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DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus in der Schweiz: Bisher 197 368 Dosen verimpft, SBB sistieren Immobilienprojekte, Ess- und Trinkgelage im öV sind missbräuchlich

Die neusten Entwicklungen

Seit Beginn der Pandemie sind in der Schweiz und in Liechtenstein laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit knapp 513 599 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, 8430 Infizierte sind gestorben.

Manche Fahrgäste nutzen Essen und Trinken im öV als Vorwand, die Maske lange abzusetzen. Das Bild zeigt Kantonspolizisten auf Patrouille am Bahnhof Uster.

Manche Fahrgäste nutzen Essen und Trinken im öV als Vorwand, die Maske lange abzusetzen. Das Bild zeigt Kantonspolizisten auf Patrouille am Bahnhof Uster.

Annick Ramp / NZZ

Die neusten Entwicklungen

  • In der Schweiz sind bisher 197 368 Impfungen gegen das Coronavirus durchgeführt worden. Das teilt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag (26. 1.) mit. Dies entspreche 2,29 Dosen pro 100 000 Einwohner. Die Hersteller Pfizer/Biontech und Modern haben insgesamt 535 115 Dosen geliefert.
  • Die von der Corona-Krise ebenfalls stark getroffenen SBB reduzieren ihre Investitionen in Immobilien bis 2025 um rund 700 Millionen Franken. Sie tun das, «um die ernste finanzielle Lage zu stabilisieren» und den vom Bund geforderten Schuldendeckungsgrad schrittweise wieder einhalten zu können, wie sie am Dienstag (26. 1.) mitteilten. Verschiedene Projekte werden deshalb sistiert, insgesamt dürften es gegen 40 sein.
  • Essen und Trinken sollen im öffentlichen Verkehr kein Vorwand sein dürfen, um die Maske für längere Zeit abzulegen. Nach zunehmenden Beschwerden von Fahrgästen diskutiert jetzt der Bund mit den «Systemführern» SBB und Postauto, wie missbräuchlichem Verhalten begegnet werden soll. Ein allgemeines Ess- und Trinkverbot steht dabei aber nicht zur Debatte, wie Radio SRF am Dienstagmorgen (26. 1.) berichtet. Möglich sei eine Flyer- oder Plakatkampagne. Dass die Ausnahmeregelung keine längeren Mahlzeiten oder Trinkgelage erlaubt, stellt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Bericht klar. Wer es trotzdem tue, müsse vom Bahnpersonal analog der Maskenpflicht behandelt werden. «Also ansprechen und wenn nötig büssen.»
  • Deutsche Medien haben am Montagabend (25. 1.) berichtet, dass der Impfstoff von AstraZeneca bei älteren Menschen eine Wirksamkeit von weniger als zehn Prozent habe. Die Firma AstraZeneca dementiert. Das deutsche «Handelsblatt» verweist im Bericht auf regierungsnahe Quellen. Auch die Boulevardzeitung «Bild» schreibt, dass das Vakzin für Senioren aufgrund einer geringen Wirksamkeit möglicherweise nicht zugelassen werden könnte. Die Firma AstraZeneca bezeichnet die Meldungen laut Reuters als «völlig inkorrekt». Die Schweiz setzt in bedeutendem Mass auf den Impfstoff der britisch-schwedischen Firma. Sie hat 5,3 Millionen Dosen davon bestellt. Das ist weniger als vom Impfstoff der Firma Moderna (7,5 Millionen Dosen) und mehr als vom Pfizer/Biontech-Vakzin (3 Millionen Dosen). Die Zulassung für das AstraZeneca-Präparat wird in der Schweiz Ende Januar erwartet.
  • In Uster ist am Wochenende eine illegale Party in einem Self-Check-In Hotel aufgelöst worden. Das teilt die Stadtpolizei am Montag (25. 1.) mit. Laut Mitteilung feierten 25 Personen im Hotel. Weitere Gruppen hielten sich wartend im Freien auf. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren gemäss der Stadtpolizei aus der ganzen Nordostschweiz angereist. Sie hatten offenbar über die sozialen Netzwerke «Instagram» und «WhatsApp» von der Party erfahren. Die Party verstiess gegen die Covid-19-Verordnungen. Die Stadtpolizei Uster ermittelt weiter.
  • In der Schweiz sind bisher fast 1000 Ansteckungen mit mutierten Coronaviren entdeckt worden. Dies berichtet am Montag (25. 1.) die Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Von der britischen Variante sind demnach 474 Fälle entdeckt worden, von den südafrikanischen deren 16 484 Fälle konnten keiner der beiden Varianten zugeordnet werden. In Brasilien ist eine weitere Coronavirus-Mutation entdeckt worden. Diese Variante sei in der Schweiz bisher nicht nachgewiesen worden, teilt die SDA weiter mit.
  • Restaurants sollen für «Büezer» öffnen dürfen, und zwar als Kantinen. Das fordert die SVP mit einer Petition. Tausende Werktätige müssten bei eisigen Temperaturen im Freien arbeiten. Sie hätten nicht das Glück, «in einem warmen Zuhause oder in einer geheizten Kantine» den Mittag verbringen zu können, schreibt die Partei. Wenn das Bundeshausrestaurant während der Session zur Kantine werde, müsse das auch für andere Restaurants befristet möglich sein.
  • Die Regierung von Basel-Stadt hat kein Verständnis für die Forderung der Parteipräsidenten, das Grenzregime zur Eindämmung der Pandemie zu verschärfen. Die Umsetzung des Vorschlags sei nicht praktikabel und würde die regionale Wirtschaft schwer treffen, teilte der Regierungsrat am Montag (25. 1.) mit. Die rigide Testpflicht käme faktisch einer Einreisesperre gleich. Ausserdem würde das Gesundheitswesen geschwächt und das Verhältnis zu den Nachbarn belastet. Die Spitzen der grossen Parteien hatten in einem gemeinsamen Brief unter anderem gefordert, von Einreisenden an den Flughäfen oder an den Grenzübergängen einen negativen Corona-Test zu verlangen. Auch bei einem negativen Ergebnis solle «eine umfassende Quarantäne» oder «Quarantäne light» angeordnet werden, je nach epidemiologischer Lage. Abgesehen von Grenzgängern und Tagesgeschäftsreisenden sollen alle, die einreisen, mindestens fünf Tage in Quarantäne.
  • In der Schweiz und Liechtenstein sind seit Freitag 4320 weitere Personen positiv getestet worden. Es wurden 55 071 Tests ausgewertet, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag (25. 1.) bekanntgab. 129 Patientinnen und Patienten mussten in diesen 72 Stunden neu ins Spital, 85 starben im Zusammenhang mit der Infektion. Die Reproduktionszahl R wird mit 0,93 angegeben.
  • Mitglieder des National- oder Ständerats, die zu den Risikogruppen gehören, sollen sich vor Beginn der Frühlingssession Anfang März impfen lassen können. Die Verwaltungsdelegation des Parlaments ersucht die Kantonsregierungen, das möglich zu machen, wie sie in einer Mitteilung vom Montag (25. 1.) schreibt. Sie begründet dies damit, dass die Bundesverfassung und das Parlamentsrecht eine Pflicht zur Sitzungsteilnahme vorsehen würden. Die Räte könnten nur gültig verhandeln, wenn eine Mehrheit der Ratsmitglieder anwesend sei.
  • Der Berner Kantonsarzt lässt die ganze Schule in Wangen an der Aare für knapp eine Woche schliessen. Betroffen sind rund 350 Schüler und rund 40 Lehrer, wie es in einer Mitteilung des Kantons Bern vom Montag (25. 1.) heisst. Es bestehe Grund zur Annahme, dass in der Schule eine Häufung der neuen Coronavirus-Variante aufgetreten sei. Die positiv Getesteten befinden sich in Isolation, die rund 60 Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte der betroffenen Klassen in Quarantäne. Die engen Kontaktpersonen sind ebenfalls informiert. Nun sollen alle Schülerinnen und Schüler, alle Lehrpersonen und allenfalls auch das administrative Personal getestet werden. 

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