen. «Das war unbeschreiblich, wir konnten es nicht glauben», erzählt Loosli gerührt.

Ava leidet an Muskelstörung

Rebekka Loosli und Martin Zweifel leben mit ihren vier Kindern in Besenbüren. Vor fast zwei Jahren kamen ihre Zwillinge Ava und Lia zur Welt – drei Monate zu früh. Während sich Lia trotzdem normal entwickelt, leidet Ava unter einer Zystischen Periventrikulären Leuko­ma­lazie. Diese starke Beeinträchtigung im Gehirn führt dazu, dass Ava ihre Muskeln nicht frei bewegen kann, ihr das Essen schwer fällt und sie unter einer starken Sehschwäche leidet (die AZ berichtete).

Im vergangenen September teilte die Familie ihr Schicksal erstmals öffentlich. Sie starteten einen Spendenaufruf, um die spezielle Stammzellentherapie für Ava in Bangkok, Thailand, finanzieren zu können.

Das hat es bei «Happy Day» noch nie gegeben

Avas Geschichte, aber vor allem die Kraft und Zuversicht, mit der ihre Familie diese Situation meistert, berührt die Freunde von Loosli und Zweifel immer wieder. Unabhängig von­ein­­ander haben sie sich deshalb bei der Sendung «Happy Day» gemeldet. «Das hat es noch nie gegeben. Für eine Familie sind vier verschiedene Briefe bei uns eingegangen», erzählte Moderator Röbi Koller in der Sendung am vergangenen Samstag.

Koller überraschte die Familie mit einem Ausflug und vielen Geschenken, die ihnen den Alltag erleichtern sollen. Nach einer Rundfahrt im alten Postauto durfte die Familie in der Pflegi Muri zu Mittag essen und erhielt dort ihr erstes Geschenk: Die Pflegi wird der Familie ein Jahr lang wöchentlich eine Mahlzeit liefern.

Eine unvorstellbar grosse Last fällt weg

Währenddessen in Besenbüren: Das Fernsehteam und die Freunde der Familie stellten im Garten einen neuen Sandkasten auf und montierten im Haus spezielle Lampen, deren Licht es Ava ermöglichen, ihre Umgebung besser wahrzunehmen. Und als Krönung gab es Flug­tickets für die ganze Familie nach Bangkok – für Ava und ihre Mutter sogar Businessclass. «Es ist wundervoll. Vor allem unsere Tochter Emma hat es sehr belastet, dass ich und Ava so lange weg sein werden. Sie ist erleichtert, dass sie mitkommen darf», erzählt Loosli.

Unterdessen hätten sie auch schon zwei Mahlzeiten der Pflegi Muri erhalten. «Die Last, die dadurch wegfällt, ist unvorstellbar.» Ihren «Happy Day» wird die Familie wohl nie vergessen: «Wir hatten einen fantastischen Tag. Das Team war sehr herzlich und ist auf all unsere Bedürfnisse eingegangen», so Loosli dankbar.

Informationen zur Geschichte der Familie unter www.fürava.ch

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