Switzerland

Die Spitäler in der Westschweiz sind am Anschlag

In der Romandie erwarten die Spitäler in den kommenden Tagen und Wochen weit mehr Spitaleinweisungen von Covid-19-Patienten als im Frühling. Bundesrat Berset kündigte aber an, dass nicht mehr so stark in die Wirtschaft eingegriffen werden soll wie in der ersten Welle.

Mit der starken Zunahme positiver Tests sind die Spitäler auch wieder mit deutlich mehr Covid-Patienten konfrontiert.

Mit der starken Zunahme positiver Tests sind die Spitäler auch wieder mit deutlich mehr Covid-Patienten konfrontiert.

Jean-Christophe Bott / Keystone

Aufgrund der rasch steigenden Zahl von Covid-19-Patienten sind die Spitäler in der Westschweiz stark unter Druck. Der Besuch des Gesundheitsministers Alain Berset am Montag im Waadtländer Universitätsspital (CHUV) in Lausanne kam also zu einer Zeit, in der sich die Probleme rasch zuspitzten. Das stellte auch Berset selber fest: Die Lage sei kritisch und verschlechtere sich jeden Tag, sagte der Bundesrat vor den Medien. Nötig sei «eine starke Reaktion». Doch Panik und Aufregung brächten wenig. Denn neue Massnahmen müssten sehr wahrscheinlich lange anhalten.

Laut Berset wird der Bundesrat am Mittwoch neue Richtlinien des Bundes beschliessen, die die bereits von den Kantonen ergriffenen Massnahmen ergänzen sollen. Nach seinen Worten sollen harte Eingriffe in die Wirtschaft wie im Frühling jedoch vermieden werden. Berset erinnerte daran, dass es vor allem im privaten Rahmen zu Ansteckungen mit dem Coronavirus komme. Jetzt sei der Zeitpunkt, um sich die Hände zu desinfizieren, die Abstandsregeln einzuhalten, auf private Feste zu verzichten und, wo nötig, eine Maske zu tragen. Die Unternehmen rief er auf, möglichst auf Home-Office zu setzen.

Bundesrat Alain Berset hat sich bei der Waadtländer Staatsrätin Rebecca Ruiz über die Lage in der Waadt informiert.

Bundesrat Alain Berset hat sich bei der Waadtländer Staatsrätin Rebecca Ruiz über die Lage in der Waadt informiert.

Peter Klaunzer / Keystone

Die Waadtländer Gesundheitsdirektorin Rebecca Ruiz (sp.), die Berset begleitete, kündigte an, dass das Universitätsspital Lausanne 30 Prozent der nicht dringenden Operationen aufschieben werde, um mehr Kapazitäten für Covid-19-Patienten zu haben. Das CHUV arbeitet zurzeit daran, eine Koordination unter den Spitälern der Romandie zu gewährleisten. Das soll es gemäss Ruiz ermöglichen, sich einen Überblick über die Lage in der Westschweiz zu verschaffen, um Patienten bei Bedarf in andere Spitäler zu verlegen.

Höchste Alarmstufe

Stark betroffen von der exponentiell steigenden Zahl von Coronavirus-Infizierten ist der Kanton Wallis. Letzte Woche hat er als erster Kanton die Massnahmen zur Eindämmung des Virus massiv verschärft. Für Montag rief das Spitalzentrum des französischsprachigen Wallis (CHVR) die höchste Alarmstufe aus und setzte einen Krisenstab ein. Eric Bonvin, Direktor des Spitalzentrums des CHVR, bezeichnete die Lage als sehr besorgniserregend, wie er dem Westschweizer Radio RTS sagte. Zurzeit sind nach seinen Angaben 140 Covid-19-Patienten im CHVR. Zehn von ihnen werden auf der Intensivstation betreut, vier müssen beatmet werden.

Während das Spital im Unterwallis ausgelastet ist, hat es im Oberwallis noch freie Betten. Deshalb hat das Spital Oberwallis zwei Patienten übernommen. Sie müssten jedoch nicht beatmet werden, sagte der Direktor des Spitals Oberwallis, Hugo Burgener, gegenüber Radio SRF. «Es ist sehr wichtig, dass wir uns jetzt gegenseitig aushelfen zugunsten der Patienten.» Das reiche aber nicht aus. Deshalb würden auch Lösungen mit anderen Kantonen gesucht, um Patienten bei Bedarf dort zu behandeln.

Ein weiteres Problem ist der Personalmangel. Mindestens fünfzig Spitalangestellte hätten sich im Kanton Wallis im privaten Umfeld mit dem Coronavirus angesteckt, sagte Bonvin. Zurzeit gebe es weniger Personal als im letzten Frühling. Deshalb haben Studierende der Walliser Höheren Fachschule für Pflege kurzfristig ihren Unterricht ausgesetzt und arbeiten in den Spitälern Sitten und Martigny. Um der Zunahme der Patienten gerecht zu werden, setzt das Spital Wallis zudem Pflegende ein, die kürzlich in Pension gegangen waren. Auch einige Privatkliniken werden im Wallis für die Aufnahme von Covid-19-Patienten umgerüstet.

Personal in Genf gesucht

Das Genfer Universitätsspital HUG sucht ebenfalls dringend zusätzliches Personal. Das HUG behandelt zurzeit 300 Covid-19-Patienten. Nach Angaben von HUG-Direktor Bertrand Levrat ist es sehr wahrscheinlich, dass die Spitzenzahl von 550 hospitalisierten Covid-19-Patienten, die es während der ersten Welle der Pandemie im Frühling gegeben hatte, in den nächsten Tagen weit überschritten wird. Die Klinikleitung geht davon aus, dass die Zahl der Betten und Fachkräfte, die für die Pflege sowohl von Covid-19- als auch anderen Patienten benötigt wird, ebenfalls viel höher sein wird.

Das Universitätsspital hat bereits rund 400 zusätzliche Mitarbeitende angestellt, um die Versorgung von Covid-19-Patienten zu gewährleisten. Es sucht zudem Freiwillige für medizinische, pflegerische und administrative Aufgaben, um die bestehenden Teams im Spital zu verstärken und zu entlasten. Die Klinikleitung hat einen Aufruf an ehemalige Mitarbeitende gerichtet, die vor kurzem pensioniert wurden, und an solche, die sich in einem unbezahlten Urlaub befinden. Auch im HUG werden nur noch dringende Operationen durchgeführt. Wie schon im Frühling wird das Universitätsspital in eine für Covid-19-Patienten spezialisierte Klinik umgewandelt.

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