Switzerland

Die Energie von Routinier Steiner

Und schon folgt der nächste Dämpfer. Der EHC Thun hat in der MSL-Abstiegsrunde die Auftaktpartie gegen Seewen trotz Überlegenheit, Chanenplus und 3:1-Vorsprung in der Verlängerung noch verloren (3:4). «Wir haben das Spiel mit einem schlechten letzten Drittel unnötig aus der Hand gegeben, immerhin haben wir einen Punkt gewonnen», hält Verteidiger Nicolas Steiner fest. Nach der Niederlage führen die Thuner die Tabelle zwar weiterhin an, aber die Abstiegssorgen sind sie noch nicht ganz los.

Das Spiel gegen die Schwyzer war symptomatisch für das Auf und Ab der Oberländer in dieser Saison: Zwei Runden vor Qualifikationsschluss waren die Thuner noch auf einem Playoff-Platz gelegen, befanden sich im Hoch; dann vergaben sie zwei Matchpucks und verpassten erstmals seit 2013 wieder die Playoffs und landeten im Jammertal. «Wir spielen oft sehr gut, weisen eine hervorragende Schussstatistik auf, aber die Torausbeute ist zu gering. Dadurch fehlen uns die entscheidenden paar Punkte auf dem Konto», bilanziert Sportchef Alex Reymondin.

Arbeiter statt Künstler

Und deshalb muss die junge Equipe immer wieder Dämpfer einstecken. «In solchen Situationen sind die älteren Spieler und die Teamleader gefordert, das ist absolut klar. Wir müssen mit positiver Energie vorangehen», sagt Nicolas Steiner. Der Routiniert ist einer von nur vier Akteuren im Team mit Jahrgang 1991. Er debütierte vor elf Jahren im Fanionteam und ist damit der Dienstälteste der Mannschaft.

«Egal ob einer jung oder alt ist, zuerst muss die eigene Leistung auf dem Eis stimmen.» Dabei sei jedoch wichtig, dass vor allem die älteren Spieler die entscheidenden Aktionen richtig machten, erst danach könnten diese helfen, die Jungen bei Bedarf aufzubauen und zu führen, betont der im Sommer 29 Jahre alt werdende Verteidiger.

Steiner fand im Oktober Aufnahme in den «300er-Club» der Thuner. Ausgerechnet in der Jubiläumspartie gelang ihm gegen Huttwil (3:1) mit dem 2:0 der siegbringende Treffer. Es ist bis anhin sein einziges Saisontor. Damit hat er den Wert aus dem Vorjahr egalisiert.

Mehr als vier Treffer pro Meisterschaft sind ihm noch nie gelungen. Der Schaffer ist kein Blender. Leidenschaft und Herzblut sind seine Tugenden, die defensive Absicherung seine Aufgabe. Dadurch steht er oft im Schatten der Torschützen. «Das ist kein Problem. Ich kenne meine Rolle im Team, und diese versuche ich zu erfüllen.»

Nur das Team zählt

Die eigene Skorerbilanz ist deshalb für den hauptberuflichen Versicherungsberater nebensächlich. «In meiner ganzen Karriere habe ich mit der Einstellung gespielt, dass nicht der persönliche, sondern nur der Erfolg des Teams zählt.» Und daran wird er auch in Zukunft nichts ändern. Vielmehr will Steiner dafür sorgen, dass die Mannschaft trotz dem erneuten Rückschlag bereits am Samstag in Huttwil wieder mit einer positiven Einstellung und viel Energie ans Werk gehen wird.

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