Switzerland
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DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Coronavirus in der Schweiz: BAG meldet 1288 neue Fälle, 90 Wegweisungen in Bern

Die neusten Entwicklungen

Seit Beginn der Pandemie sind in der Schweiz und in Liechtenstein laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit 862 408 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, 10 812 Infizierte sind gestorben.

Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektoren, will wie Bundesrat Alain Berset die Impfanstrengungen fortsetzen.

Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektoren, will wie Bundesrat Alain Berset die Impfanstrengungen fortsetzen.

Anthony Anex / Keystone

Die neusten Entwicklungen:

  • Seit Donnerstagmorgen sind 1288 neue Fälle aufgetreten. Laut den Angaben des Bundes vom Freitag (22. 10.) mussten zudem 36 Patientinnen und Patienten neu ins Spital und drei starben im Zusammenhang mit der Infektion.
  • Nach erneuten Aufrufen für eine Demonstration von Massnahmen-Kritikern in Bern hat die Polizei am Donnerstagabend (21. 10.) im Stadtzentrum Personenkontrollen durchgeführt. Es seien rund 90 Wegweisungen und rund 30 Fernhalteverfügungen ausgesprochen worden, teilte die Kantonspolizei am späten Abend mit.
  • Gesundheitsminister Alain Berset hat sich am Donnerstag (21.10.) mit den Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) der Kantonen getroffen. Unter dem Motto: «Gemeinsam aus der Pandemie» wurde die nationale Impfwoche mit Start am 8. November vorbesprochen. In einer Medienkonferenz erläuterten Berset und GDK-Präsident Lukas Engelberger die Resultate des Treffens. Es gehe vor allem um Informationsarbeit, Beratung und mobile Impfangebote. Die Kantone hätten bisher sehr viel für den Impffortschritt getan, nun müsse die Impfwilligkeit steigen, sagte Berset: «Je rascher wir die Immunisierung erhöhen, desto schneller können wir sicherstellen, dass die Spitäler nicht überlastet werden.» Obwohl die Fallzahlen gesunken sind und derzeit stagnieren, entspanne sich die Lage in den Krankenhäusern nur zäh, sagte Engelberger. Das zeige, dass nur wenige Wochen mit hohen Zahlen für längere Zeit eine grosse Belastung für die Spitäler darstellen. Deshalb sagte Engelberger: «Wir sind noch nicht aus der Risikozone.» Weil weiterhin viele Ungeimpfte auf den Intensivstationen behandelt werden müssen, sei es laut Engelberger wichtig, die Impfanstrengungen weiterzuführen.
  • Die Evidenz für den Nutzen von Auffrischungsimpfungen sei noch dünn. Das sagte Patrick Mathys, Stellvertretender Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten beim BAG an einer Medienkonferenz mit dem Gesundheitsminister Alain Berset und Lukas Engelberger, dem Präsidenten der Konferenz der Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren. Bezüglich des sogenannten Boosters stehe der Bundesrat in Kontakt mit der Eidgenössischen Kommission für Impffragen Ekif. Der Entscheid müsse aber von der Zulassungsbehörde Swissmedic kommen, sagte Berset. Man gehe dabei den vorgesehenen weg, um die Sicherheit bei einer dritten Dosis zu garantieren. Sofern sich Swissmedic dafür ausspreche, würden Bund und Ekif die Empfehlung aussprechen. Aufgrund der nachlassenden Wirksamkeit der ersten beiden Dosen könne ein Booster Sinn machen, «allerdings für wenige Menschen» wie ältere Personen oder Risikopatientinnen und -patienten, so Berset.
  • Die Zertifikatspflicht soll vorerst nicht gelockert werden. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass eine teilweise Aufhebung derzeit mit zu hohen Risiken für das Gesundheitswesen verbunden wäre. Dass mit der aktuellen Impfquote starke Lockerungen zu einem schnellen Anstieg der Neuinfektionen führen könnten, zeigten frühere Erfahrungen in Israel und den Niederlanden sagte Bundesrat Alain Berset am Mittwoch (20. 10.) vor den Medien. Mitte November will der Bundesrat die Lage neu beurteilen. Gleichzeitig schlägt die Landesregierung ein erweitertes Covid-Zertifikat vor, das nur in der Schweiz gültig ist und insbesondere Genesenen Erleichterungen bringen soll. So soll die Gültigkeit der Genesenen-Zertifikate auf ein Jahr ausgedehnt werden. Und als Nachweis der Genesung soll künftig auch ein Antikörpertest genügen. In diesem Fall würde die Gültigkeit des Zertifikats aber auf 90 Tage beschränkt. Die Vorschläge gehen in eine Konsultation, am 3. November will der Bundesrat entscheiden. Zum Bericht