Switzerland

DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Migrationskrise: Ermittlungen gegen Hilfsorganisation in Italien wegen Übernahme von 27 Bootsmigranten

Die neusten Entwicklungen

Die griechischen Inseln, Libyen, die Balkanroute und neuerdings der Ärmelkanal: Noch immer versuchen täglich Menschen, die Grenzen zu Europa zu überwinden. Das ist gefährlich – und die Überlebenden landen meist in Lagern in katastrophalem Zustand.

Das Hilfsschiff «Ocean Viking» im Oktober 2019 vor der Küste Italiens.

Das Hilfsschiff «Ocean Viking» im Oktober 2019 vor der Küste Italiens.

Francesco Ruta / EPA

Die neusten Entwicklungen

  • Die italienische Justiz ermittelt gegen vier Personen aus dem Umfeld der Hilfsorganisation Mediterranea Saving Humans. Im September 2020 waren 27 Bootsmigranten vom privaten italienischen Mediterranea-Schiff «Mare Jonio» im sizilianischen Pozzallo an Land gebracht worden. Laut Agenturberichten untersucht die Staatsanwaltschaft von Ragusa auf Sizilien, ob es sich um einen Fall von Schlepperkriminalität handelt. Damals hatte die «Mare Jonio» die Menschen vom Handelsschiff der Reederei Maersk übernommen. Dafür soll, so der Verdacht, Geld geflossen sein. Das Unternehmen Maersk Tankers teilte am Dienstag auf Nachfrage mit, dass man von der Untersuchung gegen die Nichtregierungsorganisation Mediterranea Saving Humans erfahren habe. «Wir wurden von den Behörden im Zusammenhang mit dieser Untersuchung nicht kontaktiert, sind aber jederzeit bereit zu helfen», hiess es. Da die Ermittlungen liefen, gebe man keine weiteren Kommentare ab. Die Staatsanwaltschaft reagierte am Dienstag (2. 3.) nicht auf Anfrage. Mediterranea hatte schon am Montag nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa ein Fehlverhalten bestritten.
  • Die Hilfsorganisation Sea-Watch hat im zentralen Mittelmeer 45 Bootsmigranten aus Seenot gerettet. Unter den Menschen seien 13 unbegleitete Minderjährige, teilte die Organisation mit Sitz in Berlin am Freitag (26. 02) mit. Die Geretteten befänden sich auf dem Schiff «Sea-Watch 3» und würden medizinisch versorgt.
  • Die Crew des spanischen Hilfsschiffs «Open Arms» darf nach eigenen Angaben 146 gerettete Bootsmigranten nach Sizilien bringen. Die Behörden hätten dem Schiff den italienischen Hafen Porto Empedocle bei Agrigent zugewiesen. Die Mannschaft habe die Menschen in mehreren Einsätzen am Wochenende im Mittelmeer bei teils meterhohen Wellen aus kleinen libyschen Booten geborgen, teilte die private Organisation auf Twitter mit.
  • Der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach Griechenland Migranten im Mittelmeer gewaltsam zurückdränge, ohne ihnen eine Chance zu geben, Asyl zu beantragen. Die Vorwürfe sogenannter Pushbacks seien «Teil der umfassenden Fake-News-Strategie», die von der Türkei durch einige Nichtregierungsorganisationen und Schmugglernetze gefördert werde, sagte Mitarakis der griechischen Zeitung «To Vima» (14. 2.). Bisherige Untersuchungen der EU-Grenzschutzagentur Frontex und der griechischen Küstenwache hätten die Anschuldigungen nicht bestätigt, sagte Mitarakis.
  • Das Uno-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) hat europäische Staaten scharf kritisiert, die Flüchtlinge an den Grenzen zurückweisen. Man sei alarmiert, dass diese Praxis Schule mache, teilte die Uno-Organisation am Mittwoch (27. 1.) in Genf mit. Mancherorts würden die Menschen mit Gewalt zurückgedrängt und solche Berichte häuften sich, sagte die stellvertretende Flüchtlingshochkommissarin Gillian Triggs. In der Vergangenheit haben Flüchtlinge über Rückweisungen von Booten etwa durch die griechische Küstenwache berichtet. Es seien auch Menschen zurückgedrängt worden, die über Landesgrenzen geflüchtet waren, berichtete das Flüchtlingswerk. Es werde dabei nicht geprüft, ob sie schutzbedürftig seien. 95 000 Menschen seien 2020 in der EU  angekommen, 23 Prozent weniger als im Jahr davor. 

Football news:

Die UEFA wird Real Madrid, City, Manchester United und die übrigen Gründer der Super League nicht aus den Halbfinals ausschließen Champions League und Europa League (ESPN)
Sky Sports Journalist: Einige manager der zerstrittenen Klubs glauben, dass sie reingelegt wurden. Sie fordern von den Führern Erklärungen
Maguire geriet in Konflikt mit Woodward wegen der Informationen über die Super League bei einem Treffen der Spieler mit der Führung von Manchester United
UEFA-Präsident-Englische Klubs: Meine Herren, Sie haben einen großen Fehler gemacht. Aber Sie haben Zeit, Ihre Meinung zu ändern
Ich werde keinen Vorteil aus der Super League bekommen-ich will nur den Fußball retten. Perez gab ein Programminterview (und fiel sofort auf eine Lüge)
Evertons Besitzer über den Einstieg in die Super League: Nie. Everton-Besitzer Farhad Moshiri hat erklärt, dass der Klub nicht beabsichtigt, in die europäische Superliga einzusteigen
UEFA-Präsident: Der Abstieg aus der Champions League ist kein sportlicher Rückschlag mehr, sondern ein Produktionsrisiko, das nicht alle akzeptieren wollen