Switzerland

DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus in der Schweiz: Gewerkschaft informiert über Auswirkungen der Pandemie, BAG bestellt bei Roche Arzneimittel gegen Covid-19

Die neusten Entwicklungen

Seit Beginn der Pandemie sind in der Schweiz und in Liechtenstein laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit 637 304 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, 9885 Infizierte sind gestorben.

Das Departement von Bundesrat Alain Berset erwägt offenbar, ab Juli Grossanlässe bis zu 1000 Personen zuzulassen.

Das Departement von Bundesrat Alain Berset erwägt offenbar, ab Juli Grossanlässe bis zu 1000 Personen zuzulassen.

Dominic Steinmann / Keystone

Die neusten Entwicklungen:

  • Die Corona-Krise hat zu einer höheren Arbeitslosigkeit, zu prekären Jobs und einer stark geöffneten Einkommensschere geführt. Dies konstatiert der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) am Dienstag (20. 4.) in einer Medienmitteilung. Zudem informierte er dazu an einer Pressekonferenz. Die Aussichten für die nächsten Monate seien beunruhigend. Laut Analysen des SGB sind Berufstätige mit tiefen Einkommen am härtesten betroffen, so haben diese rund 300 Franken pro Monat weniger Einkommen zur Verfügung. Durch die teilweisen Schliessungen der Wirtschaft seien prekäre Jobs gefördert wurden, erkämpfte Mindeststandards würden durch den Boom bei den Essenslieferungen über Kuriere oder den Onlinehandel umgangen.
  • Der Bund hat mit dem Unternehmen Roche Pharma einen Vertrag für die Beschaffung von Arzneimitteln gegen das Coronavirus abgeschlossen. Es handelt sich um 3000 Dosen von Kombinationen von Casirivimab / Imdevimab, die von der Firma Regeneron Pharmaceuticals in Partnerschaft mit dem Unternehmen Roche Holding entwickelt wurden. Das teilte das Bundesamt für Gesundheit am Dienstag (20. 4.) mit. Die Vertragssumme sei vertraulich. Die ersten Lieferungen seien ab Mitte Mai zu erwarten, dann stünden sie für Behandlungen für bestimmte Risikopatientinnen und -patienten zur Verfügung. Das Medikament darf eingesetzt werden, obwohl das Gesuch noch nicht abschliessend geprüft worden ist. Der Grund: Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 14. April 2021 die Aufnahme der in «RegN-Cov2» enthaltenen Wirkstoffe Casirivimab und Imdevimab auf den Anhang 5 der Covid-19 Verordnung 3 beschlossen. Im genannten Anhang sind Wirkstoffe aufgeführt, welche bei Covid-Patientinnen und Patienten bereits vor der Zulassung unter bestimmten Voraussetzungen eingesetzt werden können.
  • Das deutsche Pharmaunternehmen Curevac hat in der Schweiz die Zulassung seines Impfstoffs CVnCoV beantragt. Das teilte die Heilmittelbehörde Swissmedic am Montag (19. 4.) mit. Es ist das fünfte Zulassungsverfahren für einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Laut der Mitteilung bewertet Swissmedic mit der rollenden Begutachtung die wissenschaftlichen Daten, sobald sie verfügbar sind und von den Firmen eingereicht werden. Curevac kann demnach für ihren Impfstoffkandidaten laufend Unterlagen übermitteln, ohne auf die abschliessenden Ergebnisse der klinischen Studien warten zu müssen.
  • Das Kantonsspital Schaffhausen kommt auf der Intensivstation an seine Kapazitätsgrenze.  Alle verfügbaren sechs Beatmungsplätze seien belegt, teilte das Spital am Montag (19. 4.) mit und rief die Bevölkerung dazu auf, sich weiterhin an die geltenden Schutzmassnahmen zu halten. Aufgrund der hohen Auslastung der Intensivstation in allen Spitälern des Kantons mussten übers vergangene Wochenende mehrere Patienten in ausserkantonale Spitäler verlegt werden. Die Verlegungssituation gestalte sich äusserst schwierig, da sich auch andere Spitäler in einer ähnlich angespannten Situation befänden, schrieb das Spital in seiner Medienmitteilung. Die täglich vermeldeten Fallzahlen bereiten den Spitälern Schaffhausen deshalb zunehmend Sorge.
  • Das Bundesamt für Gesundheit meldet 4905 neue Infektionen seit Freitag. 148 Personen wurden neu hospitalisiert. Zudem meldet das BAG am Montag (19. 4.) 16 neue Todesfälle in den letzten drei Tagen. Es wurden 71 805 Tests durchgeführt, die Positivitätsrate liegt bei 6,8 Prozent.

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