Switzerland

DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus weltweit: Schwere Krawalle bei Demonstration gegen Regierung in Paraguay, Tschechien bittet die Schweiz um die Übernahme von Patienten

Die neusten Entwicklungen

Mehr als 116 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Über 2,5 Millionen Infizierte sind verstorben, über 65,8 Millionen genesen.

Viele Hoffnungen ruhen derzeit auf den Covid-19-Impfstoffen. Im Bild wird eine Impfdose des Herstellers Moderna vorbereitet.

Viele Hoffnungen ruhen derzeit auf den Covid-19-Impfstoffen. Im Bild wird eine Impfdose des Herstellers Moderna vorbereitet.

Pat Nabong / AP

Die neusten Entwicklungen

  • Bei Protesten gegen die Regierung ist es in Paraguay am Freitag (5. 3.) zu schweren Krawallen gekommen. Nach einer zunächst friedlichen Demonstration gegen Korruption und den Mangel an Medikamenten, schleuderten Demonstranten im Zentrum der Hauptstadt Asunción Steine auf die Polizei und forderten den Rücktritt von Präsident Mario Abdo Benitez. Die Beamten feuerten mit Gummigeschossen in die Menge und setzen Tränengas ein. Das Gesundheitswesen steht vor dem Kollaps. Zuletzt musste die Regierung einräumen, dass es an wichtigen Medikamenten für die Behandlung von Covid-19-Patienten mangelt und fast alle Betten auf den Intensivstationen der öffentlichen Krankenhäuser belegt sind. Gesundheitsminister Julio Mazzoleni trat aufgrund des öffentlichen Drucks zurück. Bisher haben sich nachweislich gut 165 000 der gut sieben Millionen Einwohner infiziert, über 3200 sind gestorben.
  • Italien hat im Pandemie-Jahr 2020 nach offiziellen Angaben die höchste Totenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg verzeichnet. Insgesamt habe es im Vorjahr 746 146 Sterbefälle gegeben - und damit über 15 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019, teilte das Statistikamt Istat in Rom am Freitag (5.3.) mit.
  • Die tschechische Regierung hat Deutschland, Polen und die Schweiz um die Übernahme und Behandlung von mindestens einem Dutzend Covid-19-Patienten gebeten. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Prag am Freitag (5. 3.) mit. Grund sei die Überlastung der Krankenhäuser.  Tschechien hat derzeit EU-weit die höchste Neuinfektionsrate, innerhalb von sieben Tagen steckten sich mehr als 800 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Coronavirus an.
  • In England ist die Rate an Covid-19-Erkrankten gesunken, wie das Statistikamt am Freitag mitteilte (5. 3.). In der Woche bis zum 27. Februar sei 1 von 220 Menschen infiziert gewesen. Damit ist die Prävalenz des Virus deutlich zurückgegangen. Eine Woche davor war 1 von 145 Personen noch infiziert.
  • In Rumänien ist erstmals die hochansteckende südafrikanische Variante B.1.351 des Coronavirus nachgewiesen worden. Es handle sich um zwei Fälle, teilte das Nationale Institut für Öffentliche Gesundheit am Freitag mit. Bei einer Patientin aus Bukarest und einem Patienten aus der südrumänischen Region Arges habe ein privates Labor die Mutante festgestellt. Die Zahl der täglichen Neuansteckungen hat sich in Rumänien seit einer Woche nahezu verdoppelt. 
  • Zypern befreit geimpfte Briten von der Quarantänepflicht. Vom 1. Mai an dürfen alle Briten, die gegen das Coronavirus geimpft sind, ohne Quarantänepflicht und andere Formalitäten ihren Urlaub auf der Mittelmeerinsel Zypern verbringen. Dies teilte am Freitag (5. 3.) der für den Tourismus zuständige Vizeminister Savvas Perdios im zyprischen Staatsfernsehen (RIK) mit. Schon ab 1. April gilt die gleiche Regel auch für gegen das Corona-Virus geimpfte Touristen aus Israel. Dies hatte Präsident Nikos Anastasiades bei einem Treffen mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu im Februar vereinbart. Der Tourismus zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen Zyperns. 
  • Die Republik Moldau hat als erstes europäisches Land Impfstoff aus dem Covax-Programm erhalten, das ärmere Nationen bei der Beschaffung von Vakzinen unterstützt. Das verkündete Staatspräsidentin Maia Sandu am Freitag (5. 3.) auf Twitter. Die erste Charge von 14 400 Dosen sei in der vergangenen Nacht in der Moldau angekommen. Zudem hat Rumänien dem Nachbarland 200 000 Dosen gespendet, wovon die erste Lieferung vergangene Woche in Chisinau angekommen ist. In der Moldau haben sich bisher rund 190 000 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert, 4049 starben an den Folgen der Erkrankung.
  • Deutschland sowie Dänemark wollen den Impfstoff von AstraZeneca auch für Menschen ab 65 Jahren zulassen. Deutschlands Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt seit Donnerstag (4. 3.) das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers nun auch für ältere Personen aufgrund von neuen Studiendaten. Diese belegen zudem, dass der Impfschutz noch wirksamer sei, wenn der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung zwölf Wochen betrage. Derzeit ist das Vakzin in Deutschland nur für Menschen zwischen 18 und 64 zugelassen. Auch die dänischen Gesundheitsbehörden empfehlen am Freitag (5. 3.), den AstraZeneca-Impfstoff für über 65-jährige.
  • Neuseeland will nach einem rund einwöchigen Lockdown die Corona-Beschränkungen in der grössten Stadt Auckland von Sonntag an wieder lockern. Das kündigte Premierministerin Jacinda Ardern am Freitag (5. 3.) an. Dann dürften unter anderem Schulen und Geschäfte regulär öffnen. Zudem seinen Versammlungen von bis zu 100 Menschen unter Einhaltung von Abstandsregeln erlaubt. Nach der Meldung einer einzigen Corona-Neuinfektion wurde in Auckland am vergangenen Sonntag ein Lockdown verhängt. 
  • Die WHO lehnt die von der EU-Kommission geplanten Impfpässe ab. Zwar sei die für den Sommer angekündigte Einführung wohl unvermeidlich, sagte der Regionaldirektor der WHO/Europe, Hans Kluge, der «Welt» von Freitag (5. 3.). Jedoch empfehle die WHO den Impfpass nicht. Es gebe ernste Bedenken: So sei unsicher, wie lang eine Immunität anhalte. Auch könne ein Impfstoff nicht unbedingt die Ansteckung anderer Menschen verhindern. Kluge rechnet damit, dass die Corona-Pandemie in rund zehn Monaten zu Ende sein werde. Doch er warnte davor, Corona-Mutationen nicht ernst genug zu nehmen. Manche könnten sich sehr schnell verbreiten und schwere Krankheitsverläufe auslösen. 

Football news:

UEFA-Präsident: Schauen Sie sich die Bayern an: Sie haben keine Schulden und sie haben die Champions League gewonnen. Rummenigge, Watzke und Al-Khelaifi haben mir sehr geholfen
Die Fans von Manchester United eine Protestaktion gegen die Глейзеров blockieren Eingänge auf der Basis des Clubs: Wir entscheiden, wenn Sie spielen
Perez und Agnelli sind sich sicher: 90 Minuten sind viel für Spiele. Vor drei Jahren wollte man offiziell eine Stunde spielen, aber mit Zeitstopp wurde die Idee vom heutigen RFS-Stadtrat für die Schiedsrichter erklärt. Die Superliga ist schnell abgestürzt, aber Florentino Perez hat noch ein kontroverses Thema: Wenn junge Leute sagen, dass Fußballspiele zu lang sind, dann ist das Spiel uninteressant, oder wir müssen einfach die Zeit reduzieren
Ceferin über die Super League: Barcelona enttäuschte am wenigsten. Laporte ist ein schlauer Verhandler und fand eine Ausstiegsstrategie
Perez über Ramos' Vertrag: Ich liebe Sergio als Sohn, aber wir haben noch keine Einigung erzielt. Mit Modric hat sich Real-Präsident Florentino Pérez längst auf die Verträge von Verteidiger Sergio Ramos und Innenverteidiger Luka Modric geeinigt
Fernandinho: Keiner von denen, die das Spiel lieben, hat die Super League unterstützt. Fußball - Bundesligist Manchester City hat Fernandinho seine Haltung zur Aussetzung des Europa-Super-League-Projekts zum Ausdruck gebracht
Als Reaktion auf die Bedrohung durch die Super League vor 30 Jahren wurde die Champions League gegründet. Die Reformer wählten das kleinere Übel-so entstanden die Superklubs in den 80er-Jahren