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DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus weltweit: In Italien steigt die Zahl der Neuinfektionen seit Tagen deutlich an, Grossbritannien senkt Warnstufe

Die neusten Entwicklungen

Mehr als 112,6 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Rund 2,5 Millionen Infizierte sind verstorben, über 63,5 Millionen genesen.

Viele Hoffnungen ruhen derzeit auf den Covid-19-Impfstoffen. Im Bild wird eine Impfdose des Herstellers Moderna vorbereitet.

Viele Hoffnungen ruhen derzeit auf den Covid-19-Impfstoffen. Im Bild wird eine Impfdose des Herstellers Moderna vorbereitet.

Pat Nabong / AP

Die neusten Entwicklungen

  • Der Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs für eine engere Zusammenarbeit in der Corona-Krise ist am Donnnerstagabend (25. 2.) zu Ende gegangen. Dies teilte ein Sprecher von EU-Ratspräsident Charles Michel auf Twitter mit. Vorrangig geht es darum, wie die Impfungen beschleunigt und die Virusmutationen bekämpft werden können. Debattiert wurde zudem über die Einführung eines gemeinsamen EU-Impfpasses in Verbindung mit möglichen Vorteilen beim Reisen. Das Wichtigste zum EU-Gipfel
  • In Italien steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Tagen deutlich an. Am Donnerstag (25. 2.) registrierten die Behörden des Landes fast 20 000 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. So hoch war dieser Wert zuletzt in der ersten Januarhälfte gewesen. Die Zahl der Todesfälle blieb dagegen relativ stabil, sie lag bei gut 300 neuen Fällen. Fachleute schlugen wegen des Verlaufs der Infektionskurve Alarm: Nach rund vier Wochen relativer Stabilität zeigten die Wochenzahlen für den 17. bis 23. Februar eine Trendumkehr.
  • Ein Expertengremium in Grossbritannien hat die Warnstufe in der Coronavirus-Pandemie von der höchsten Stufe 5 auf 4 gesenkt. Das teilte das Gesundheitsministerium in London am Donnerstag (25. 2.)  mit. Die Gefahr eines Kollapses im Gesundheitssystem innerhalb von Wochen sei angesichts stetig sinkender Kennziffern nicht mehr gegeben, hiess es in der Mitteilung. Trotzdem warnten die Experten vor Nachlässigkeit. «Wir sollten uns keine Illusionen machen - die Ansteckungsrate, der Druck auf die Krankenhäuser und die Zahl der Todesfälle sind weiterhin hoch». 
  • Regierungen in aller Welt haben nach Erkenntnissen von EU-Ermittlern insgesamt 400 Millionen Dosen Impfstoffe angeboten bekommen, die nicht direkt von den Herstellern kommen. «Wir nennen das Geisterimpfstoffe, also irgendwelche mehr oder weniger obskuren Angebote, die auch schon an viele Staats- und Regierungschefs wohl gegangen sind», hiess es am Donnerstag (25. 2.) aus Kreisen der EU-Kommission. Die EU-Anti-Betrugsbehörde Olaf und die Strafverfolgungsbehörde Europol hätten Ermittlungen aufgenommen. Das Thema soll auch am Videogipfel der Staats- und Regierungschefs der EU zur Sprache kommen. Oft wisse man im Vorfeld nicht, ob es sich um echten Impfstoff handele, hiess es weiter. Es könne auch «Salzwasser in kleinen Fläschchen» sein.
  • Pfizer/Biontech hat eine Studie gestartet, um die Wirkung einer dritten Dosis gegen Virusmutationen zu testen. Wie der amerikanisch-deutsche Hersteller am Donnerstag (25. 2.) mitteilte, wird in der gleichen Studie zudem auch geprüft, ob man gegen die Mutationen auch einen angepassten Impfstoff mit zwei Injektionen entwickeln kann. Bereits am Mittwoch (24. 2.) hatte die «New York Times» unter Berufung auf The New England Journal of Medicine berichtet, dass Studien aus Israel und Grossbritannien bereits jetzt eine hohe Wirksamkeit des Pfizer/Biontech-Impfstoffs aufweisen. Symptomatische Fälle werden um 94 Prozent und schwere Krankheitsverläufe um 92 Prozent reduziert. 87,9 Prozent der damit geimpften Personen über 80 Jahre bildeten nach der zweiten Dosis Antikörper. Je jünger die Personen, desto höher der Anteil der Geimpften, die Antikörper bilden – bei unter 60-Jährigen sind es 95,5 Prozent, bei unter 30-Jährigen 100 Prozent. Bei rund einem Drittel der geimpften Personen über 80 wurden nach der ersten Dosis Antikörper nachgewiesen.
  • New Yorker Forscher haben eine neue Coronavirus-Variante identifiziert. Die Mutante B.1.526 wurde erstmals im November in Blutproben in New York entdeckt. Mitte Februar machten durch die Variante ausgelöste Covid-19-Erkrankungen bereits 12 Prozent aller Infektionen in der Millionenstadt aus. Dies gab die Hochschule Columbia University Vagelos College of Physicians and Surgeons am Mittwoch (24. 2.) bekannt. Auch ein Forschungsbericht, den das California Institute of Technology diese Woche veröffentlichte, beschreibt die neue Variante. Beide Studien wurden bisher noch nicht durch unabhängige Experten begutachtet. Laut den amerikanischen Forschern gebe es Ähnlichkeiten mit den Varianten, die in Südafrika und Brasilien entdeckt wurden. Sie gelten als ansteckender als das Ursprungsvirus, und es besteht die Befürchtung, dass die vorhandenen Vakzine nicht ausreichend Schutz bieten könnten. Mehrere Studien haben diese Sorge jedoch widerlegt.  

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