Switzerland

DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus in der Schweiz: Task-Force-Leiter Ackermann: «Britische Mutation dürfte im März 50 Prozent aller Fälle ausmachen», Luxushotel in St. Moritz schliesst bis auf weiteres

Die neusten Entwicklungen

Seit Beginn der Pandemie sind in der Schweiz und in Liechtenstein laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit knapp 515 483 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, 8487 Infizierte sind gestorben.

«Die Richtung stimmt, nur beim Tempo hapert’s noch ein bisschen», sagt Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung des BAG.

«Die Richtung stimmt, nur beim Tempo hapert’s noch ein bisschen», sagt Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung des BAG.

Peter Schneider / Keystone

Die neusten Entwicklungen

  • «Die britische Mutation dürfte im März 50 Prozent aller Fälle ausmachen», das sagte Martin Ackermann, der Leiter der Corona-Task-Force, am Dienstag (26. 1.) an einer Pressekonferenz. Bisher wurde in 1126 Fällen Mutationen nachgewiesen, etwa die Hälfte davon betraf die ansteckendere Variante aus Grossbritannien, 26 die aus Südafrika. Es sei nun wichtig, die Neuinfektionen zu reduzieren, um eine Trendumkehr und damit einen erneuten Anstieg der Anzahl Neuinfektionen, Hospitalisierung und Todesfälle zu vermeiden, sagte Ackermann weiter. Der R-Wert liegt derzeit mit 0,93 nahe bei 1, was eine Stagnation bedeuten würde.
    Die Anzahl Hospitalisationen nimmt laut Patrick Mathys vom BAG deutlich ab. Auf den Intensivstationen aber hat sich die Lage noch nicht entspannt: 73 Prozent der Intensivpflegebetten sind belegt, davon ein Drittel von Covid-19-Patienten. Die Übersterblichkeit bei den über 65-Jährigen, gehe aber zurück, sagte Mathys. Der Bund strebe nun die Senkung auf 300 Neuinfektionen pro Tag an.
  • Das «Badrutt's Palace Hotel» in St. Moritz schliesst ab dem 28. Januar bis auf weiteres. Vor eineinhalb Wochen hatte das Gesundheitsamt Graubünden das Hotel unter Quarantäne gestellt, nachdem Angestellte positiv auf die Mutation aus England getestet worden waren. Medien im In- und Ausland berichteten. Das hatte Konsequenzen für den Hotelbetrieb. In einer Medienmitteilung schreibt die Geschäftsleitung des Hotels am Dienstag (26. 1.) , potenzielle Besucher des Hotels seien verunsichert: «Dies hatte spürbare Auswirkungen auf die Buchungslage und das Stornierungsverhalten der Gäste.» Deshalb schliesse man das Hotel nun vorübergehend auf eigene Initiative. Wann das Hotel wieder öffnet, ist derzeit noch unklar.
  • In der Schweiz und Liechtenstein sind seit Montag 1884 weitere Personen positiv getestet worden. Dies gab das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag (26. 1.) bekannt. Es wurden 21 618 Tests durchgeführt. Die Positivitätsrate liegt bei 8,7 Prozent. 92 Patientinnen und Patienten mussten neu ins Spital, 57 starben im Zusammenhang mit der Infektion. Die Reproduktionszahl R wird mit 0,94 angegeben.
  • In der Schweiz sind bisher 197 368 Impfungen gegen das Coronavirus durchgeführt worden. Das teilt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag (26. 1.) mit. Dies entspreche 2,29 Dosen pro 100 000 Einwohner. Die Hersteller Pfizer/Biontech und Moderna haben insgesamt 535 115 Dosen geliefert.
  • Die von der Corona-Krise ebenfalls stark getroffenen SBB reduzieren ihre Investitionen in Immobilien bis 2025 um rund 700 Millionen Franken. Sie tun das, «um die ernste finanzielle Lage zu stabilisieren» und den vom Bund geforderten Schuldendeckungsgrad schrittweise wieder einhalten zu können, wie sie am Dienstag (26. 1.) mitteilten. Verschiedene Projekte werden deshalb sistiert, insgesamt dürften es gegen 40 sein.
  • Essen und Trinken sollen im öffentlichen Verkehr kein Vorwand sein dürfen, um die Maske für längere Zeit abzulegen. Nach zunehmenden Beschwerden von Fahrgästen diskutiert jetzt der Bund mit den «Systemführern» SBB und Postauto, wie missbräuchlichem Verhalten begegnet werden soll. Ein allgemeines Ess- und Trinkverbot steht dabei aber nicht zur Debatte, wie Radio SRF am Dienstagmorgen (26. 1.) berichtet. Möglich sei eine Flyer- oder Plakatkampagne. Dass die Ausnahmeregelung keine längeren Mahlzeiten oder Trinkgelage erlaubt, stellt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Bericht klar. Wer es trotzdem tue, müsse vom Bahnpersonal analog der Maskenpflicht behandelt werden. «Also ansprechen und wenn nötig büssen.»
  • Deutsche Medien haben am Montagabend (25. 1.) berichtet, dass der Impfstoff von AstraZeneca bei älteren Menschen eine Wirksamkeit von weniger als zehn Prozent habe. Die Firma AstraZeneca dementiert. Das deutsche «Handelsblatt» verweist im Bericht auf regierungsnahe Quellen. Auch die Boulevardzeitung «Bild» schreibt, dass das Vakzin für Senioren aufgrund einer geringen Wirksamkeit möglicherweise nicht zugelassen werden könnte. Die Firma AstraZeneca bezeichnet die Meldungen laut Reuters als «völlig inkorrekt». Auch das Gesundheitsministerium in Deutschland erklärte, dass es keine Daten gebe, die auf eine geringere Wirksamkeit des Impfstoffes hindeuteten. Die Schweiz setzt in bedeutendem Mass auf den Impfstoff der britisch-schwedischen Firma. Sie hat 5,3 Millionen Dosen davon bestellt. Das ist weniger als vom Impfstoff der Firma Moderna (7,5 Millionen Dosen) und mehr als vom Pfizer/Biontech-Vakzin (3 Millionen Dosen). Die Zulassung für das AstraZeneca-Präparat wird in der Schweiz Ende Januar erwartet.
  • Mitglieder des National- oder Ständerats, die zu den Risikogruppen gehören, sollen sich vor Beginn der Frühlingssession Anfang März impfen lassen können. Die Verwaltungsdelegation des Parlaments ersucht die Kantonsregierungen, das möglich zu machen, wie sie in einer Mitteilung vom Montag (25. 1.) schreibt. Sie begründet dies damit, dass die Bundesverfassung und das Parlamentsrecht eine Pflicht zur Sitzungsteilnahme vorsehen würden. Die Räte könnten nur gültig verhandeln, wenn eine Mehrheit der Ratsmitglieder anwesend sei.

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