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Diversity – Menschen möchten gesehen, gehört und berücksichtigt sein

Allein der Wunsch, Inklusion unternehmerisch zu beachten, reicht nicht aus. Wir müssen bewusst und überlegt handeln, um der Diversität von Arbeitnehmern und Kunden Rechnung zu tragen.

Menschenmenge in Washington, D. C.

Menschenmenge in Washington, D. C.

Eric Thayer / Reuters

Richtig angewendet, haben Produkte und Technologien das Potenzial, das Leben von Menschen zu bereichern. Wenn aber bestimmte unterrepräsentierte Gruppen an dieser Erfahrung nicht teilhaben können, kann das zu einer Form von Entfremdung führen. Mir als haitianischer Amerikanerin und Linkshänderin passiert es zum Beispiel immer wieder, dass Filter in sozialen Netzwerken meine Hautfarbe automatisch aufhellen oder dass ich Gegenstände benutze, die eigentlich für Rechtshänder gedacht sind. Manchmal möchte ich Fotos machen, doch bestimmte Familienmitglieder sind darauf nicht zu sehen. Und ich habe erlebt, dass bestimmte Dienste den Akzent meiner Freunde nicht verstanden haben.

Inklusion

In diesen Situationen habe ich mir immer wieder dieselbe Frage gestellt: Wer müsste in den Prozess der Entwicklung von Produkten einbezogen werden? Mit wem müssen wir zusammenarbeiten, wer muss alles berücksichtigt werden? Bei Google sind wir davon überzeugt, dass verschiedene Perspektiven zu Innovationen und besseren Ergebnissen für alle führen. Deshalb ist es entscheidend, dass wir beim Entwickeln von Produkten wie Chrome, Assistant, Pixel und Google Maps sehr bewusst vorgehen – gleich von Anfang an müssen wir uns überlegen, was wir bei der Entwicklung beachten müssen, um ein Produkt zu schaffen, das für alle geeignet ist.

Wenn wir unsere Produkte mit diesem inklusiven Gedanken entwickeln, erzielen wir ein besseres Ergebnis für jeden Einzelnen. Da sich die Welt verändert und immer vielseitiger und globalisierter wird, sollte man sich bewusstmachen, dass Nutzer möglicherweise anders aussehen, handeln oder denken als man selbst.

Erinnern wir uns an einen Moment, an dem wir uns ausgeschlossen oder ignoriert gefühlt haben – an einer Party, in einem Ferienlager oder wenn wir eine neue Arbeitsstelle angetreten haben –, wenn wir feststellen mussten, dass sich alle anderen schon angefreundet haben und wir nicht sonderlich herzlich empfangen wurden. Wenn sie nicht sonderlich daran interessiert waren, uns kennenzulernen. Wie haben wir uns dabei gefühlt? Wir alle möchten uns doch willkommen fühlen – bei Verwandten, Freunden, Kollegen oder sogar bei deren Haustieren.

Im Zentrum unseres Engagements steht das bewusste Miteinbeziehen: Jeder sollte sich im Ergebnis der Arbeit eines Unternehmens oder einer Person wiederfinden können. Menschen möchten sich gesehen, gehört und berücksichtigt fühlen. Sie möchten spüren, dass sie für Unternehmen wichtig sind und ihr persönlicher Hintergrund und ihre Sichtweise wertgeschätzt werden. Der Wunsch, inklusiv zu sein, reicht nicht aus – wir müssen bewusst und überlegt handeln. Damit der Unterschiedlichkeit unserer Nutzer bei der Entwicklung Rechnung getragen wird, muss bei allen zentralen Stationen im Design-, Entwicklungs-, Test- und Marketingprozess besonders auf das Miteinbeziehen aller geachtet werden.

Zum Beispiel Pixel-Kameras

Ein Beispiel dafür ist unsere Arbeit an den Pixel-Kameras, um sicherzustellen, dass alle Hautfarben korrekt wiedergegeben werden. Wenn wir Fotos machen, halten wir Erinnerungen an Menschen, Orte und Dinge fest, die wir lieben. Deshalb ist es wichtig, dass alle genau so repräsentiert werden, wie wir sie in der Realität mit unseren eigenen Augen sehen. Dazu hat das Team unsere Inklusions-Champions eingesetzt – Mitarbeiter aus gesellschaftlich unterrepräsentierten Gruppen, die unsere Produkte testen und uns für das Produktdesign Rückmeldungen geben.

Hinter dem Versuch, die wertvolle Expertise unterrepräsentierter Gruppen mit einzubringen, steht die Einsicht, dass wir stets bescheiden bleiben müssen, dass wir die Erfahrungen anderer respektieren und wertschätzen müssen. Wenn wir das tun, können wir inklusive und gerechte Produkte entwickeln, die für alle gleichermassen gemacht sind.

Annie Jean-Baptiste ist Head of Product Inclusion bei Google.

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