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Drei Shutouts in vier Spielen – warum Elvis Merzlikins in der NHL plötzlich durchstartet

Elvis Merzlikins lässt sich zu Recht feiern. bild: twitter/bluejacketsnhl

Drei Shutouts in vier Spielen – warum Elvis Merzlikins in der NHL plötzlich durchstartet

Ex-Lugano-Goalie Elvis Merzlikins ist endgültig in der NHL angekommen. In seinen letzten vier Einsätzen feierte der lettische Torhüter der Columbus Blue Jackets drei Shutouts und wurde hinter Alex Owetschkin zum zweitbesten NHL-Spieler der Woche gewählt. Dabei lief zunächst gar nichts nach Plan.

Den eingesprungenen Superman, den er jeweils vor der Curva Nord in Lugano zeigte, hat Elvis Merzlikins in der NHL noch nicht ausgepackt. Dabei hätte er momentan allen Grund dazu. Der lettische Torhüter der Columbus Blue Jackets ist nämlich gerade der heisseste Goalie der besten Hockey-Liga der Welt.

Drei Shutouts hat die «Latvian Wall» in ihren letzten vier NHL-Spielen gefeiert und die Blue Jackets in acht der letzten zehn Einsätze zum Sieg geführt. Hinter Alex Owetschkin, aber noch vor Jonathan Toews wurde Merzlikins zum zweitbesten Spieler der Woche gewählt. Vor allem dank ihrem Torhüter darf sich die einstige graue Maus der Liga noch Hoffnungen auf die vierte Playoff-Teilnahme in Serie machen.

Auch ohne Superman hat sich der 24-jährige Showman bereits in die Herzen der Fans gespielt. Nach Siegen in der heimischen Nationwide Arena sprang er zuletzt seinem Captain Nick Foligno in die Arme, nach dem 5:0 gegen die New Jersey Devils wurde Merzlikins minutenlang vom Publikum gefeiert.

Zu Beginn ging alles zu schnell

«Danke vielmals. Ich kann nicht viel sagen, ich bin gerade sehr müde», erklärte der Mann der Stunde danach im Live-Interview im Stadion. Auf das Geheimnis seines Erfolgs angesprochen meinte Merzlikins: «Ich fühle mich gut auf dem Eis und das Team hat mir sehr geholfen. Ich verstehe mich sehr gut mit meinen Teamkollegen, wir sprechen sehr viel auf. Sie blocken viele Schüsse. Ich hoffe, es geht so weiter.»

Später wurde Merzlikins dann etwas präziser: «Ich denke, ich habe mein Spiel endlich gefunden.» Wichtig sei, so simpel zu spielen wie möglich, nichts zu übertreiben. «Zu viele ‹crazy saves› rauben mir nur unnötig Energie.»

Die Blue Jackets kriegen auch dank Merzlikins kaum mehr Gegentore. bild: twitter/chartinghockey

Der aktuelle Lauf ist jedoch alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Zu Beginn von Merzlikins' NHL-Abenteuer lief nämlich überhaupt nichts nach Plan. In seinen ersten zehn Einsätzen von Oktober bis Mitte Dezember kam Columbus zu keinem einzigen Sieg.

Der Ex-Lugano-Torhüter war mit einer Fangquote von deutlich unter 90 Prozent nicht ganz unschuldig daran. «Das Spiel in der NHL auf dem kleinen Eisfeld ist viel schneller, deshalb war ich anfangs oft zu spät», erklärt Merzlikins im Rückblick selbstkritisch. «Du musst hier viel flexibler und beweglicher sein, um an den Puck zu kommen.»

Weniger nervös und ruhiger

Erst als sich sein Konkurrent Joonas Korpisalo kurz vor Silvester verletzte, erhielt Merzlikins eine zweite Chance und packte diese beim Schopf. Der Lette beschloss, zehn Tage lang keine Interviews mehr zu geben, prompt blieb seine Fangquote nur noch einmal unter 90 Prozent. Über die gesamte Saison gesehen steht er mittlerweile bei 92,8 Prozent gehaltener Schüsse, nur zwei NHL-Torhüter mit mindestens 20 Saisonspielen weisen einen besseren Wert aus.

Den Grund für die Steigerung denkt Merzlikins ausgemacht zu haben: «Ich bin zwischen den Pfosten weniger nervös und deshalb ruhiger geworden sei. Ich mache täglich Fortschritte, was zusätzlich Selbstvertrauen gibt», so die Nummer 90 der Blue Jackets.

Captain Foligno weiss, was er derzeit an seinem Torhüter hat: «Elvis macht für uns momentan den Unterschied aus. Ich bin sehr stolz auf ihn, denn er spielt extrem solid.» Und sogar der meist grantige Coach John Tortorella lobt: «Elvis ist mental unglaublich stark und arbeitet extrem hart an sich. Das mag ich so an ihm. Vieles ist hier in den ersten Monaten auf ihn eingeprasselt, aber er hat das sehr gut verarbeitet. Ich freue mich für ihn.»

Vor dem All-Star-Weekend steht für die Blue Jackets noch ein Spiel auf dem Konto. Am Mittwoch gegen die Winnipeg Jets erwarten in Columbus alle, dass Merzlikins nach seiner Minipause – gegen die New York Rangers spielte der dritte Torhüter Matiss Kivlenieks – sein Team zum sechsten Sieg in Folge hext. Zum Glück hat der Ex-Luganesi einen Weg gefunden, mit den gestiegenen Erwartungen umzugehen.

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Zu Beginn des dritten Drittels gewann Hischier ein Bully in der offensiven Zone, schnappte sich die Scheibe, zog in die Mitte und drückte den Puck an Islanders-Goalie Semjon Warlamow vorbei.

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