Switzerland
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DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Wölfe in der Schweiz: Jura bestätigt Rückkehr von Meister Isegrim

Die neusten Entwicklungen

Mit der zunehmenden Wolfspopulation in der Schweiz kommt es vermehrt zu Rissen an Nutztieren und auch heikle Begegnungen zwischen Wölfen und Menschen nehmen zu.

Ein Wolf im Tierpark Goldau.

Ein Wolf im Tierpark Goldau.

Alexandra Wey / Keystone

Neuste Entwicklung

  • Der Wolf ist zurück im Kanton Jura. Rund 130 Jahre nach seinem Verschwinden habe sich das Tier wieder in den jurassischen Wäldern blicken lassen, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch (27. 10.). Der Wolf wurde in der Region Clos du Doubs gesichtet. Es wird vermutet, dass er von der zunehmenden Anzahl Hirsche in der Gegend angelockt worden ist. 
  • Die Umweltverbände der Schweiz befürworten Abschüsse von «besonders schadenstiftenden Wölfen» und «Eingriffe in Wolfsrudel mit problematischem Verhalten». Das teilten Birdlife Schweiz, Pro Natura, WWF Schweiz und die Gruppe Wolf Schweiz am 18. Oktober in einer gemeinsamen Medienmitteilung mit. Voraussetzung sei, dass solche Eingriffe innerhalb des geltenden rechtlichen Rahmens stattfinden würden. Gleichzeitig betonen die Organisationen, dass das Existenzrecht regionaler Wolfsbestände als einheimische Tierart in der Schweiz nicht verhandelbar sei: «Eine erneute Ausrottung ist kein Thema.» Wichtig sei, dass alle beteiligten Akteure in Richtung Koexistenz zusammenarbeiten würden. Grundlage dafür seien unter anderem der Herdenschutz, eine gute Entlöhnung von genügend Alppersonal und die finanzielle Unterstützung der Nutztierhaltenden mit wissenschaftlicher Begleitung und Beratung.
  • Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat Mitte Oktober das Gesuch des Kantons Glarus um eine Abschussbewilligung von drei Jungwölfen aus dem Kärpf-Rudel abgelehnt. Die Schäden in den geschützten Nutztierherden lägen unter der Schwelle von zehn gerissenen Tieren, die für einen Eingriff nötig seien, begründet das Bafu seinen Entscheid. Laut dem Bafu waren nicht alle der vom Kanton angegebenen gerissenen Nutztiere wirklich geschützt. Der Kanton kann gegen den Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben.
  • Der St. Galler Nationalrat Nicolo Paganini (Mitte) will die Schwelle für Wolf-Abschüsse senken. Er hat Mitte September eine parlamentarische Initiative eingereicht, die verlangt, dass die Regulierung der Wölfe ausgeweitet wird. «Die Wölfe dürfen die Scheu vor dem Menschen nicht verlieren», begründet Paganini seinen Vorstoss. Die heutigen Instrumente, welche die Wildhüter hätten, um Konflikten mit dem Wolf vorzubeugen, reichten nicht aus.
  • Nach Anordnung des Abschusses von drei Jungwölfen des Beverin-Rudels ist es der Wildhut gelungen zwei Tiere zu erlegen. Dies teilte das Amt für Jagd und Fischerei (AJF) am 8. September mit. Die Wölfe hatten sich zuletzt wiederholt Menschen genähert. Zum Bericht