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DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus weltweit: Weltbank drängt Länder mit Impfstoff-Überschüssen, ihre Vakzine freizugeben, WHO stellt starkes Wachstum der Infektionen fest

Die neusten Entwicklungen

Über 136,4 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Rund 2,9 Millionen Infizierte sind gestorben, rund 77,3 Millionen genesen.

AstraZeneca-Impfungen werden in Berlin bei unter 60-Jährigen gestoppt.

AstraZeneca-Impfungen werden in Berlin bei unter 60-Jährigen gestoppt.

Kai Pfaffenbach / Reuters

Die neusten Entwicklungen

  • Die Weltbank und die Vakzin-Allianz Gavi drängen alle Länder, die mehr Impfstoffe haben, als sie brauchen, ihre Vakzin-Überschüsse so schnell wie möglich freizugeben.  Der Präsident der Weltbank, David Malpass, teilte nach einem Treffen mit Gavi-Chef , José Manuel Barroso, mit, die Weltbank wolle dabei helfen, Impfstoffe an Länder der Dritten Welt zu verteilen und dort auch Produktionsstätten für Vakzine aufzubauen. 
  • Die zunächst in Grossbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 ist aktuellen Studien zufolge ansteckender als die ursprüngliche Form, allerdings nicht tödlicher. Zu diesem Schluss kommen Forscher in zwei separaten Studien, die am Dienstag (13. 4.) in den Fachmagazinen «The Lancet Infectious Diseases» und «The Lancet Public Health» veröffentlicht wurden. Zuvor hatte es teilweise die Annahme gegeben, die Variante B.1.1.7 sei nicht nur leichter übertragbar als die in Wuhan entdeckte Wildform des Virus, sondern könne auch zu einer höheren Sterblichkeit unter den Patienten führen.
  • Im Kampf gegen das Coronavirus ist nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein kritischer Punkt erreicht. Die Zahl der Neuinfektionen und der Todesfälle sei zum siebten Mal in Folge auch in der vergangenen Woche deutlich angestiegen, warnte die WHO am Montag (12. 4.) in Genf. «Die Kurve der Pandemie wächst gerade exponentiell», sagte WHO-Expertin Maria Van Kerkhove. Vergangene Woche seien 4,4 Millionen Neuinfektionen gemeldet worden, vor einem Jahr seien es um diese Zeit etwa 500 000 Fälle gewesen. Die Lieferung und Verabreichung von Impfstoffen laufe zwar, aber das reiche zumindest aktuell nicht aus.
  • Australien hat sein bisheriges Ziel, alle erwachsenen Einwohner bis Ende des Jahres zu impfen, aufgegeben. Die australische Regierung hatte fast ganz auf den AstraZeneca-Impfstoff gesetzt, der ab Mai auch im eigenen Land hergestellt werden soll. Auf Rat der Ärzte sollen nun jedoch nur noch über 50-jährige Australier mit AstraZeneca geimpft werden. Die australische Regierung hat in aller Eile Millionen zusätzliche Pfizer/Biontech-Impfdosen bestellt, doch niemand weiss, wann diese geliefert werden. Der australische Premierminister Scott Morrison sagte dazu am Sonntag (11. 4.) auf Facebook, wegen der ungewissen Situation plane die Regierung nicht, ein neues Datum für die Vollendung ihrer Impfpläne festzusetzen. Australien hat die Corona-Infektionen im Land bisher mit der Abriegelung des Kontinents für Besucher aus dem Ausland und kurzen, strengen Lockdowns auf knapp 29 400 beschränken können. Seit Beginn der Pandemie sind dort 909 Menschen an Covid-19 gestorben.
  • Corona-Massnahmen in England und mehreren europäischen Staaten werden gelockert. Im grössten Landesteil Grossbritanniens werden die Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie dank stagnierenden Zahlen und weit fortgeschrittenem Impfprogramm weiter zurückgenommen. In England dürfen am Montag (12. 4.) unter anderem Geschäfte, Coiffeure und auch die Aussengastronomie wieder öffnen, ebenso Fitness-Studios, Schwimmbäder, Zoos und Vergnügungsparks. Es ist der zweite von mehreren Öffnungsschritten, die bis zum 21. Juni wieder komplett zur Normalität führen sollen. Trotz höherer Inzidenzzahlen treten am Montag auch in einigen kontinentaleuropäischen Staaten Lockerungen in Kraft: In Tschechien endet der Corona-Notstand nach mehr als sechs Monaten. In Slowenien entfallen das Verbot, die eigene Region ohne Ausnahmeerlaubnis zu verlassen, und die nächtliche Ausgangssperre. In Serbien öffnen wieder die Einkaufszentren, in Italien die Schulen.
  • Indien meldet am Sonntag (11. 4.) mit rund 153 000 täglichen Neuinfektionen den sechsten Tag in Folge neue Rekordwerte. Die Zahl der Todesfälle innerhalb von 24 Stunden erreichte mit 839 einen neuen Höchstwert seit fünf Monaten. Spitäler und Krematorien sind in mehreren Landesteilen laut Medienberichten überfüllt. Das Land mit der zweitgrössten Bevölkerung der Welt kämpft derzeit mit einer zweiten Corona-Welle und hat inzwischen mit 13,35 Millionen Fällen, unter ihnen knapp 170 000 Tote, die dritthöchsten Zahlen der Welt erreicht – nach den USA und Brasilien. Indien hat bereits 100 Millionen Impfdosen gespritzt; alle Personen ab 45 Jahren können Vakzine erhalten. 

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