Switzerland

DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Bundestagswahl in Deutschland: Söder will sich am Mittag äussern, CDU-Vorstand stützt Laschet

Die neusten Entwicklungen

Ende September wählen die Deutschen ein neues Parlament. Unabhängig vom Ergebnis steht eine politische Zäsur an, da Kanzlerin Angela Merkel nicht mehr antreten wird.

Armin Laschet am Montag in Berlin.

Armin Laschet am Montag in Berlin.

Michael Sohn / AP

Die neusten Entwicklungen

  • CSU-Chef Markus Söder will um 12 Uhr vor die Presse treten. Dabei wird er sich voraussichtlich zu seinen Ambitionen auf die Kanzlerkandidatur für die Unionsparteien CDU und CSU äussern. Nachdem sich der CDU-Vorstand in der Nacht auf Dienstag für seinen Kontrahenten Armin Laschet ausgesprochen hat, ist Söder unter Zugzwang. Am Dienstagnachmittag kommt ausserdem die Bundestagsfraktion von CDU und CSU zu einer Sitzung zusammen.  
  • Im Machtkampf mit CSU-Chef Markus Söder um die Kanzlerkandidatur hat sich der CDU-Vorstand erneut mit klarer Mehrheit hinter den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet gestellt. In einer digitalen Sondersitzung der CDU-Spitze votierten in der Nacht zum Dienstag nach Angaben eines CDU-Sprechers von 46 stimmberechtigten Vorstandsmitgliedern in geheimer Wahl 31 für eine Kandidatur Laschets. Neun stimmten für Söder, sechs enthielten sich. Das entspreche einer Zustimmung von 77,5 Prozent für Laschet und von 22,5 Prozent für Söder. In der Sitzung prallten erneut Unterstützer von Laschet und Söder aufeinander. Laschet bekräftigte zum Auftakt des Sondertreffens seine Bereitschaft zur Kanzlerkandidatur. Söder hatte die Entscheidung am Montag in die Hand der Schwesterpartei gelegt. Für eine Nominierung des Kanzlerkandidaten der Union braucht es sowohl die Zustimmung der CDU, als auch jene der CSU. Ein Auftritt der beiden Parteichefs wird für Dienstag erwartet.
  • Der CSU-Chef Markus Söder will eine Entscheidung des CDU-Bundesvorstands über die Kanzlerkandidatur der Unionsparteien akzeptieren. Am Montagmittag sagte Söder in München, was er vor eine Woche angekündigt habe, gelte auch weiterhin: Er wolle Kanzlerkandidat werden, «falls eine breite Mehrheit der CDU dies will». Wichtig sei aber, dass der Vorstand, die Parteibasis und die Unionsfraktion die Entscheidung mittragen würden. Man müsse dabei auch auf die Stimmung in der Bevölkerung eingehen. Söder kündigte an, er würde jede Entscheidung akzeptieren und im Falle seiner Niederlage Armin Laschet als Kanzlerkandidaten im Wahlkampf unterstützen.
  • Die Grünen werden mit Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin bei der Bundestagswahl antreten. Baerbock führt die Grünen zusammen mit Robert Habeck, der ebenfalls Ambitionen auf das Kanzleramt hatte. Das Duo kam hinter den Kulissen zu einer Einigung. Die Tatsache, dass sie eine Frau sei, habe bei der Entscheidung eine Rolle gespielt, sagte Baerbock. Zuletzt hatten sich die Anzeichen gemehrt, dass sie das Rennen machen würde. In den Umfragen konnte die 40-Jährige zulegen. Den Wahlkampf werde sie gemeinsam mit Habeck bestreiten, sagte sie bei einer Pressekonferenz am Montag. Man wolle die nächste Regierung anführen und die Dinge nun «wirklich anders machen». Deutschland brauche einen Neuanfang und der Klimaschutz sei dabei die zentrale Herausforderung. Es gehe darum, mit neuen Regeln «klimagerechten Wohlstand» zu schaffen. Auf die Frage nach politischen Mitbewerbern entgegnete Baerbock, die Grünen würden sich nicht daran orientieren, was andere Parteien machen, weil man so nicht vorankomme. Mit Blick auf die Unionsparteien CDU und CSU sagte sie: «Die sind bisher blank», da die Union noch kein Wahlprogramm vorgelegt habe. Den Machtkampf um die Kanzlerkandidatur in der Union sehe sie mit Sorge.
  • In der zentralen Entscheidungsphase für einen Kanzlerkandidaten der Union stützt eine neue Umfrage CSU-Chef Markus Söder. Derzeit halten 44 Prozent der Bundesbürger und 72 Prozent der Unionsanhänger den bayrischen Ministerpräsidenten für den geeigneteren Kandidaten, um die Schwesterparteien in die Bundestagswahl zu führen, wie eine Umfrage im Auftrag der ARD ergab. Im nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Laschet sehen demnach nur 15 Prozent der Bürger und 17 Prozent der Unionsanhänger den geeigneteren Kandidaten. Aus einer Befragung für die «Bild»-Zeitung geht hervor, dass die Union mit einem Kanzlerkandidaten Laschet mit 27 Prozent der Stimmen rechnen dürfte, mit Söder seien es 38 Prozent.

Football news:

In unserem Serie-A-Telegramm führen wir weiterhin Umfragen durch, um den besten Spieler der italienischen Meisterschaft in der Saison 2020/2021 zu wählen. Die Abstimmung findet in Form eines Playoff-Rasters statt. Es ist 1/4 gegangen, es ist Zeit, die Ergebnisse zusammenzufassen
Strafe für 9 Superliga-Klubs: eine Gesamtspende von 15 Millionen und eine Absage von 5% der Euroeinnahmen. Mit Real, Juve und Barça verspricht die UEFA, sich ernsthafter mit der Rebellion auseinanderzusetzen
Neymar verlängert seinen Vertrag bei PSG bis 2026. Am Samstag wird Stürmer Neymar weiter bei PSG spielen. Der 29 Jahre alte Brasilianer habe sich mit dem Verein auf eine Vertragsverlängerung bis 2026 geeinigt, teilte die L ' Equipe mit
Arsenal kann Onan unterschreiben, wenn seine Disqualifikation verkürzt wird. Ajax will 14 Millionen Euro für den Torwart
Lille hält zwei Runden vor dem Ende die Führung in der 1.Liga. Die letzten Spiele - mit St. Etienne und Angers steht die Saison in der französischen Meisterschaft kurz vor dem Abschluss. In der 36. Runde der 1. Liga war Lille stärker als Lance
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die Frage nach drei Klubs beantwortet, die noch nicht aus der Super League ausgeschieden sind: Real Madrid, Juventus Turin und Barcelona
Golovin hat einen negativen Coronavirus-Test bestanden