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Droht die Absage?: Coronavirus bedroht die Olympischen Spiele

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Bis im Mai will das IOK über eine Absage entscheiden. Sowohl ein Umzug als auch eine Verschiebung ist fast unmöglich.

IOK-Mitglied Richard Pound schätzt, dass es noch ein dreimonatiges Zeitfenster für eine Entscheidung über eine Absage der Olympischen Spiele in Tokio wegen des Coronavirus gibt. «Es ist eine grosse, grosse, grosse Entscheidung, und man kann sie erst treffen, wenn man verlässliche Fakten hat, auf die man sich stützen kann», sagte das dienstälteste Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees am Dienstag im Interview der US-Nachrichtenagentur AP.

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Was immer das IOK auch für einen Rat bekommen sollte, eine Veranstaltung von der Grösse und dem Umfang der Olympischen Spiele «kann man nicht einfach so absagen oder verschieben», erklärte der 77 Jahre alte Kanadier. «Man kann nicht einfach sagen, wir machen es im Oktober.» Dies würde die TV-Rechteinhaber vor grosse Probleme stellen und es würde mit den Terminkalendern von American Football, Basketball, Baseball oder des europäischen Fussballs kollidieren.

Pound hält ebenso einen Umzug der Tokio-Spiele (24. Juli bis 9. August) in eine andere Stadt für fast unmöglich. «Es ist schwierig, den Ort zu verlegen, da es nur wenige Städte auf der Welt gibt, die in dieser kurzen Zeit die Ausrichtung übernehmen könnten», meinte er.

Die Athleten ermunterte Pound, trotz der ernsten Lage weiter zu trainieren. «Soweit wir alle wissen, werden sie in Tokio sein», sagte er. «Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass es wie gewohnt weitergehen wird. Konzentrieren Sie sich also weiterhin auf Ihren Sport.» Bei den Spielen werden rund 11 000 Sportler erwartet, weitere 4400 sollen bei den Paralympics, die am 25. August eröffnet werden, an den Start gehen.

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(dpa)

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