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DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Europäische Flugaufsicht lässt Boeing 737 Max wieder fliegen – Rekordverlust für 2020

Die neusten Entwicklungen

Gigantische Kosten aufgrund der nach zwei verheerenden Abstürzen stillgelegten 737-Max-Flotte haben den amerikanischen Flugzeughersteller Boeing in die heftigste Krise seiner über 100-jährigen Konzerngeschichte getrieben. Ein Überblick über offene Fragen.

Vorerst bleiben weltweit alle Boeing 737 Max am Boden.

Vorerst bleiben weltweit alle Boeing 737 Max am Boden.

Mike Blake / Reuters

Neuste Entwicklungen

  • Boeings Krisenjet 737 Max darf nach fast zwei Jahren Flugverbot auch in Europa wieder abheben. Die europäische Luftfahrtbehörde EASA gab am Mittwoch (27. 1.) grünes Licht. «Wir haben entschieden, dass die 737 Max sicher in den Dienst zurückkehren kann», erklärte EASA-Chef Patrick Ky. Voraussetzung für den Neustart in Europa sind technische Verbesserungen an Hard- und Software sowie zusätzliche Trainings für die Piloten. Nach Ansicht der EASA erfüllen die geplanten Verbesserungen die Anforderungen an die Flugsicherheit. Die Behörde kündigte gleichzeitig an, den Betrieb der Maschinen eng zu überwachen. Bevor ein Jet des Typs in Europa wieder startet, müssen Techniker die notwendigen Umrüstungen vorgenommen haben. Zudem müssen die Piloten modifizierte Schulungen absolvieren. In Boeings Heimatland USA, in Brasilien und in Kanada ist die 737 Max bereits wieder zugelassen.
  • Die Corona-Krise, das Debakel um den Krisenjet 737 Max und neue Verzögerungen beim Grossraumjet 777X haben dem US-Flugzeugbauer einen Rekordverlust eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Minus von mehr als 11,9 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. 2019 hatte das Minus 636 Millionen Dollar betragen. Allein wegen der 777X legte Boeing zum Jahresende 6,5 Milliarden Dollar zurück. Dadurch fiel das Minus noch deutlich höher aus als von Analytikern im Schnitt erwartet.
  • Boeing zahlt zur Einstellung der Ermittlungen wegen der beiden Flugzeugabstürze seiner Unglücksmaschine 737 Max mehr als 2,5 Milliarden Dollar. Boeing habe diesem Vergleich zugestimmt, der kein strafrechtliches Schuldeingeständnis enthält, teilte das US-Justizministerium am 7. 1. mit. Der Vergleich umfasse eine Geldstrafe in Höhe von 243,6 Millionen Dollar, Entschädigungszahlungen an Boeings 737-Max-Airlinekunden in Höhe von 1,77 Milliarden Dollar und die Einrichtung eines 500-Millionen-Dollar-Fonds für die Absturzopfer zur Entschädigung der Erben, Verwandten und gesetzlichen Begünstigten der Passagiere. Ob für Boeing damit die Angelegenheit wirklich erledigt ist, bleibt abzuwarten. Es laufen auch noch zahlreiche Rechtsklagen wegen der 737-Max-Abstürze gegen den Konzern. Boeing war nach den Abstürzen in Verdacht geraten, die wichtige Modellserie überstürzt auf den Markt gebracht und die Sicherheit vernachlässigt zu haben. Die Justizbehörden in den USA beschuldigen Boeing unter anderem, die Regierung mit irreführenden Angaben dabei behindert zu haben, die Sicherheit im öffentlichen Flugverkehr zu gewährleisten. «Die tragischen Abstürze des Lion-Air-Flugs 610 und des Ethiopian-Air-Flugs 302 brachten betrügerisches und irreführendes Verhalten von Mitarbeitern eines der weltweit führenden Flugzeughersteller zum Vorschein», erklärte David P. Burns von der strafrechtlichen Abteilung des Justizministeriums. Boeings Angestellte hätten den Profit über die Aufrichtigkeit gestellt und der Luftfahrtaufsicht FAA Informationen vorenthalten.
  • Das Startverbot für Boeings Unglücksflieger 737 Max wird in den USA nach mehr als anderthalb Jahren aufgehoben. Voraussetzung dafür ist unter anderem die Installation einer neuen Steuerungssoftware an den Flugzeugen, wie die US-Flugaufsicht FAA am Mittwoch (18. 11.) mitteilte. 
  • Ein Untersuchungsbericht des amerikanischen Kongresses erhebt schwere Vorwürfe gegen Boeing und die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA. «Die Max-Abstürze waren nicht das Ergebnis eines einzelnen Versagens, technischer Fehler oder schlecht gehandhabter Ereignisse», hiess es im Abschlussbericht vo, 16. 9. «Sie waren der schreckliche Höhepunkt einer Reihe falscher technischer Annahmen von Boeing-Ingenieuren, mangelnder Transparenz aufseiten des Managements und einer grob unzureichenden Aufsicht durch die FAA.» Boeing war zudem auch in dem Bericht schon eine «Kultur des Verheimlichens» vorgeworfen worden. Der Bericht ist einer von vielen Schritten bei der Bewältigung der Boeing-737-Max-Krise, enthält aber kaum neue Erkenntnisse. 

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