Switzerland

DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Militärputsch in Burma: Proteste im Burma gehen weiter - Polizei reagiert mit Gummigeschossen und Blendgranaten, Armee droht über Tiktok

Die neusten Entwicklungen

In Burma reissen die Proteste auch Wochen nach dem Militärputsch nicht ab. Armee und Polizei gehen immer härter gegen Demonstranten vor. Die frühere Freiheitsikone Aung San Suu Kyi ist seit dem 1. Februar in Haft und ohne Kontakte zur Aussenwelt. Ihr Aufenthaltsort ist nicht bekannt.

Die Demonstrationen gegen den Militärputsch reissen nicht ab.

Die Demonstrationen gegen den Militärputsch reissen nicht ab.

Reuters

Die neusten Entwicklungen

  • Die Proteste gegen die Militärjunta in Burma werden auch am Freitag (5. 3.) fortgesetzt. In Mandalay versammelte sich eine grosse Zahl von Demonstranten, die riefen: «Das Steinzeitalter ist vorbei, wir haben keine Angst vor Euren Drohungen.» Die Polizei hat bisher nicht versucht den Protestmarsch zu blockieren. Doch in Rangun setzten die Sicherheitskräfte erneut Gummigeschosse und Blendgranaten gegen Demonstranten ein. Zeugen berichten auch von Protesten in Pathein, westlich von Rangun. Der Uno-Menschenrechtsbeauftragte für Burma, Thomas Andrews, hat den Sicherheitsrat aufgerufen, einen weltweiten Stopp für Waffenlieferungen an Burma und gezielte Sanktionen gegen die Junta zu verhängen. YouTube hat indessen fünf Kanäle und mehrere Videos des burmesischen Militärs von seiner Plattform genommen. 
  • Bewaffnete Soldaten und Polizisten sollen in Burma das Videoportal Tiktok benutzt haben, um Demonstranten mit dem Tod zu drohen. Das wird von Forschern der Gruppe für digitale Rechte Myanmar (Mido) am Donnerstag (4. 3.) bekannt gemacht. Über 800 entsprechende Videos sollen sie auf der Plattform gefunden haben. Die chinesische Video-Sharing-App verkündete deshalb, Inhalte, die zu Gewalt aufrufen, zu entfernen. Facebook hatte bereits sämtliche Inhalte der burmesischen Armee blockiert und wurde im Gegenzug von den militärischen Putschisten gesperrt. Seither hatte Tiktok in Burma einen starken Anstieg der Downloads verzeichnet.
  • Die burmesische Polizei hat am Donnerstagmorgen (4. 3.) erneut das Feuer auf Demonstranten eröffnet. Es sei noch nicht bekannt, ob es in Pathein, einem Ort westlich von Rangun, Tote oder Verletzte gegeben habe, berichteten Medien. Militärflugzeuge flogen mehrmals tief über die zweitgrösste Stadt Mandalay. Gegner der Militärjunta in Burma hatten sich trotz dem gewaltsamen Einschreiten der Sicherheitskräfte mit mindestens 38 Toten am Mittwoch nicht davon abhalten lassen auch am Donnerstag auf die Strassen zu gehen. Drei Polizisten aus Burma sind derweil in den nordöstlichen indischen Bundesstaat Mizoram geflüchtet. Sie hätten so den Anweisungen der Militärjunta in Burma entgehen wollen, die seit Tagen mit aller Härte gegen die Demonstranten vorgeht. Das sagte ein indischer Polizeisprecher am Donnerstag gegenüber Reuters. Die Uno-Sonderbeauftragte Christine Schraner Burgener hatte am Mittwoch vom «schwärzesten Tag seit dem Putsch am 1. Februar» gesprochen. Sie berichtete von Videos, auf denen Gewalt gegen Journalisten und das offensichtliche Erschiessen eines Protestierenden zu sehen gewesen sei.
  • Nach dem bisher blutigsten Tag seit dem Militärputsch in Burma haben die USA die chinesische Regierung aufgefordert, sich  konstruktiv an der Bewältigung der Krise zu beteiligen. China hat sich bisher geweigert, den Putsch in Burma zu verurteilen. Die chinesischen Medien beschreiben die Vorgänge dort als einen «grösseren Umbau des Regierungskabinetts». Die USA teilten zudem mit, sie seien entsetzt über den abstossenden Einsatz von Gewalt durch die Militärjunta und planten weitere Massnahmen. Die EU bezeichnete den Einsatz von scharfer Munition gegen unbewaffnete Zivilisten als einen klaren Bruch internationalen Rechts. Die deutsche Botschaft in Rangun und mehrere weitere westliche Botschaften posteten als Zeichen der Trauer auf Facebook schwarze Profilbilder. Die Vereinten Nationen wollen sich am Freitag (5. 3.) mit der Situation in Burma befassen.
  • Indonesien und Malaysia haben die neue Militärführung in Burma bei einem Online-Sondertreffen der Asean-Staaten zur Freilassung der politischen Gefangenen aufgerufen, allen voran der entmachteten Regierungschefin Aung San Suu Kyi. Zudem fordern beide Länder, dass die Führung in Burma in einen Dialog zur Lösung der Krise nach dem Putsch vom 1. Februar tritt, wie am Dienstag (2. 3.) nach den Gesprächen der Aussenminister der Vereinigung Südostasiatischer Staaten bekannt wurde. Die Asean-Staaten erklären sich bereit, bei Bedarf eine Rolle in den Verhandlungen zu übernehmen. 
  • Die entmachtete und festgesetzte Regierungschefin Aung San Suu Kyi ist am Montag (1. 3.) per Videokonferenz an einem Gerichtstermin erschienen. Sie wurde weiterer Vergehen beschuldigt, wie ein Anwalt mitteilte. Es gehe dabei um das Veröffentlichen von Informationen, die «Angst oder Panik auslösen» könnten. Laut den Anwälten schien Suu Kyi in guter gesundheitlicher Verfassung zu sein. Die Politikerin war am Freitag an einen neuen, unbekannten Ort gebracht worden.

Football news:

Borussia Dortmund kann Boateng einladen. Verteidiger Jerome Boateng wird den FC Bayern im Sommer im Transferfenster verlassen. Ein Fußballer, der ein freier Agent sein wird, kann bei Borussia Dortmund mitmachen. Wie behauptet Sportbuzzer.De Bei Dortmund denkt man darüber nach, einen Vertrag mit dem 32-jährigen Verteidiger zu unterschreiben. Wenn ein solcher Deal stattfindet, muss Boateng auf eine deutliche Gehaltsminderung verzichten. Beim FC Bayern bekommt er rund 12 Millionen Euro im Jahr. Die Borussia will die Zahl der erfahrenen Spieler mit Führungsqualitäten im Kader erhöhen. Angesichts der Lage der Mannschaft in der Bundesliga-Tabelle kann der Klub nicht mit teuren Transfers rechnen, denn der Einzug von Borussia Dortmund in die Champions League ist derzeit fraglich
Robert Lewandowski: Holand könnte der beste Stürmer der Welt sein. Bayern-Stürmer Robert Lewandowski hat über den Stürmer von Borussia Dortmund, Erling Holanda, großes Potenzial
Die entscheidende Clásico-Frage lautet: Wer wird Ballbesitz haben? Davon hängt direkt die Wirksamkeit von Messi
Stars und Klubs boykottieren soziale Netzwerke wegen Rassismus: Henri und Swansea-schon, Tottenham droht nur mit modernen Problemen
Albert Ferrer: Die Trophäen für Barça sind in dieser Saison nicht das Wichtigste. Koeman hat eine beeindruckende Arbeit geleistet, er baut das Projekt
Сульшер über 1:6 Ort: Manchester United fiel auf den Trick und habe löschen. Wir haben gelernt, dass man auf nichts reagieren kann
Piqué kann mit Real Madrid auf Sticheleien spielen. Barcelona-Verteidiger Gerard Piqué kann mit Real Madrid in der 30.Runde der Champions League spielen. Nach As-Informationen hat sich der Spanier gestern Abend einen Stich ins Knie zugezogen, damit er am Clásico teilnehmen kann. Ärzte haben bestätigt, dass solches Verfahren die einzige Chance von Piqué ist, auf das Feld zu kommen, weil während des Spiels der Schmerz, den der Fußballer erfährt, ihm nicht erlauben wird, auf dem Maximum zu handeln