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DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus weltweit: Spanien lässt wieder Fans in einigen Fussballstadien zu, WHO und Staaten haben laut Expertenbericht zu Beginn der Pandemie zu langsam reagiert

Die neusten Entwicklungen

Rund 159,3 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Mehr als 3,31 Millionen Infizierte sind gestorben, über 95 Millionen genesen.

Impfen ab 12 Jahren: Das ist mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff nun auch in den USA möglich.

Impfen ab 12 Jahren: Das ist mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff nun auch in den USA möglich.

Ute Grabowsky /Photothek / Imago

Die neusten Entwicklungen

  • Zum Saison-Ende kehren in Spanien die Zuschauer in einige wenige Fussballstadien der Primera División zurück. In Regionen mit besonders niedrigen Infektionszahlen werde man ab dem Wochenende wieder Fans der Heimclubs auf den Tribünen zulassen, teilte die spanische Regierung am Mittwochabend (12. 5.) mit. Als Bedingung nannte die Regierung eine 14-Tage-Inzidenz von höchstens 50, die derzeit nur in der Region Valencia und auf den Balearen erreicht wird. Allerdings dürfen höchstens 5000 Zuschauer ins Stadion. Alle Fans werden zudem Schutzmaske tragen müssen. Das Rauchen und der Verzehr von Speisen und Getränken ist strikt untersagt.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im vergangenen Jahr zu langsam auf erste Alarmzeichen einer möglichen Gesundheitsbedrohung reagiert. Zu diesem Schluss kommt eine von der WHO bestellte unabhängige Expertenkommission. Auch die Regierungen kommen in ihrem am Mittwoch (12. 5.) in Genf veröffentlichten Bericht nicht gut weg: Viele Länder hätten den Monat Februar 2020 vertrödelt, statt Vorkehrungen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus zu treffen. «Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass das System, wie es zurzeit besteht, nicht dazu geeignet ist zu verhindern, dass sich mit einem neuen und hochansteckenden Erreger, der jeden Augenblick auftauchen könnte, eine Pandemie entwickelt», heisst es in dem Bericht.
  • Nach einer überraschenden Ablehnung hat der Corona-Gesundheitspass doch noch Zustimmung in Frankreichs Nationalversammlung erhalten. 208 Abgeordnete votierten in zweiter Beratung für die geplanten Regelungen zum Ausstieg aus dem Gesundheitsnotstand und 85 dagegen. Der Corona-Pass war Teil des Pakets. Der entsprechende Artikel des Gesetzesentwurfs war bei der Abstimmung am Dienstag zunächst gescheitert. Als Reaktion auf die Niederlage des Vorhabens am Abend hatte Frankreichs Regierung Zugeständnisse gemacht, was den Zeitpunkt der Lockerungen angeht. Diese sollen nun früher erfolgen. Der Pass soll den Zugang zu bestimmten Orten, Einrichtungen oder Veranstaltungen mit grossen Menschenansammlungen regeln. 
  • Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante B.1.617 ist inzwischen in mehr als 40 Ländern nachgewiesen worden. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch (12. 5.) mit. Mehr als 4500 analysierte Gensequenzen aus 44 Ländern seien B.1.617 zugeordnet worden, zudem lägen Meldungen über Nachweise aus fünf weiteren Ländern vor. Am Montag hatte die UN-Behörde die Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Es gebe Hinweise auf höhere Übertragungsraten bei B.1.617, eine rasche Verbreitung in mehreren Ländern sei beobachtet worden, hiess es. Ob die Wirksamkeit von Impfstoffen oder Medikamenten bei der Mutante eingeschränkt sei, sei noch unklar. Erste Ergebnisse von Laborstudien deuteten auf eine «mässige Verringerung der Neutralisierung durch Antikörper» hin. 
  • Zehn Wochen vor Beginn der Olympischen Sommerspiele bereiten japanische Behörden die Impfung von Athletinnen und Athleten sowie von deren Teams vor. Die Impfungen könnten laut der Zeitung «Yomiuri» im Juni starten. Vertreter der Komitees der Olympischen und Paralympischen Spiele sagten am Mittwoch (12. 5.), dass sie derzeit die athletischen Vereinigungen zur Anzahl der Personen und zu Terminen befragten. «Unsere Funktionäre sagen, wir müssen sicherstellen, dass wir keine Probleme für die Gesamtbevölkerung verursachen», sagte Miho Kuroda vom japanischen Paralympischen Komitee. Die Hersteller Pfizer/Biontech stellen extra Impfdosen bereit – während sich im Land Unmut über die langsame Impfkampagne breitmacht. Erst 2,6 Prozent der Japanerinnen und Japaner haben mindestens eine Impfung erhalten, drei Viertel von ihnen sind medizinisches Personal. Ein Engpass ergibt sich durch die in Japan geltende Vorschriften, wonach nur Ärzte oder Krankenschwestern die Injektionen geben dürfen. Erst seit vergangenem Monat sind dafür auch Zahnärzte zugelassen. 

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