Switzerland

DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus weltweit: Über eine halbe Million Corona-Tote in Brasilien, so viele Ansteckungen wie noch nie in Moskau

Die neusten Entwicklungen

Über 178 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Mehr als 3,8 Millionen Infizierte sind gestorben. Über 2,5 Milliarden Impfdosen wurden weltweit verabreicht.

Seit Bidens Amtsantritt vor 150 Tage wurden in den USA mehr als 300 Millionen Impfungen verabreicht wurden.

Seit Bidens Amtsantritt vor 150 Tage wurden in den USA mehr als 300 Millionen Impfungen verabreicht wurden.

Evan Vucci / AP

Die neusten Entwicklungen

  • Als zweites Land der Welt hat Brasilien mehr als eine halbe Million Corona-Tote zu beklagen. Bis Samstag (19. 6.) wurden insgesamt 500 800 Todesfälle registriert, wie das Gesundheitsministerium in Brasília mitteilte. Nur in den Vereinigten Staaten mit knapp 602 000 Opfern gibt es bisher mehr Corona-Todesfälle. In Brasilien haben sich bisher über 17,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Jeden Tag kommen derzeit rund 80 000 neue Fälle hinzu. Knapp 30 Prozent der Brasilianer haben eine erste Impfdosis erhalten, etwa elf Prozent sind vollständig geimpft. Die Regierung des rechten Präsidenten Jair Bolsonaro verharmloste die Pandemie von Anfang an und stemmte sich mit Verweis auf die wirtschaftlichen Folgen gegen harte Ausgangsbeschränkungen. Zuletzt zog Bolsonaro auch den Sinn von Impfungen in Zweifel. Mittlerweile prüft ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss das Krisenmanagement des Staatschefs in der Pandemie. Am Samstag kam es in zahlreichen Städten Brasiliens zu Demonstrationen gegen Bolsonaros Corona-Politik.
  • Russlands Hauptstadt hat erneut einen Rekordwert an Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Die Behörden in Europas grösster Metropole registrierten am Samstag (19. 6.) 9120 Fälle – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchststand war am Tag zuvor mit rund 9000 Infektionen erreicht worden. Moskaus  Bürgermeister Sergej Sobjanin zufolge sind mittlerweile fast 90 Prozent der Covid-Erkrankungen auf die besonders ansteckende Delta-Variante des Virus zurückzuführen. Wie ganz Russland kämpft auch Moskau mit einer grossen Impfskepsis in der Bevölkerung. Auch ein halbes Jahr nach Beginn der Impfkampagne haben sich in der Hauptstadt erst rund 15 Prozent der zwölf Millionen Einwohnerinnen und Einwohner mit einem der russischen Präparate immunisieren lassen. Angesichts der dramatischen Situation hat Moskau die Corona-Einschränkungen wieder verschärft. Grossveranstaltungen etwa wurden auf 1000 Menschen beschränkt und die Fanmeile zur Fussball-Europameisterschaft geschlossen. Zudem wurde eine Reihe an Unternehmen verpflichtet, eine Impfquote von 60 Prozent unter ihren Angestellten durchzusetzen.
  • Wegen des Verbots eines illegalen Raves ist es im Nordwesten Frankreichs zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Partygästen und der Polizei gekommen. Dabei gab es mehrere Verletzte, wie die zuständige Präfektur am frühen Samstagmorgen (19. 6.) auf Twitter mitteilte. Präfekt Emmanuel Berthier sagte, ein junger Mann habe bei der extremen Gewalt eine Hand verloren, fünf Gendarmen seien verletzt worden. Die Zusammenstösse hätten mehr als sieben Stunden gedauert. Einige Beteiligte hätten Molotowcocktails, Boulekugeln und Steine auf Sicherheitskräfte geworfen. In der Nacht zum Samstag hatten etwa 1500 Partygäste versucht, in dem kleinen bretonischen Ort Redon einen Rave zu veranstalten. Das wurde wegen der Corona-Lage jedoch verboten. Die Gendarmerie war mit etwa 400 Kräften im Einsatz. Am Samstagmorgen hatte sich die Situation Berthier zufolge wieder beruhigt. Die Staatsanwaltschaft habe Untersuchungen eingeleitet.
  • Bereits eine Dosis der Vakzine von Biontech/Pfizer oder AstraZeneca reduziert das Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren und deshalb ins Spital zu müssen, um rund 75 Prozent. Dies geht aus einer Studie von Public Health England hervor, wie die BBC am Freitag (18. 6.) berichtete. Dabei seien die Impfstoffe genauso wirksam gegen die Alpha- wie die Delta-Variante. Bei zwei Impfdosen reduziere sich die Wahrscheinlichkeit, schwer zu erkranken, bei beiden Impfstoffen um über 90 Prozent. 
  • Ugandas Präsident Yoweri Museweni hat aufgrund rasant steigender Corona-Infektionen scharfe Restriktionen erlassen. Das ostafrikanische Land befinde sich ab sofort für 42 Tage im «totalen Lockdown», sagte Museweni am Freitag (18. 6.). Ugandas rund 45 Millionen Einwohner müssten zu Hause bleiben. Lediglich Fahrzeuge, die wichtige Fracht oder kranke Menschen transportieren, seien auf der Strasse zugelassen. Die Zahl der Neuinfektionen in Uganda war nach Angaben der Africa CDC, der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU), mit 11 704 Neuinfektionem am Freitag im Wochenvergleich so hoch wie nie zuvor. Man habe die Nachbarländer um Sauerstoff gebeten, sagte die Gesundheitsberaterin Musevenis, Monica Musenero, der Deutschen Presse-Agentur. 
  • Die Niederlande heben fast alle Corona-Massnahmen auf. Ab dem 26. Juni gelte als zentrale Regel nur noch die Abstandsregel von 1,5 Meter, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitagabend (18. 6.) in Den Haag. Veranstaltungen, bei denen kein Abstand eingehalten werden könne, seien möglich, wenn Besucher einen Test- oder Impfbeweis vorweisen. Das gelte auch für Sportwettkämpfe, Festivals, Gaststätten oder Theater. Auch die Maskenpflicht werde fast vollständig aufgehoben.
  • Der sprunghafte Anstieg der Corona-Zahlen in Teilen Afrikas könnte nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Folge der ungleichen Impfstoffverteilung sein. In der vergangenen Woche habe sich die Zahl der Neuinfektionen zum Beispiel in Liberia, Sambia, Simbabwe und Rwanda verdoppelt, sagte WHO-Krisenkoordinator Mike Ryan am Freitag (18. 6.) in Genf. Die Kurve sei sehr besorgniserregend. «Das ist die Konsequenz der aktuell unfairen Verteilung von Impfstoffen», sagte Ryan. Nur ein ganz kleiner Teil der Bevölkerung sei trotz aller Appelle der WHO bisher geschützt. «Wir sind dabei, einen hohen Preis für diese Ungerechtigkeit zu zahlen.» Die Signale aus Afrika deuteten auf einen möglicherweise deutlichen generellen Anstieg hin.
  • Ein belgisches Gericht hat AstraZeneca verurteilt, bis Ende September 50 Millionen Dosen Impfstoff an die Europäische Union zu liefern. Dazu müsse ein fester Lieferplan eingehalten werden, teilte das Brüsseler Gericht erster Instanz am Freitag (18. 6.) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Anderenfalls drohen Zwangsgelder. Die EU-Kommission hatte AstraZeneca verklagt, weil der Hersteller viel weniger Impfstoff geliefert hat als vertraglich zugesagt. Bestellt waren 300 Millionen Dosen von AstraZeneca bis Ende Juni. Doch gingen im ersten Quartal nur 30 Millionen statt 120 Millionen Impfdosen an die 27 EU-Staaten. Zur Meldung

Football news:

La Liga hat für 2,7 Milliarden Euro einen 10-prozentigen Anteil am Geschäft an einen Investmentfonds verkauft. 90% der Summe gehen an die Klubs
Bayern München kann Zabitzer für 18 Millionen Euro plus Boni von RB Leipzig kaufen
Japan Airlines hat sich über das unzulässige Verhalten der australischen Fußball-und Rugby-Nationalmannschaften beklagt-7
Genoa erhält 20% des Wiederverkaufs von Shomurodov. Der Klub kann bis zu 2 Millionen Euro Boni für die Spiele des Stürmers in Rom verdienen
Der FC Bayern hat den Wechsel von Stürmer Joshua Ziereis zu RSC Anderlecht für ein Jahr ohne Ablösesumme angekündigt
Match Bayern im Pokal zog wegen der Quarantäne in Бремере
1:1 gegen Genk: Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir alle 90 Minuten stark spielen