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Ein SMS ist wie ein Liebesbrief

Alle lieben den Austausch per Whatsapp – nur wir Kommunikations-Öhmis nicht. Aus guten Gründen.

Früher musste man sich noch kurzfassen können; SMS waren teuer. Heute würden diese Studenten wohl Whatsapp oder ähnliche Dienste benutzen. Szene an der Universität Genf. Foto: Laurent Guiraud

Früher musste man sich noch kurzfassen können; SMS waren teuer. Heute würden diese Studenten wohl Whatsapp oder ähnliche Dienste benutzen. Szene an der Universität Genf. Foto: Laurent Guiraud

Zwei Milliarden ist eine beeindruckende Zahl. So viele Menschen, also weltweit fast jeder vierte, nutzen mittlerweile den Messengerdienst Whatsapp aus dem Hause Facebook. Das ist schön für diese Menschen, aber schlecht für Old-School-Kommunikatorinnen wie mich, die lieber SMS schicken. Ja, wir sehen ganz schön alt aus, prähistorisch sogar. So als würde ich sagen: Papier? Ich meissle immer noch lieber Steine. Oder: Autos finde ich doof, ich setze immer noch auf das Pferd. Tatsächlich kann ich besser reiten als Auto fahren. Dass ich SMS bevorzuge, hat aber andere Gründe.

Erstens gehört Whatsapp zum «Evil Empire» Facebook, wo sich der gute Zuckerberg an meinen Daten mästet. Zweitens ist Whatsapp unübersichtlich. Dauernd wird man irgendwelchen Gruppen hinzugefügt, und dann hagelt es Nachrichten, deren Informationsgehalt im Nanobereich liegt. Wer nicht dauernd am Handy hängt, verliert bald den Überblick, was man schon gesehen hat, gar nicht sehen muss oder eben verpasst hat. Dies auch, weil alle Nachrichten als gelesen gelten, sobald man die App öffnet.

Deshalb sage ich meinen Kindern, Freunden und Arbeitskollegen: «Wenn es wichtig ist, kontaktiert mich per SMS.» Auch wenn die mich als Kommunikations-Öhmi auslachen.

Da ein SMS zu schreiben scheinbar enormen Aufwand bedeutet, hat diese Kommunikationsform fast schon den Charakter eines privaten Liebesbriefs, so wie sie damals in der Primarschule von verschiedenen Verehrern in den Stiefel gesteckt wurden. Deshalb schwöre ich auf SMS: Das ist nur für mich gedacht, kommt auch direkt bei mir an und verdient in jedem Fall eine Antwort. Und zwar ganz altmodisch, per SMS.

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