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Die Nähe zu den Glaubenden – sie ist wichtig für die neue Leiterin der Pfarrei Suhr-Gränichen

Kirchen sind oft geprägt vom Bild des Hirten, der seinen Schafen vorausläuft und ihnen den Weg zeigt. Dieser bevormunderischen Darstellung konnte Brigitta Minich aber nie viel abgewinnen. «In Israel, von wo das Bild stammt, ist es ganz anders», sagt sie.

Dort laufe die Hirtin den Schafen hinterher, begleite und beschütze sie. Damit identifiziert sich die neue Pfarreileiterin der katholischen Kirchgemeinde Suhr-Gränichen sehr. «Ich habe tiefen Respekt davor, dass die Menschen selber kompetent sind in ihrem Glauben.» Sie wolle die Menschen in ihrer Gemeinde deshalb gerne kennen lernen und ihnen vor allem zuhören.

Brigitta Minich ist seit Oktober neu in der Pfarrei Heiliggeist. Ihre Wahl zur Leiterin der Kirchgemeinde muss am 9. Februar noch an der Urne bestätigt werden. Zuvor war sie 16 Jahre im Pastoralraum Brugg-Windisch tätig, zuletzt als Seelsorgerin in Schinznach. Die 55-jährige vierfache Mutter und zweifache Grossmutter wuchs in Wädenswil auf. «Als Kind habe ich miterlebt, wie sehr sich meine Eltern für die dortige Pfarrei eingesetzt haben.»

Sie setzt sich für Familien ein

Beide waren Theologen. Bis Brigitta Minich zwölf Jahre alt war, arbeitete ihr Vater Helmut aber noch als Einspritzpumpenfachmann für Lastwagen. «Dass meine Eltern mit drei Kindern damals einen Berufswechsel gewagt haben, hat mich sehr geprägt», sagt sie. Man solle nie im Vorhinein sagen, dass etwas nicht möglich ist – diese Maxime begleite sie seitdem stets.

In Suhr sei sie auf eine junge, aufgeschlossene Kirchenpflege gestossen. Im Gespräch mit Pfarreimitgliedern erfuhr sie bereits, dass sich Familien mehr auf sie ausgerichtete Angebote und Begegnungsmöglichkeiten wünschen. Bereits umgesetzt hat Minich, dass in den Pfarrheimen in Gränichen und Suhr Kinderhochstühle und Wickeltische – erreichbar für Mütter und Väter – aufgestellt werden.

Im Raum Brugg hatte sie letztes Jahr eine Aktion für Familien mit Neugeborenen lanciert, die einen liebevoll gestalteten Koffer als Willkommensgruss erhielten. Da es keine Volkskirchen mehr gebe, wo alle hingehen, müsse die Kirche auf Nähe zu den Menschen setzen. «Dann hat sie eine Chance», sagt sie. Am Herzen liege ihr zudem die ökumenische Zusammenarbeit – auch mit Freikirchen. «Ich liebe meinen Beruf.»

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