Switzerland
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DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus in der Schweiz: SVP Aargau sagt Ja zum Covid-Gesetz, das BAG meldet 1846 Neuinfektionen und vier Todesfälle

Die neusten Entwicklungen

Seit Beginn der Pandemie sind in der Schweiz und in Liechtenstein laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit 869 041 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, 10 840 Infizierte sind gestorben.

Ein Arzt verabreicht einem Patienten ein Covid-19-Vakzin.

Ein Arzt verabreicht einem Patienten ein Covid-19-Vakzin.

Mareen Fischinger / Imago

Die neusten Entwicklungen:

  • Die SVP Aargau sagt im Gegensatz zur Mutterpartei überraschend Ja zum Covid-Gesetz. Der Entscheid dazu fiel am Mittwochabend allerdings äusserst knapp: eine Stimme gab den Ausschlag (48:47). Die SVP Aargau ist bisher die erste Kantonalpartei, die von der Nein-Empfehlung der SVP Schweiz abweicht. Zum Bericht
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am Mittwoch (27. 10.) 1846 Neuinfektionen mit dem Coronavirus seit Dienstagmorgen gemeldet. In den vergangenen 24 Stunden mussten neu 45 Personen wegen einer Covid-19-Erkrankung in ein Spital eingeliefert werden. Vier Personen sind an den Folgen einer Infektion gestorben.
  • Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom Mittwoch (27. 10.) die Botschaft zur Verlängerung einzelner Bestimmungen des Covid-19-Gesetzes verabschiedet. Er beantragt damit beim Parlament, das Gesetz über den 31. Dezember 2021 hinaus auch auf das kommende Jahr auszuweiten. Wie der Bundesrat in einem Communiqué schreibt, wolle er sicherstellen, «dass er im Fall einer anhaltenden Krise auch nächstes Jahr über die nötigen Instrumente verfügt, um die Pandemie und ihre Folgen insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Arbeitnehmerschutz, Sport und Kultur zu bekämpfen». Nicht betroffen wäre der Artikel 6a zum Covid-Zertifikat. Dieser ist ohnehin bis Ende 2022 in Kraft. Im November werden sich die Kantone erneut zum Bedarf an Abfederungsmassnahmen äussern können. Der Bundesrat werde allenfalls eine zweite Tranche an Geldern aus der Bundesratsreserve beantragen, damit die Kantone gezielt Härtefälle auffangen können. Dachverbände und Kantone hätten laut Medienmitteilung die Botschaft des Bundesrats mehrheitlich begrüsst. 
  • In der massnahmenkritischen Polizistenvereinigung «Wir für euch» hat sich auch ein St. Galler Kantonspolizist engagiert. Er soll am Video mitgewirkt haben, das kürzlich mit seinem Inhalt und seiner Ästhetik für Irritationen gesorgt hat. Die St. Galler Kantonspolizei bestätigte am Mittwoch (27. 10.) einen entsprechenden Bericht von SRF. Der Polizist habe sich selber gemeldet, heisst es. Über allfällige personalrechtliche Konsequenzen muss das Departement entscheiden. Weil der Polizist sich krank gemeldet hat, kann er derzeit nicht befragt werden. Im Kanton Zürich sind bereits zwei Polizisten in diesem Zusammenhang freigestellt worden. «Wir für euch» ist nach eigener Darstellung eine Vereinigung von Polizistinnen und Polizisten aus allen Kantonen der Schweiz, die die Corona-Massnahmen infrage stellen.
  • Im Kanton Obwalden hat die Polizei nach mehreren Covid-Todesfällen in einem Altersheim Ermittlungen aufgenommen. Das hält die Obwaldner Staatsanwaltschaft in einem Schreiben fest, wie die Nachrichtenagentur SDA am Dienstag (26. 10.) laut verschiedenen Medien berichtet. Angehörige werfen dem Heim in Giswil vor, die Maskenpflicht ignoriert zu haben. Als Erste hatte die «Obwaldner Zeitung» über die Häufung der Todesfälle berichtet. Die Behörden wurden aktiv, weil es um ein Offizialdelikt geht.
  • Die Zulassungsbehörde Swissmedic genehmigt eine dritte Impfstoffdosis für besonders gefährdete Personen und für Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Das teilte die Behörde am Dienstag (26. 10) mit. Die Genehmigung gelte für die mRNA-Impfstoffe von Moderna und Pfizer/Biontech. Im Gegensatz zum Impfstoff von Pfizer erfolgt die sogenannte Booster-Impfung bei Moderna mit einer halben Dosis. In einer Medienmitteilung schreibt Swissmedic, Studiendaten wiesen darauf hin, dass eine zusätzliche Dosis die Fähigkeit zur Bildung von Antikörpern gegen das Coronavirus erhöhen könne, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit geschwächtem Immunsystem. Ebenfalls am Dienstag haben das Bundesamt für Gesundheit und die Eidgenössische Kommission für Impffragen in einer Mitteilung erklärt, dass für Personen über 65 Jahren eine Auffrischimpfung empfohlen werde. Für die breite Bevölkerung sei eine Auffrischimpfung aufgrund der aktuellen Datenlage derzeit nicht zugelassen und auch nicht empfohlen. Die Auffrischimpfungen beginnen ab Mitte November. Nach der Auffrischung ist das Zertifikat wieder ein Jahr lang gültig, wie der Präsident der Kommission für Impffragen, Christoph Berger, in der SRF-Sendung «10 vor 10» sagte. Zum Bericht | Zum Hintergrund | Zum Kommentar