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DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus weltweit: WHO und Staaten haben laut Expertenbericht am Anfang der Pandemie zu langsam reagiert, Frankreichs Nationalversammlung sagt doch noch Ja zu Impfpass

Die neusten Entwicklungen

Rund 159,3 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Mehr als 3,31 Millionen Infizierte sind gestorben, über 95 Millionen genesen.

Impfen ab 12 Jahren: Das ist mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff nun auch in den USA möglich.

Impfen ab 12 Jahren: Das ist mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff nun auch in den USA möglich.

Ute Grabowsky /Photothek / Imago

Die neusten Entwicklungen

  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im vergangenen Jahr zu langsam auf erste Alarmzeichen einer möglichen Gesundheitsbedrohung reagiert. Zu diesem Schluss kommt eine von der WHO bestellte unabhängige Expertenkommission. Auch die Regierungen kommen in ihrem am Mittwoch (12. 5.) in Genf veröffentlichten Bericht nicht gut weg: Viele Länder hätten den Monat Februar 2020 vertrödelt, statt Vorkehrungen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus zu treffen. «Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass das System, wie es zurzeit besteht, nicht dazu geeignet ist zu verhindern, dass sich mit einem neuen und hochansteckenden Erreger, der jeden Augenblick auftauchen könnte, eine Pandemie entwickelt», heisst es in dem Bericht.
  • Nach einer überraschenden Ablehnung hat der Corona-Gesundheitspass doch noch Zustimmung in Frankreichs Nationalversammlung erhalten. 208 Abgeordnete votierten in zweiter Beratung für die geplanten Regelungen zum Ausstieg aus dem Gesundheitsnotstand und 85 dagegen. Der Corona-Pass war Teil des Pakets. Der entsprechende Artikel des Gesetzesentwurfs war bei der Abstimmung am Dienstag zunächst gescheitert. Als Reaktion auf die Niederlage des Vorhabens am Abend hatte Frankreichs Regierung Zugeständnisse gemacht, was den Zeitpunkt der Lockerungen angeht. Diese sollen nun früher erfolgen. Der Pass soll den Zugang zu bestimmten Orten, Einrichtungen oder Veranstaltungen mit grossen Menschenansammlungen regeln. 
  • Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante B.1.617 ist inzwischen in mehr als 40 Ländern nachgewiesen worden. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch (12. 5.) mit. Mehr als 4500 analysierte Gensequenzen aus 44 Ländern seien B.1.617 zugeordnet worden, zudem lägen Meldungen über Nachweise aus fünf weiteren Ländern vor. Am Montag hatte die UN-Behörde die Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Es gebe Hinweise auf höhere Übertragungsraten bei B.1.617, eine rasche Verbreitung in mehreren Ländern sei beobachtet worden, hiess es. Ob die Wirksamkeit von Impfstoffen oder Medikamenten bei der Mutante eingeschränkt sei, sei noch unklar. Erste Ergebnisse von Laborstudien deuteten auf eine «mässige Verringerung der Neutralisierung durch Antikörper» hin. 
  • Zehn Wochen vor Beginn der Olympischen Sommerspiele bereiten japanische Behörden die Impfung von Athletinnen und Athleten sowie von deren Teams vor. Die Impfungen könnten laut der Zeitung «Yomiuri» im Juni starten. Vertreter der Komitees der Olympischen und Paralympischen Spiele sagten am Mittwoch (12. 5.), dass sie derzeit die athletischen Vereinigungen zur Anzahl der Personen und zu Terminen befragten. «Unsere Funktionäre sagen, wir müssen sicherstellen, dass wir keine Probleme für die Gesamtbevölkerung verursachen», sagte Miho Kuroda vom japanischen Paralympischen Komitee. Die Hersteller Pfizer/Biontech stellen extra Impfdosen bereit – während sich im Land Unmut über die langsame Impfkampagne breitmacht. Erst 2,6 Prozent der Japanerinnen und Japaner haben mindestens eine Impfung erhalten, drei Viertel von ihnen sind medizinisches Personal. Ein Engpass ergibt sich durch die in Japan geltende Vorschriften, wonach nur Ärzte oder Krankenschwestern die Injektionen geben dürfen. Erst seit vergangenem Monat sind dafür auch Zahnärzte zugelassen. 
  • Die britische Regierung verweigert die Auskunft über Impfstoffexporte an andere Länder. Sie verweist unter anderem auf kommerzielle Interessen der beteiligten Pharmaunternehmen und Fragen der nationalen Sicherheit (11. 5.). Die EU hatte Grossbritannien vorgeworfen, Impfstoffexporte zu blockieren, und führte unter anderem deswegen einen Exportkontrollmechanismus ein.
  • Vollständig geimpfte Menschen in England sollen ab der kommenden Woche digital ihren Impfstatus nachweisen können. Zum 17. Mai, wenn in England das strikte Reiseverbot endet, soll dafür eine neue Funktion in einer App des nationalen Gesundheitsdienstes NHS zur Verfügung stehen, wie britische Medien am Dienstag (11. 5.) berichteten. Menschen ohne Smartphone sollen auch einen entsprechenden Nachweis ihrer Corona-Impfung auf Papier beantragen können. «Aktuell gibt es noch nicht viele Länder, die Impfnachweise akzeptieren», hiess es in den Hinweisen der Regierung. Bis auf weiteres müssten sich daher auch Geimpfte meistens Testpflichten und anderen Regeln unterziehen. Im Laufe des Sommers könnte sich das jedoch ändern: Auch in der EU wird an ähnlichen digitalen Impfnachweisen gearbeitet, um Reisen für Geimpfte zu erleichtern.

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