Switzerland

Die National League schreibt einen offenen Brief an den Bundesrat – und weitere Sportmeldungen

Der Ski-Gesamtweltcups-Sieger Kilde in Isolation, den Dodgers fehlt in der World Series noch ein Sieg zum Titel und die Patriots kassieren die höchste Heimniederlage in 20 Jahren. Die wichtigsten Sportmeldungen im Überblick.

Die PostFinance Arena in Bern bleibt leer, die Klubs plädieren nun in einem offenen Brief für Zuschauer bei Sportveranstaltungen.

Die PostFinance Arena in Bern bleibt leer, die Klubs plädieren nun in einem offenen Brief für Zuschauer bei Sportveranstaltungen.

Peter Schneider / Keystone

(sda)

Die Präsidenten der höchsten Schweizer Eishockey-Liga haben sich vor den erwarteten Massnahmen des Bundesrates vom Mittwoch in einem offenen Brief an die politischen Entscheidungsträger gewandt.

Im Schreiben an die Bundes- und Regierungsräte wird die «immense Bedeutung» von Fussball und Eishockey «in unserem Land» hervorgehoben. Es sei zentral, dass auch in Krisenzeiten Sport betrieben werde. «Wir dürfen uns nicht durch das Covid-19-Virus das Leben diktieren und verbieten lassen. Wir müssen, wollen und können mit entsprechenden Massnahmen auch während einer Pandemie Hockey vor Zuschauen spielen!», heisst es im Brief, hinter dem die Vereinspräsidenten der zwölf Klubs der National League stehen.

Die Vereine heben hervor, dass sie vorbildliche Schutzkonzepte entwickelt hätten, um in zu zwei Dritteln gefüllten Stadien zu spielen. Diverses sei aufgegleist worden, um die Saison vor reduziertem Zuschaueraufkommen zu Ende zu spielen. Die Aktionäre seien bereit, grosse Defizite in Kauf zu nehmen, solange die Existenz der Klubs nicht gefährdet sei.

«Wir wollen und könnten mit den Massnahmen und mit unseren Schutzkonzepten auch weiterhin Hockey vor maximal 2/3 unseres normalen Publikums spielen. Denn wir wollen nicht vor einem Virus kapitulieren, weder als Klubs noch als Menschen.» Die nun geplanten Entscheide würden die grossen Anstrengungen der Klubs wertlos machen. Die finanzielle Basis sei entzogen worden. «Das ist unfair, weil wir uns darauf ausgerichtet haben und das Parlament seine geplante Liquiditätshilfe darauf ausgerichtet hat.»

Der Brief schliesst mit einem Appell an die Entscheidungsträger: «Lassen Sie unsere Spieler Hockey spielen! Wenn sie das nicht vor Menschen mit Emotionen tun dürfen, weil Sie dies verboten haben, dann entschädigen Sie uns dafür und sprechen Sie à-fonds-perdu-Beiträge für die zusätzlich auferlegten Verluste. Stellen Sie sicher, dass das Schweizer Hockey nicht dem Coronavirus zum Opfer fällt.»

(sda/apa) Aleksander Aamodt Kilde hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Der Titelverteidiger im Gesamtweltcup wurde gemäss des norwegischen Skiverbandes nach der Rückkehr vom Weltcup-Auftakt in Sölden bei einem Routinetest positiv getestet. Kilde berichtete von leichten Krankheitssymptomen, er befindet sich in Isolation. Alle anderen Athleten aus dem norwegischen Team seien negativ getestet worden, hiess es.

Da der nächste Wettbewerb am 14. November ein Riesenslalom in Lech/Zürs ist, hat Kilde bei einem milden Verlauf gute Chancen, kein Rennen zu verpassen.

Für die Dodgers wäre es der erste Meistertitel seit 32 Jahren.

Für die Dodgers wäre es der erste Meistertitel seit 32 Jahren.

Kevin Jairaj / Reuters

(dpa) Die Los Angeles Dodgers sind in der Best-of-Seven-Serie der World Series wieder in Führung gegangen. Durch den 4:2-Erfolg am Sonntagabend (Ortszeit) gegen die Tampa Bay Rays fehlt ihnen nur noch ein Sieg, um den ersten Titel seit 32 Jahren einzufahren. In der Nacht auf Mittwoch könnte die Entscheidung im sechsten Duell fallen.

Im fünften Spiel erwischte Los Angeles einmal mehr den besseren Start und lag im zweiten Inning dank eines Homeruns von Joc Pederson mit 3:0 in Front. Die Rays unterstrichen indes ihre Comeback-Qualitäten und verkürzten auf 2:3. Die Chance, im vierten Inning die Partie zu drehen, vergab Tampa Bay jedoch. Den entscheidenden Homerun erzielte Max Muncy zum 4:2-Endstand.

Ein Schlüsselspieler war aber auch Dodgers-Pitcher Clayton Kershaw, der Nervenstärke bewies und sechs Strikeouts sammelte. Er sagte: «Wir haben uns vorgenommen, es zu schaffen. Alle stehen dahinter und nach der Niederlage im vierten Spiel sind wir mit einer neuen Perspektive hierhergekommen.»

Die World Series findet im texanischen Arlington im Globe Life Field bei reduzierter Stadionkapazität vor etwa 11 000 Zuschauern statt. Die MLB ist damit die erste grosse US-Liga, die ihren Meister vor Fans ermittelt.

(sda/dpa) Für die New England Patriots setzte es im sechsten Saisonspiel der NFL eine historische Niederlage ab. Beim 6:33 gegen die San Francisco 49ers kassierte das Team aus Foxborough die höchste Heimniederlage unter der Leitung von Bill Belichick. Der 68-Jährige steht den Patriots seit 2000 vor und führte das Team sechs Mal zum Titel in der National Football League. Zuletzt gewann Belichick mit den Patriots die Super-Bowl 2018.

In dieser Saison fand die erfolgsverwöhnte Franchise den Zugriff mit neuem Quarterback jedoch noch nicht. Unter Cam Newton, der als Spielmacher von Tom Brady übernahm, gewann New England erst zwei Mal. Gegen San Francisco warf Newton drei Interceptions.

Einen Rekord stellte derweil der 41-jährige Quarterback Drew Brees von den New Orleans Saints auf. Beim 27:24-Sieg gegen die Carolina Panthers brachte Brees 29 Pässe an den Mann, womit er als erster NFL-Spielmacher die Grenze von 7000 erfolgreichen Pässen durchbrach. Mit 7021 Completions führt der Super-Bowl-Champions von 2010 das Ranking vor dem neuen Tampa-Bay-Chef Brady (6520) an.

Tom Lüthi stürzt im Grand Prix von Teruel und scheidet aus (Archivbild).

Tom Lüthi stürzt im Grand Prix von Teruel und scheidet aus (Archivbild).

Martin Divisek / EPA

(sda) Die Negativ-Spirale bei Tom Lüthi dreht sich weiter nach unten. Der 34-jährige Emmentaler stürzte unverschuldet im Grand Prix von Teruel schon in der ersten Kurve.

Mit Rang 26, dem schlechtesten Qualifying-Ergebnis seit 2014 (Rang 27 in Argentinien), wäre es für Lüthi ohnehin schwierig geworden, in die Punkteränge zu fahren. Das «Unmögliche» war dann schon nach der ersten Kurve nicht mehr möglich zu machen. Der 20-jährige Malaysier Kasma Daniel riss Lüthi mit seinem Sturz ebenfalls ins Elend. Wenigstens konnte Lüthi in der Gesamtwertung seinen 9. Rang behaupten.

In der WM-Gesamtwertung hat der britische Pole-Setter Sam Lowes mit seinem dritten Sieg in Serie die Führung übernommen. Der 30-jährige Kalex-Fahrer, der wie Lüthi erfolglos eine Saison lang MotoGP-Luft geschnuppert hat (fünf WM-Punkte 2017), gewann souverän vor Fabio Di Giannantonio (8,4 Sekunden zurück) und Enea Bastianini (10,8).

In der Gesamtwertung liegt Lowes vor den letzten Rennen in Valencia (8. und 15. November) sowie dem Finale in Portugal (22. November) sieben Zähler vor Bastianini (178:171) und 16 Zähler vor Luca Marini, der nur Elfter wurde.

Franco Morbidelli feiert im Grand Prix von Teruel in Alcañiz seinen zweiten Triumph in der Königsklasse. Der 25-jährige Italiener, 2017 Weltmeister in der Moto2-Kategorie, hält auf seiner Yamaha während des ganzen Rennens das Suzuki-Duo mit Alex Rins und Joan Mir in Schach und siegt mit mehr als zwei bzw. fünf Sekunden Vorsprung.

«Ein fantastisches Gefühl, ich gab in jeder Runde alles und hatte sehr grossen Spass», sagte der Italiener, der vor zwei Jahren in der MotoGP bei Honda Teamkollege von Tom Lüthi war. Und er ist nach Fabio Quartararo (wurde nur Achter) erst der zweite Fahrer, der in dieser Saison mehr als ein Rennen gewinnen konnte.

Pole-Mann Takaaki Nakagami vergab mit einem Sturz in der 3. Kurve in Führung liegend nicht nur den ersten japanischen Podestplatz seit 2012 (Katsuyuki Nakasuga), sondern auch seine letzte Chance auf den WM-Titel.

Für die Nachfolge von Marc Marquez, der sein Comeback erst im nächsten Saison geben wird, kommen nach 11 von 14 Saisonrennen noch sechs Fahrer in Frage. Der noch sieglose Mir führt mit 137 Zählern vor Quartararo (123), Maverick Viñales (118), Morbidelli (112), Andrea Dovizioso (109) und Rins (105).

Der Freiburger Jason Dupasquier verpasste als 24. in der Moto3-Kategorie die Punkteränge um mehr als 15 Sekunden. Seinen 3. GP-Sieg feierte der Spanier Jaume Masia und bescherte Honda damit klassenübergreifend den 800. GP-Triumph. WM-Leader Albert Arenas, der bis zur Zielkurve in Führung lag, wurde Vierter.


MotoGP (23 Runden à 5,077 km = 116,7 km): 1. Franco Morbidelli (ITA), Yamaha, 41:47,652 (167,6 km/h). 2. Alex Rins (ESP), Suzuki, 2,205 Sekunden zurück. 3. Joan Mir (ESP), Suzuki, 5,376. - Schnellste Runde (5.): Morbidelli in 1:48,089 (169,0 km/h). - Nicht am Start: Marc Marquez (ESP), Honda (rekonvaleszent). Valentino Rossi (ITA), Yamaha (Corona). - 21 Fahrer gestartet, 15 klassiert.

WM-Stand (11/14): 1. Mir 137. 2. Fabio Quartararo (FRA), Yamaha, 123. 3. Maverick Viñales (ESP), Yamaha, 118. 4. Morbidelli 112. - Ferner: 15. Rossi 58.

Moto2 (21 Rd/106,6 km): 1. Sam Lowes (GBR), Kalex, 39:27,645 (162,1 km/h). 2. Fabio Di Giannantonio (ITA), Speed Up, 8,425. 3. Enea Bastianini (ITA), Kalex, 10,871. - Ferner: 11. Luca Marini (ITA), Kalex, 24,969. Gestürzt: Tom Lüthi (SUI), Kalex. Nicht am Start: Jesko Raffin (SUI), NTS (rekonvaleszent). - Schnellste Runde (2.): Lowes in 1:51,730 (163,5 km/h). - 30 Fahrer gestartet, 23 klassiert.

WM-Stand (12/15): 1. Lowes 178. 2. Bastianini 171. 3. Marini 155. - Ferner: 9. Lüthi 72. 28. Dominique Aegerter (SUI), NTS, 4.

Moto3 (19 Rd/96,4 km): 1. Jaume Masia (ESP), Honda, 37:44,602 (153,3 km/h). 2. Ayumu Sasaki (JPN), KTM, 0,051. 3. Kaito Toba (JPN), KTM, 0,152. - Ferner: 24. Jason Dupasquier (SUI), KTM, 21,606.

- Schnellste Runde (2.): Sergio Garcia (ESP), Honda, in 1:57,976 (154,9 km/h). - 30 Fahrer gestartet, 28 klassiert.

WM-Stand (12/15): 1 Albert Arenas (ESP), KTM, 157.

Nächstes Rennen: Grand Prix von Europa am 8. November in Valencia.

Football news:

Neymar ist nicht einmal unter den Top 30 der besten Spieler Europas. Ich werde es nicht kaufen. Barça-Präsidentschaftskandidat Freis über den Brasilianer Tony Freis hat erklärt, dass er im Falle seines Wahlsieges nicht wieder zu PSG-Stürmer Neymar zurückkehren wird
Lineker über Maradona: mit einer Absage hat der beste Spieler meiner Generation und wohl größte Fußballer aller Zeiten auf Berichte über den Tod des Ex-argentinischen Nationalstürmers Diego Maradona reagiert
Mit Kokain habe ich meinen Rivalen einen gefallen getan. Wie traurig es jetzt ist ..
Mourinho über The Best: es gibt Einfluss von Klubs in den Medien und Leute, die hinter den kulissen besser arbeiten
Alderweireld wird fehlen, Lamela kann beim nächsten Heimspiel gegen Tottenham-Trainer José Mourinho die Genesung von Abwehrspieler Toby Alderweireld und Abwehrspieler Eric Lamela verkünden
Maradona starb an Herzstillstand (Clarin)
Diego Costa wird wegen einer Thrombose der tiefen Venen des rechten Fußes nicht mit Lokomotive spielen