Switzerland

DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus weltweit: Australiens Experten empfehlen AstraZeneca nur für über 60-Jährige, niedrige Wirksamkeit des Curevac-Vakzins, Zulassung von Sputnik V in der EU vertagt

Die neusten Entwicklungen

Über 176 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Mehr als 3,8 Millionen Infizierte sind gestorben. Über 2,4 Milliarden Impfdosen wurden weltweit verabreicht.

Eine Ladung des AstraZeneca-Impfstoffs trifft im Rahmen des Covax-Impfprogramms in El Salvador ein. Aufnahme vom März 2021. In ärmeren Ländern stehen noch immer kaum Impfstoffe zur Verfügung.

Eine Ladung des AstraZeneca-Impfstoffs trifft im Rahmen des Covax-Impfprogramms in El Salvador ein. Aufnahme vom März 2021. In ärmeren Ländern stehen noch immer kaum Impfstoffe zur Verfügung.

Jose Cabezas / Reuters

Die neusten Entwicklungen

  • Australische Experten empfehlen, die Impfung mit AstraZeneca nur noch für über 60-Jährige zuzulassen, berichten Medien am Donnerstag (17. 6.). AstraZeneca wird seit Mai auch in Australien hergestellt und ist am ehesten verfügbar. Die australische Regierung hatte von Anfang an überwiegend auf diesen Impfstoff gesetzt. Bisher wurde AstraZeneca für Menschen über 50 Jahre, aber auch für bereitwillige Impfkandidaten darunter eingesetzt. Im April hatten die Experten jedoch bereits empfohlen, alle Personen unter 50 mit dem Pfizer-Impfstoff zu impfen. Die Experten hatten Bedenken wegen des Auftretens von seltenen Blutgerinnseln bei einigen mit AstraZeneca Geimpften. In Australien haben rund 20 Prozent der Bevölkerung eine Erstimpfung erhalten. Erst knapp drei Prozent der Menschen sind bereits zweimal geimpft. 
  • Das Deutsche Pharmaunternehmen Curevac hat am Mittwoch (16. 6.) ernüchternde Daten zum Vakzin bekanntgegeben, das sich in der Testphase befindet. Der Impfstoff zeigte bisher bloss eine Wirksamkeit von 47 Prozent und verpasst damit das Ziel der Studie. Die Zwischenanalyse basiert auf 134 Covid-19-Fälle bei rund 40 000 Freiwilligen in Europa und Lateinamerika. Die EU hatte sich bis zu 405 Millionen Dosen des Impfstoffs gesichert, von denen 180 Millionen optional sind. Dem folgte eine Absichtserklärung mit Deutschland für weitere 20 Millionen Dosen. Die Schweiz hatte rund 5 Millionen Dosen vorbestellt. Das Unternehmen sagte, dass mindestens 13 Virusvarianten für die Infektionen unter den Probandinnen und Probanden verantwortlich waren. Die ursprüngliche Version des Coronavirus sei in der Studie bisher «fast vollständig abwesend» gewesen. 
  • Die EU wird die Zulassung des russischen Impfstoffes Sputnik V vertagen. Das vermeldet die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch (16. 6.). Grund dafür ist, dass der Termin vom 10. Juni für die Einreichung von Daten nicht eingehalten wurde. Das sagen gut informierte Quellen. Damit sinken die Chancen, dass Sputnik V im Kampf gegen die Pandemie in der EU einen Beitrag wird leisten können.   
  • Ein Antikörper-Cocktail der Pharmaunternehmen Regeneron und Roche soll grosse Wirkung gegen das Coronavirus gezeigt haben. Wie Forscher in einem Vorbericht auf medRxiv schreiben, decke das Medikament unterschiedliche Krankheitsverläufe ab. Regen-Cov wird in Amerika bereits intravenös eingesetzt, um Hospitalisierungen von symptomatischen Covid-19-Patientinnen und -Patienten zu vermeiden. Die Ergebnisse, die am Montag (14. 6.) veröffentlicht wurden, zeigen, dass die Behandlung das Risiko der Patienten, Symptome zu entwickeln, um 32 Prozent reduzierte. Es verkleinerte auch die Menge des Virus, das die Patienten in sich trugen. Wenn Symptome auftraten, klangen sie mit dem Medikament fünf bis sechs Tage schneller ab. Keiner der Patienten, die Regen-Cov erhielten, musste hospitalisiert werden – in der Placebo-Gruppe waren es sechs Personen.
  • Menschen aus den Vereinigten Staaten und mehreren anderen Ländern können künftig wieder leichter in die Europäische Union einreisen. Das bestätigte die portugiesische Ratspräsidentschaft am Mittwoch (16. 6.) nach Beratungen der ständigen Vertreter der EU-Staaten in Brüssel. Zudem sollen die Einreisebestimmungen für Menschen aus Albanien, dem Libanon, Mazedonien, Serbien, Macau, Hongkong und Taiwan gelockert werden. Hintergrund ist eine bessere Corona-Lage. Der noch ausstehende formelle Beschluss soll voraussichtlich Ende der Woche angenommen werden. Mit der Entscheidung wird die Liste jener Staaten, aus denen die Einreise einfacher möglich ist rund doppelt so lang.
  • Zwei Tage nach dem Auftakt der Copa América gibt es bei dem südamerikanischen Kontinentalturnier bereits Dutzende von Corona-Fällen. 52 Fussballspieler und Mitarbeiter seien positiv getestet worden, berichtete die Sportzeitung «Lance» am Dienstag (15. 6.) unter Berufung auf das brasilianische Gesundheitsministerium. Allein in der venezolanischen Delegation hatten sich zuletzt rund ein Dutzend Spieler und Mitarbeiter infiziert. Die Copa América hatte am Sonntag begonnen. Das südamerikanische Kontinentalturnier war erst von wenigen Wochen nach Brasilien verlegt worden, nachdem Argentinien wegen der zweiten Corona-Welle als Ausrichter abgesprungen war. Der südamerikanische Fussballverband Conmebol geriet daraufhin in die Kritik, denn auch Brasilien ist noch immer ein Corona-Brennpunkt: Über 17,5 Millionen Menschen haben sich dort nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 490 000 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 bisher gestorben.
  • Als Reaktion auf ein deutliches Anziehen der Infektionszahlen verschärft Südafrika erneut seine Restriktionen. Präsident Cyril Ramaphosa kündigte am Dienstagabend (15. 6.) in einer TV-Rede an die Nation eine Heraufstufung auf die Alarmstufe drei an. Sie sieht Beschränkungen bei Versammlungen, beim Alkoholverkauf sowie nächtliche Ausgangsbeschränkungen vor.
  • Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als 600 000 Menschen gestorben. Das ging am Dienstag (15. 6.) aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in der amerikanischen Stadt Baltimore hervor. In keinem anderen Land der Welt sind so viele Tote im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 erfasst worden. In den USA leben rund 330 Millionen Einwohner. Die Vereinigten Staaten sind in absoluten Zahlen auch mit Blick auf die nachgewiesenen Infektionen – mittlerweile knapp 33,5 Millionen – das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land.
  • Israel hebt wegen der anhaltend niedrigen Zahl von Corona-Neuinfizierten die Maskenpflicht bis auf wenige Ausnahmen auf. Ab Dienstag (15. 6.) müssen etwa nur noch ungeimpfte Besucher und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen Masken tragen. Hintergrund ist das erhöhte Risiko der Patienten und Senioren, krank zu werden. Auch Personen, die sich auf dem Weg in ihre Quarantäne befinden, sowie Passagiere und Personal in Flugzeugen müssen weiter Masken tragen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Montagabend (14. 6.) mit. Israel hatte wegen des starken Rückgangs von Corona-Neuinfektionen und schweren Erkrankungen die staatlichen Beschränkungen bereits per 1. Juni weitgehend aufgehoben. Seither gab es im Freien keine Maskenpflicht mehr.
  • Wegen der rapiden Ausbreitung der Delta-Variante müssen sich die Menschen in England für weitere Corona-Lockerungen noch länger gedulden. Der britische Premierminister Boris Johnson verlängerte am Montag (14. 6.) die noch geltenden Corona-Massnahmen bis zum 19. Juli, wie er bei einer Pressekonferenz in London erklärte. Das Impfprogramm soll nun nochmals beschleunigt werden.

Football news:

Shomurodov wird morgen einen Vertrag mit Roma unterzeichnen
Mourinho will bei Borussia Mönchengladbach unterschreiben, will aber nach Alternativen suchen
Ramos-Varane: Viel Glück in der neuen Karrierephase, er wird super sein. Danke für die Jahre der Freundschaft und des Sieges
Ac Mailand will Ilicic mit einem Ablösesuch für 3 Millionen Euro vermieten. Atalanta fordert 8 Millionen
Milan-Torwart Manjan: Unterschrieb nach Donnarummas Entscheidung. Er hat zu den Ergebnissen beigetragen, aber ich werde hier meine Geschichte beginnen
Der Agent von Busquets und Roberto diskutierte mit Barça die Bedingungen für die Senkung des Gehalts. Eine Einigung ist nicht erreicht
Man City hat 100 Millionen Pfund für Grillisch angeboten