Switzerland

DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus in der Schweiz: Schweigeminute für die Opfer um 11.59 Uhr, Kanton Zürich stockt Mittel für Härtefälle deutlich auf

Die neusten Entwicklungen

Seit Beginn der Pandemie sind in der Schweiz und in Liechtenstein laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit 561 068 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, 9319 Infizierte sind gestorben.

GDK-Präsident Lukas Engelberger und Bundesrat Alain Berset traten am Donnerstagabend vor die Medien.

GDK-Präsident Lukas Engelberger und Bundesrat Alain Berset traten am Donnerstagabend vor die Medien.

Peter Schneider / Keystone

Die neusten Entwicklungen

  • Die Schweiz gedenkt am Freitag (5. 3.) um 11 Uhr 59 mit einer Schweigeminute der Opfer des Coronavirus. Vor genau einem Jahr starb in der Schweiz die erste Person an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung – inzwischen hat das Land 9319 Todesfälle (Stand 4. 3.) zu beklagen. Bundespräsident Guy Parmelin lädt die Bevölkerung anlässlich dieses Jahrestags zu einer Schweigeminute ein. Darauf sollen die Kirchen für die Toten der Pandemie die Glocken läuten lassen. «In aller Stille, und doch gemeinsam, wollen wir unsere Freundschaft, Unterstützung und Dankbarkeit bezeugen», schrieb Parmelin auf Twitter. Die Minute soll nicht nur den Opfern gelten, sondern auch ihren Angehörigen oder den Menschen, die gerade gegen die Krankheit kämpfen, die wegen der Pandemie um ihre Arbeit bangen oder wie das Pflegepersonal besondere Leistungen vollbringen. 
  • Der Kanton Zürich hat die Mittel für Härtefälle deutlich aufgestockt. Der Zürcher Regierungsrat stellt am Freitag (5. 3.) dem Kantonsparlament Antrag für einen zweiten Zusatzkredit von 662,8 Millionen Franken für die Erweiterung des Härtefallprogramms. Damit könne die Finanzdirektion nicht nur alle Auszahlungen aus der zweiten Zuteilungsrunde vom Februar abwickeln, sondern ebenso eine dritte Runde, heisst es in einer Mitteilung. Bis anhin hat der Kanton Zürich zwei Kredite über gut 200 Millionen Franken für die Hilfe an Betriebe genehmigt, die vom Lockdown betroffen sind. Die Erweiterung nehme die Aufstockung der Härtefallhilfe durch den Bundesrat auf total 10 Milliarden Franken vorweg und erlaube es, das hohe Tempo, die Effizienz und das Volumen der bisherigen Unterstützung aufrechtzuerhalten, schreibt der Regierungsrat. Als Zusatzkredit untersteht der Antrag nicht dem fakultativen Referendum.
  • Die Kantone unterstützen die kontrollierte Öffnung des Bundesrats. Dies erklärte Lukas Engelberger, Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), am Donnerstag (4. 3.) an einer Medienkonferenz nach einem Treffen mit Bundesrat Alain Berset. Zudem begrüsse die GDK vermehrtes Testen. Die Kantone seien dabei, die Kapazitäten auszubauen. Die GDK fordere vom Bundesrat zudem strategische Schritte zu Schnell- und Selbsttests. Angesprochen auf den Entscheid des Parlaments, in einzelnen Kantonen Lockerungen zuzulassen, erklärte Engelberger, man fordere keine Erleichterungen für einzelne Kantone. Er rief das Parlament dazu auf, der Regierung nicht durch «Öffnungstermine in einem Gesetz» zu lähmen. Zu Beginn der Medienkonferenz sagte Berset, die Situation müsse unter Kontrolle bleiben, schrittweise Lockerungen für die Gesellschaft seien aber möglich.
  • Im Schweizer Gastgewerbe haben fast 20 Prozent der Wirte ihren Betrieb aufgegeben. Dies schreibt Gastrosuisse am Donnerstag (4. 3.) in einer Medienmitteilung. Der Verband für Hotellerie und Restauration bezieht sich dabei auf eine aktuelle Mitgliederbefragung. Zudem stünden weitere 20 Prozent kurz davor, den Betrieb einstellen zu müssen. Gastrosuisse fordert «jetzt erst recht», dass die Restaurants wieder öffnen dürfen und dass Härtefallgesuche schneller bearbeitet würden. Bereits im Januar hatte der Branchenverband gewarnt, dass aufgrund der Corona-Massnahmen die Hälfte der Betriebe eingehen könnte. 
  • Therapeutinnen und Therapeuten können die Nachfrage nach psychologischer Betreuung zurzeit kaum bewältigen. Das zeigt eine Umfrage mit 1700 Teilnehmern der Berufsverbände der Psychologen. Zwei Drittel der befragten Psychotherapeutinnen berichten, dass sie regelmässig neue Patienten ablehnen müssten, da sie keine Kapazität mehr hätten. Gerade in ländlichen Regionen und im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie sei die Situation angespannt. Die Umfrageteilnehmer berichten, dass Symptome der Depression und von Angst- und Zwangserkrankungen deutlich zugenommen haben. Auch berichten Patientinnen häufiger über Probleme in der Familie sowie am Arbeitsplatz. Zum Bericht

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