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DIE NEUSTEN ENTWICKLUNGEN - Affenpocken: Experten drängen auf rasches Handeln der globalen Gesundheitsbehörden

Die neusten Entwicklungen

Aus rund einem Dutzend Länder ausserhalb Afrikas sind bisher mehr als 250 Fälle von Affenpocken bei Menschen gemeldet worden, auch aus der Schweiz und Deutschland. Die wichtigsten Fragen und Antworten und die neuesten Entwicklungen.

Typischerweise entwickelt sich bei einer Infektion mit Affenpocken ein Ausschlag mit Bläschen oder Pusteln.

Typischerweise entwickelt sich bei einer Infektion mit Affenpocken ein Ausschlag mit Bläschen oder Pusteln.

The Washington Post / Getty

Die neusten Entwicklungen

  • Einige prominente Experten für Infektionskrankheiten drängen auf ein schnelleres Handeln der globalen Gesundheitsbehörden, um den wachsenden Ausbruch von Affenpocken einzudämmen. Inzwischen sind aus mindestens 20 Ländern Fälle gemeldet worden, zuletzt auch aus Irland und Mexiko. Die Fachleute argumentieren laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters (29. 5.), dass Regierungen und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht die frühen Fehltritte der Covid-19-Pandemie wiederholen sollten, die die Erkennung von Fällen verzögerten und so die Ausbreitung des Virus begünstigten.
  • Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC hat am Freitag (27. 5.) die Empfehlungen einer Expertengruppe zum Umgang mit Affenpocken bekanntgegeben. Die Gruppe legt nahe, dass der Pockenimpfstoff nur an Personen verabreicht werden soll, die direkt mit dem Virus zu tun haben. Der Impfstoff Jynneos, der von dem Hersteller Bavarian Nordic produziert wird, soll für gewisse Mitarbeiter des Gesundheitswesen und Angestellte in Labors bereitstehen.
  • In der EU wird an einem gemeinsamen Einkauf von Impfstoffen und Medikamenten gegen die Affenpocken gearbeitet. Wie eine Sprecherin der EU-Kommission am Freitag (27. 5.) in Brüssel bestätigte, wurde mit den Mitgliedstaaten ein breiter Konsens darüber erzielt, dass die neue EU-Behörde zur Vorsorge von Gesundheitskrisen (Hera) so bald wie möglich medizinische Abwehrmittel beschaffen soll. Das genaue Verfahren werde in den nächsten Tagen mit den Mitgliedstaaten festgelegt. Zugleich betonte die Sprecherin, dass eine Affenpocken-Impfung auf ganz konkrete Fälle beschränkt sein werde, da die Übertragbarkeit und das Risiko des Virus nicht mit Covid-19 vergleichbar seien.
  • Ein dritter Fall von Affenpocken in der Schweiz wurde im Kanton Zürich gemeldet. Dies bestätigte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag (26. 5.), wie verschiedene Medien berichteten. Zuvor waren in der Schweiz zwei Fälle in den Kantonen Bern und Genf bestätigt worden.
  • Die Afrikanische Gesundheitsbehörde für Ansteckende Krankheiten (CDC) hat angesichts der Ausbreitung von Affenpocken-Fällen in Europa und Nordamerika vor einer Hortung von Impfstoffen in den westlichen Staaten gewarnt. Ahmed Ogwell, stellvertretender CDC-Direktor, appellierte am Donnerstag (26. 5.) in Addis Abeba, Lehren aus der Anfangszeit der Corona-Pandemie zu ziehen. Derzeit verfügten die Gesundheitsbehörden in den afrikanischen Ländern, in denen die Krankheit endemisch ist, über nur wenig Impfstoff. Daher würden vor allem die Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes «an der Front» der Krankheitsbekämpfung geimpft.