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Die Spitzenklubs der Bundesliga lassen sich Solidarität etwas kosten

Die in der Champions League vertretenen Klubs geben 20 Millionen Euro an Vereine ab, die in grosse Probleme geraten sind.    

Schulterschluss zwischen Dortmundern und Bayern, als Zeichen der Solidarität für kleinere Vereine

Schulterschluss zwischen Dortmundern und Bayern, als Zeichen der Solidarität für kleinere Vereine 

Lukas Barth-Tuttas / Keystone EPA

Anfang kommender Woche wird die Deutsche Fussball Liga (DFL) entscheiden, wie es mit dem Spielbetrieb weitergehen soll. Einstweilen ist eine Beendigung der Massnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Deutschland nicht vor dem 20. April vorstellbar, wie der Kanzleramtschef Helge Braun dem Berliner «Tagesspiegel» sagte. Mit vollen Stadien ist wohl in diesem Jahr nicht unbedingt zu rechnen, und so lautete die Empfehlung der DFL auch, bis mindestens zum 30. April zu pausieren. Mit dem Gruppentraining sollen die Klubs nicht vor dem 5. April beginnen. Auf diese Weise soll Chancengleichheit gewahrt werden, wenn es wieder losgeht.

Auf welche Weise finanzielle Einbussen ausgeglichen werden sollen, ist indes noch nicht klar, da Stand heute niemand bestimmen kann, ob die Meisterschaft überhaupt mit der vollen Anzahl von Spielen zu Ende gebracht wird. Ob tatsächlich ein Schaden von mehr als 750 Millionen Euro droht, ist indes noch gar nicht ausgemacht. Diese Summe kursiert seit zwei Wochen als Extrem-Szenario.

Sicher aber ist, dass die Vereine in ganz unterschiedlichem Masse betroffen sein werden. So hatte Hans-Joachim Watzke, der Klubchef der Dortmunder Borussia, eine existenzielle Gefährdung des BVB ausgeschlossen. Dass das Bewusstsein dafür vorhanden ist, wie stark das Gefälle innerhalb der beiden Profiligen ist, illustriert nun eine Solidaritätsnote, die sich die Spitzenklubs einiges kosten lassen: Die vier Vereine, die in der Champions League vertreten sind, werden jene Klubs, die in arge Probleme geraten sind, mit insgesamt 20 Millionen Euro unterstützen. Dies erklärte Borussia Dortmund in einer Mitteilung: «Und natürlich sind wir auch bereit, im Profifussball zu helfen, wenn es am Ende darum geht, wirtschaftliche Konsequenzen der Pandemie ein Stück weit aufzufangen.»

Im Verbund mit den Münchner Bayern, RB Leipzig und Bayer Leverkusen verzichten die Dortmunder auf insgesamt 12,5 Millionen Euro aus dem TV-Vertrag. Einen Solidaritätsfonds stockt das Quartett um 7,5 Millionen Euro auf insgesamt 20 Millionen Euro auf. «In diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass die stärkeren Schultern die schwächeren Schultern stützen. Damit wollen wir auch zeigen, dass der Fussball gerade jetzt zusammensteht», sagte Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandschef der Bayern. Christian Seifert, der Geschäftsführer der DFL, die über die Verwendung des Betrages entscheiden wird, zeigte sich erfreut und sagte, dass deutlich werde, dass «Solidarität in der Bundesliga und 2. Bundesliga kein Lippenbekenntnis ist.»

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