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Ein guter Job ist in Italien Luxus – ein Foto-Tableau von Michele Borzoni

Ganz ohne schlechtes Gewissen geht es nicht mehr, das Bestellen bei Amazon. Buchliebhaberinnen wissen, wie hart der Online-Gigant dem stationären Buchhandel, aber auch den Verlagen zusetzt, bei anderen Produkten, die Amazon vertreibt, ist die Lage wohl nicht besser. Und dann sind da auch noch die Berichte über die Arbeitsverhältnisse in den Logistikzentren: Termindruck, Stress, Leistungskontrolle. Dass die Menschen, die tagein, tagaus durch die endlosen Regalreihen hasten, Waren ein- und aussortieren, verpacken und versenden, allmorgendlich den Slogan «Work hard. Have fun. Make history» serviert bekommen, ist Ironie von der eher bitteren Sorte; Michele Borzoni untermalt sie noch, indem er die Eingangshalle zu den 86 000 Quadratmeter grossen Lagerräumlichkeiten in Castel San Giovanni völlig menschenleer zeigt. Allerdings: Ein bisschen Geschichte haben die hier und in anderen italienischen Amazon-Zentren Beschäftigten trotz allem geschrieben: Weltweit zum ersten Mal musste sich der Konzern in Italien zu einer Vereinbarung mit einer Gewerkschaft bequemen. Das im Mai 2018 unterzeichnete Dokument hielt fest, dass Nachtarbeit einstweilen nur auf freiwilliger Basis geleistet und zudem besser abgegolten werden soll; auch für eine gerechte Verteilung der Wochenendarbeit musste gesorgt werden.

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