Switzerland

DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus in der Schweiz: In Basel können sich alle für eine Impfung vorregistrieren, Berset spricht sich für Selbsttests aus, 1130 Fälle in den letzten 24 Stunden

Die neusten Entwicklungen

Seit Beginn der Pandemie sind in der Schweiz und in Liechtenstein laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit 558 622 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, 9303 Infizierte sind gestorben.

Die Zürcher Regierungspräsidentin Silvia Steiner und Bundesrat Alain Berset wollen die Tests ausweiten.

Die Zürcher Regierungspräsidentin Silvia Steiner und Bundesrat Alain Berset wollen die Tests ausweiten.

Alexandra Wey / Keystone

Die neusten Entwicklungen

  • In der Stadt Basel können sich ab sofort alle Interessierten für einen Impftermin vorregistrieren, auch wenn sie keiner Risikogruppe angehören. Wie das Gesundheitsdepartement am Mittwoch (3. 3.) mitteilte, sind für eine Anmeldung alle in Basel wohnhaften Personen ab 16 Jahren berechtigt. Einschreiben kann man sich über die Webseite des Basler Impfzentrums. Die Termine werden gemäss den Empfehlungen der Eidgenössischen Kommission für Impffragen vergeben. Das bedeutet, dass jüngere, gesunde Personen sich zwar anmelden können, aber voraussichtlich erst im Juni einen Termin erhalten. Wenn sie dran kommen, erhalten die Personen per SMS den Termin zugeteilt. Dieser ist nicht verschiebbar. In den meisten Kantonen können sich die Interessierten ebenfalls bereits registrieren. Die Terminvergabe geschieht aber nicht automatisch, sondern man erhält - sobald man berechtigt ist - eine weitere Meldung, dass man einen Termin buchen könne. 
  • Bundesrat Alain Berset besuchte heute (2. 3.) den Zürcher Flughafen. Dabei äusserte er sich auch zu Selbsttests: «Wir glauben, es wird jetzt sehr rasch für alle möglich sein, sich selbst zu Hause zu testen.» Im Rahmen der Veranstaltung wurde ihm auch das Contact Tracing des Kantons gezeigt, das mit rund 800 Mitarbeitern in Räumlichkeiten am Flughafen arbeitet. Auch die Personenabfertigung wurde Berset vorgeführt. Diese werde in den nächsten Monaten zunehmend wichtig werden, wenn die Mobilität im Laufe des Jahres wieder ansteige, sagte die Zürcher Regierungspräsidentin Silvia Steiner. Bei der Einreise werde mit Stichprobenkontrollen die Einhaltung der Regeln kontrolliert. Steiner sagte zudem, nötig sei nicht eine Verschärfung der Massnahmen, sondern «der konsequente Vollzug der bestehenden Rechtsgrundlagen». Ein dritter Lockdown müsse unbedingt verhindert werden. Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli lobte die erweiterte Teststrategie des Bundes, forderte jedoch, der Bund solle mehr Kosten übernehmen. Ausserdem seien die Kriterien für Firmen, die repetitive Massentests durchführen möchten, zu streng. Zudem forderte Rickli die Zulassung der Selbsttests.  
  • Erste Resultate des Forschungsprojektes Corona-Immunitas.ch zeigen grosse Unterschiede in der erreichten Immunität der Bevölkerung auf. Wie Milo Puhan, der Direktor des Instituts für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention an der Universität Zürich am Dienstag (2. 3. 2021) an der Medienkonferenz des BAG erklärte, ist schon ein Einfluss der Impfungen auf die sogenannte Seroprävalenz – der Anteil der Bevölkerung, der Antikörper gegen das Coronavirus aufweist – festzustellen. In der Waadt hätten schon 25 Prozent der Bevölkerung Antikörper gegen Covid-19, in Freiburg seien es 20 Prozent, in Bern 18 Prozent und in Basel-Stadt 13 Prozent. Warum die Schere so weit auseinandergeht, ist noch nicht klar. Jedenfalls gebe es im Verhalten der Bevölkerung nur ganz kleine Unterschiede, sagte Puhan. Ein wichtiges Resultat sei auch, dass rund 90 Prozent der Personen, die schon eine Corona-Infektion hatten, nach einem halben Jahr immer noch immun seien. 

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