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DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus weltweit: Neuseeland hebt den Lockdown auf, Japan verlängert Ausnahmezustand

Die neusten Entwicklungen

Mehr als 115,5 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Über 2,5 Millionen Infizierte sind verstorben, über 65,3 Millionen genesen.

Viele Hoffnungen ruhen derzeit auf den Covid-19-Impfstoffen. Im Bild wird eine Impfdose des Herstellers Moderna vorbereitet.

Viele Hoffnungen ruhen derzeit auf den Covid-19-Impfstoffen. Im Bild wird eine Impfdose des Herstellers Moderna vorbereitet.

Pat Nabong / AP

Die neusten Entwicklungen

  • Neuseeland will nach einem rund einwöchigen Lockdown die Corona-Beschränkungen in der grössten Stadt Auckland von Sonntag an wieder lockern. Das kündigte Premierministerin Jacinda Ardern am Freitag (5. 3.) an. Dann dürften unter anderem Schulen und Geschäfte regulär öffnen. Zudem seinen Versammlungen von bis zu 100 Menschen unter Einhaltung von Abstandsregeln erlaubt. Nach der Meldung einer einzigen Corona-Neuinfektion wurde in Auckland am vergangenen Sonntag ein Lockdown verhängt. Die neuen Regelungen in der rund 1,6 Millionen-Einwohner-Stadt sollten zunächst mindestens fünf Tage lang gelten. Im Rest des Landes wurden die Corona-Massnahmen bis auf eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr aufgehoben. Neuseeland gilt als Musterland in der Corona-Pandemie. In dem Land mit 4,8 Millionen Einwohnern wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bisher 2016 Infektionsfälle nachgewiesen, 26 Menschen sind nach einer bestätigten Corona-Infektion gestorben.
  • Japan will den Ausnahmezustand zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie für Tokio und drei angrenzende Präfekturen bis zum 21. März verlängern. Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura kündigte die zweiwöchige Verlängerung am Freitag (5. 3.) an. Die Einwohner von Tokio sollen nach 20 Uhr möglichst zu Hause bleiben. Beschränkungen für Restaurants und Bars gelten weiterhin. Damit sollen die Infektionsraten in den betroffenen Regionen weiter gesenkt werden. Tokio möchte die Verbreitung des Virus vor Beginn der Olympischen Spiele in viereinhalb Monaten unter Kontrolle bekommen. Japanische Medien berichten indessen, die Regierung wolle ausländische Zuschauer von den olympischen Spielen ausschliessen. Hintergrund seien die grossen Bedenken in der Bevölkerung wegen der Verbreitung des Coronavirus. 
  • Die WHO lehnt die von der EU-Kommission geplanten Impfpässe ab. Zwar sei die für den Sommer angekündigte Einführung wohl unvermeidlich, sagte der Regionaldirektor der WHO/Europe, Hans Kluge, der «Welt» von Freitag (5. 3.). Jedoch empfehle die WHO den Impfpass nicht. Es gebe ernste Bedenken: So sei unsicher, wie lang eine Immunität anhalte. Auch könne ein Impfstoff nicht unbedingt die Ansteckung anderer Menschen verhindern. Kluge rechnet damit, dass die Corona-Pandemie in rund zehn Monaten zu Ende sein werde. Doch er warnte davor, Corona-Mutationen nicht ernst genug zu nehmen. Manche könnten sich sehr schnell verbreiten und schwere Krankheitsverläufe auslösen. «Wenn dies nun zusammenfällt mit einer nur langsamen Impfkampagne, dann verlieren wir das Momentum. Dann kann das Virus wieder die Oberhand gewinnen.» Jetzt sei noch nicht die Zeit für die Menschen in Europa, sich zurückzulehnen.
  • Trotz hoher Covid-19-Todeszahlen und mehr als 75 000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden hat der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro seine Landsleute aufgefordert, mit dem «Gejammer» aufzuhören und nach vorne zu sehen. Bei einer Veranstaltung am Donnerstag (5. 3.) rief Bolsonaro, es sei nun endlich genug mit dem Gejammer und den Tränen. Das sei ja nicht mehr auszuhalten. Er bedaure die Todesfälle, aber man könne nicht mehr zu Hause bleiben und alles schliessen. Brasilien verzeichnet mit rund 261 000 Verstorbenen nach den USA die zweithöchste Zahl an Covid-19-Todesfällen. Die Gesundheitsbehörden warnen vor einer neuen, ansteckenderen Virus-Variante aus dem Amazonasgebiet. Viele Spitäler sind bereits überlastet. Seit Beginn der Pandemie hat der populistische Präsident die Gefahr durch das Virus immer wieder heruntergespielt und sich gegen Beschränkungen gewehrt. 
  • Die Immunologin und federführende Entwicklerin des AstraZeneca-Impfstoffs, Sarah Gilbert, wird für ihren Beitrag zum Allgemeinwohl mit der Albert-Medaille der britischen Royal Society of Arts ausgezeichnet. Die Medaille ist in der Vergangenheit historischen Grössen wie  Stephen Hawking, Marie Curie oder Winston Churchill verliehen worden. Gilbert, die seit 1994 an der Universität Oxford forscht und das Entwicklungsteam hinter dem Oxford/AstraZeneca-Vakzin leitete, sagte am Freitag (5. 3.), es sei von Anfang an ihr Ziel gewesen, einen Impfstoff für die Welt zu entwickeln, der auch in ärmeren Ländern eingesetzt werden könne.
  • Über 60 Prozent der neu registrierten Corona-Infektionen in Frankreich gehen zurück auf die britische Variante. Dies sagte Frankreichs Premierminister Jean Castex am Donnerstag (4. 3.) in Paris. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie weitet Frankreich seine regionalen Beschränkungen aus. Castex kündigte an, dass es nun auch im Département Pas-de-Calais am Ärmelkanal einen Wochenend-Lockdown geben wird. In Nizza am Mittelmeer und der nordfranzösischen Hafenstadt Dunkerque (Dünkirchen) gilt bereits ein derartiger Lockdown. Die dicht besiedelte Hauptstadtregion Paris und die Hafenstadt Marseille bleiben von solchen Einschränkungen bisher verschont.

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