Switzerland

Die Deutsche Fussball-Liga muss sich nach einem Nachfolger für Christian Seifert umsehen

Der Geschäftsführer verlängert seinen 2022 auslaufenden Vertrag nicht. Die Nachfolgeregelung dürfte nicht leichtfallen.

Christian Seifert posiert mit der Meisterschale; per 2022 tritt er als Geschäftsführer der DFL zurück.

Christian Seifert posiert mit der Meisterschale; per 2022 tritt er als Geschäftsführer der DFL zurück.

Imago

Die Deutsche Fussball-Liga (DFL) verliert ihren Krisenmanager. Christian Seifert, der Geschäftsführer, informierte am Montagmorgen darüber, dass er seinen im Juni 2022 auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde. Seifert schrieb in einer Erklärung von «anspruchsvollen Zeiten, die danach verlangen, Klarheit und Verlässlichkeit zu schaffen. Das gilt für die DFL als Ganzes und auch für meine beruflichen Ambitionen.»

Seifert schrieb davon, dass er ein neues berufliches Kapitel aufschlagen wolle. Zwar dauert es noch bald zwei Jahre, ehe er seinen Posten räumen wird, Schlagzeilen produziert die Meldung indes reichlich: «Weit und breit ist niemand zu sehen, der Seifert gleichwertig ersetzen könnte», schreibt etwa die «Bild» ungeachtet des langen Zeitraums, in welchem die DFL nach einem geeigneten Nachfolger suchen kann.

Vorbildliches Konzept

Ein leichtes Unterfangen dürfte die Nachfolgeregelung allerdings nicht werden. Im Zuge der Pandemie hat sich der 51-Jährige über den Fussball hinaus einen hervorragenden Ruf erworben. Sein Krisenmanagement galt nicht nur in Deutschland als vorbildlich. Er kommunizierte klar und in regelmässigen Abständen, stellte sich in Medienkonferenzen kritischen Fragen, vor allem aber brachte die DFL unter seiner Führung ein Hygienekonzept auf den Weg, das im Mai die Rückkehr in die Stadien wieder möglich machte, wenn auch zunächst vor leeren Rängen. Das sorgte dafür, dass die Klubs zumindest die TV-Einnahmen und somit den grössten Posten ihres Budgets erhielten.

Darüber, dass sein Image vor der Covid-19-Krise ein anderes war, ist sich Seifert im Klaren: «Ich diente jahrelang als Gesicht der Kommerzialisierung. Die Deutsche Fussball-Liga wird oft darauf reduziert, dass sie alle vier Jahre eine Fernsehausschreibung macht, immer mehr Geld generiert und damit vermeintlich immer höhere Gehälter bezahlt werden können», sagte er im September in einem Interview mit der NZZ.

Rekordsumme 2016

Seit 2005 ist Seifert für die DFL als Geschäftsführer tätig. Zuvor war er Vorstandsvorsitzender der KarstadtQuelle New Media AG. Dass die DFL den Vertrag gern verlängert hätte, verwundert nicht. Seifert gelang es, die TV-Erlöse auf ein zuvor nur schwer vorstellbares Niveau zu hieven. Erst im Sommer hat die DFL einen neuen TV-Vertrag präsentieren können, der trotz Pandemie nur unwesentlich geringer ausfiel als das 2016 erzielte Rekordergebnis von 1,16 Milliarden Euro jährlich. Als Seifert 2005 begann, waren es 400 Millionen Euro. Sich an solchen Zahlen messen zu lassen, dürfte angesichts der von Seifert zitierten «anspruchsvollen Zeiten» zukünftig wohl erheblich schwieriger werden.

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