Switzerland

DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus in der Schweiz: Zürich hat 816 Millionen Franken Härtefallhilfe ausbezahlt, Gewerkschaft fordert Mindeststundenlohn von 22 Franken und sieht die Pandemie als «soziale Spalterin»

Die neusten Entwicklungen

Seit Beginn der Pandemie sind in der Schweiz und in Liechtenstein laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit 637 304 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, 9885 Infizierte sind gestorben.

Bildlegende...Pierre-Yves Maillard, Praesident SGB, links, diskutiert mit Daniel Lampart, Chefoekonom SGB, am Ende einer Medienkonferenz des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB, am Dienstag, 20. April 2021 in Bern. Der SGB informierte ueber Massnahmen gegen Arbeitslosigkeit, prekaere Jobs und Einkommensverluste in der Corona-Krise. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bildlegende...
Pierre-Yves Maillard, Praesident SGB, links, diskutiert mit Daniel Lampart, Chefoekonom SGB, am Ende einer Medienkonferenz des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB, am Dienstag, 20. April 2021 in Bern. Der SGB informierte ueber Massnahmen gegen Arbeitslosigkeit, prekaere Jobs und Einkommensverluste in der Corona-Krise. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Peter Klaunzer / Keystone

Die neusten Entwicklungen:

  • Zürich hat 816 Millionen Franken Härtefallhilfe ausbezahlt.
    Die Zürcher Finanzdirektion hat die zweite Zuteilungsrunde des Corona-Härtefallprogramms abgeschlossen. Dabei haben 4707 Unternehmen Hilfe im Umfang von insgesamt 711,8 Millionen Franken erhalten, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag (20. 4.) heisst. Der überwiegende Teil, nämlich 591,4 Millionen, entfällt auf nicht rückzahlbare Beiträge, 120,4 Millionen auf Darlehen, wobei zahlreiche Firmen beides zugestanden erhielten. 135 Unternehmen, das entspricht 2,4 Prozent, erhielten den vom Bund festgesetzten Maximalbetrag von 750 000 Franken. Bei 1185 der bewilligten Gesuche wurde der beantragte Betrag aufgrund der Prüfung der Unterlagen gekürzt. Ganz abgelehnt wurden 862 oder 15,5 Prozent der Gesuche. Zusammen mit der ersten Runde, als noch restriktivere Kriterien galten, hat der Kanton Zürich nun 5205 Firmen mit 816 Millionen Franken unterstützt.
    Am Mittwoch startet die Eingabefrist für die dritte Zuteilungsrunde und Betriebe bis 5 Millionen Franken Umsatz aufgrund der vom Bund im März geänderten Kriterien. Voraussichtlich in der ersten Hälfte Mai folgt die Eröffnung des Gesuchportals für Unternehmen mit mehr als 5 Millionen Franken Umsatz.
  • Die Corona-Krise hat zu einer höheren Arbeitslosigkeit, zu prekären Jobs und einer stark geöffneten Einkommensschere geführt. Dies konstatiert der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) am Dienstag (20. 4.) in einer Medienmitteilung. Zudem informierte er dazu an einer Pressekonferenz. Die Aussichten für die nächsten Monate seien beunruhigend. Laut Analysen des SGB sind Berufstätige mit niedrigen Einkommen am härtesten betroffen, so haben diese rund 300 Franken pro Monat weniger zur Verfügung.

    Durch die teilweisen Schliessungen der Wirtschaft seien prekäre Jobs gefördert worden, erkämpfte Mindeststandards würden durch den Boom bei den Essenslieferungen über Kuriere oder den Onlinehandel umgangen. Die Forderung nach einem Mindeststundenlohn von 22 Franken auch in solchen Kuriertätigkeiten und im Online-Handel bestehe schon lange. Unia-Präsidentin Vania Alleva präzisierte an der Pressekonferenz: Wer trotz Lockdown weiter arbeiten konnte, habe oft weitere Verschlechterungen in Kauf nehmen müssen.

    Viele Verkäuferinnen wurden zu Verpackungsarbeiten im Keller abgestellt, ohne Tageslicht, auf engstem Raum, ohne Schutzmassnahmen. Dazu sei der Druck, dies einfach zu akzeptieren, immens. Bei einem Bruttolohn von 4000 Franken blieben nur 2400 Franken übrig, das reiche nicht, führte Alleva weiter aus. Auch in den Alters- und Pflegeheimen seien die Zustände prekär. Es gebe zu wenig Personal und das bestehende Personal habe zusätzliche Pflegedienste übernehmen müssen. Die Covid-Pandemie hat sich laut Alleva als «soziale Spalterin» herausgestellt. Es brauche mehr sozialen Ausgleich. Man fordere für Angestellte in Kurzarbeit den vollen Lohnersatz für Löhne bis 5000 Franken und es brauche überall Branchen-Gesamtarbeitsverträge.

    SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard forderte Massnahmen zur Sicherung der Kaufkraft und zur Bildung der Jungen. Sonst müsse man sagen, dass 20-30 Prozent der Bevölkerung der Krise geopfert worden seien.

  • Der Bund hat mit dem Unternehmen Roche Pharma einen Vertrag für die Beschaffung von Arzneimitteln gegen das Coronavirus abgeschlossen. Es handelt sich um 3000 Dosen von Kombinationen von Casirivimab / Imdevimab, die von der Firma Regeneron Pharmaceuticals in Partnerschaft mit dem Unternehmen Roche Holding entwickelt wurden. Das teilte das Bundesamt für Gesundheit am Dienstag (20. 4.) mit. Die Vertragssumme sei vertraulich. Die ersten Lieferungen seien ab Mitte Mai zu erwarten, dann stünden sie für Behandlungen für bestimmte Risikopatientinnen und -patienten zur Verfügung. Das Medikament darf eingesetzt werden, obwohl das Gesuch noch nicht abschliessend geprüft worden ist. Der Grund: Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 14. April 2021 die Aufnahme der in «RegN-Cov2» enthaltenen Wirkstoffe Casirivimab und Imdevimab auf den Anhang 5 der Covid-19 Verordnung 3 beschlossen. Im genannten Anhang sind Wirkstoffe aufgeführt, welche bei Covid-Patientinnen und Patienten bereits vor der Zulassung unter bestimmten Voraussetzungen eingesetzt werden können.
  • Das deutsche Pharmaunternehmen Curevac hat in der Schweiz die Zulassung seines Impfstoffs CVnCoV beantragt. Das teilte die Heilmittelbehörde Swissmedic am Montag (19. 4.) mit. Es ist das fünfte Zulassungsverfahren für einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Laut der Mitteilung bewertet Swissmedic mit der rollenden Begutachtung die wissenschaftlichen Daten, sobald sie verfügbar sind und von den Firmen eingereicht werden. Curevac kann demnach für ihren Impfstoffkandidaten laufend Unterlagen übermitteln, ohne auf die abschliessenden Ergebnisse der klinischen Studien warten zu müssen.
  • Das Kantonsspital Schaffhausen kommt auf der Intensivstation an seine Kapazitätsgrenze.  Alle verfügbaren sechs Beatmungsplätze seien belegt, teilte das Spital am Montag (19. 4.) mit und rief die Bevölkerung dazu auf, sich weiterhin an die geltenden Schutzmassnahmen zu halten. Aufgrund der hohen Auslastung der Intensivstation in allen Spitälern des Kantons mussten übers vergangene Wochenende mehrere Patienten in ausserkantonale Spitäler verlegt werden. Die Verlegungssituation gestalte sich äusserst schwierig, da sich auch andere Spitäler in einer ähnlich angespannten Situation befänden, schrieb das Spital in seiner Medienmitteilung. Die täglich vermeldeten Fallzahlen bereiten den Spitälern Schaffhausen deshalb zunehmend Sorge.
  • Das Bundesamt für Gesundheit meldet 4905 neue Infektionen seit Freitag. 148 Personen wurden neu hospitalisiert. Zudem meldet das BAG am Montag (19. 4.) 16 neue Todesfälle in den letzten drei Tagen. Es wurden 71 805 Tests durchgeführt, die Positivitätsrate liegt bei 6,8 Prozent.

Football news:

Griezmann und Dembele haben in dieser Saison keine Punkte gegen Real und Atlético erzielt
Gerard Piqué: Ich habe keinen magischen Ball, aber das Ziel von Barça ist es, bis zum Ende zu kämpfen. Nicht alles hängt von uns ab
In dieser Saison erzielte und erzielte er keine Punkte
Bayern ist wieder deutscher Meister. Nahmen Bundesliga 9. Mal in Folge, Flick raus in die Nationalmannschaft mit 7 Trophäen für 13 Monate
150 Traktoren und Feuer um den Bus: So führten Fans in den Niederlanden das Team zum Auswärtsspiel in Eredivisie, dem niederländischen Team aus Dutingham, das den Spitznamen Superfermers trägt. Vor dem Spiel, das für den Einzug in Eredivisie entscheidend sein könnte, hatten die Fans das Team mit Dutzenden Traktoren aufgestellt. Da sind die echten Fußball-Landwirte: Mehr als 150 Traktoren bildeten den Korridor für den Vereinsbus und führten so die Mannschaft nach Amsterdam. Dort musste De Graf mit Jong Ajax, der zweiten Mannschaft von Ajax Amsterdam, spielen
Coman gewann den 9.Titel seiner Karriere. Mit 24 Jahren gewann Mittelfeldspieler Kingsley Coman die deutsche Meisterschaft 2020/21 beim FC Bayern
Flick holte mit Bayern 7 Trophäen in der 2. Saison