Switzerland

«Die Bilder brennen sich ein»: Die Tragödie von Wädenswil

Ein niedergedrückter Zaun, verkohlte Büsche und Brandgeruch. Noch Stunden nach dem Fahrzeugbrand auf dem Wädenswiler Seeweg lässt sich erahnen, welche Tragödie sich hier am Donnerstagnachmittag abgespielt haben muss. Um 13.30 Uhr wurde die Kantonspolizei Zürich wegen eines Personenwagens in Vollbrand alarmiert. Nach den Löscharbeiten, so wird die Polizei später berichten, stellten die Einsatzkräfte im Fahrzeugwrack die sterblichen Überreste einer Person fest.

Der Löscheinsatz der Feuerwehr, aber auch die Bergungsarbeiten waren höchst komplex. Der Seeweg liegt eingeklemmt zwischen Zürichsee und Bahnlinie. Kommt dazu, dass der Brandort des Fahrzeugs an einer engen Stelle liegt, just dort, wo nachher der reine Fussweg zur Bretterbadi beginnt. Hier ein Fahrzeug zu löschen, ist äusserst schwierig. Weil die Feuerwehr den Brand vom Parkplatz auf der anderen Gleisseite aus unter Kontrolle bringen musste, war auch der Bahnverkehr über Stunden stark beeinträchtigt und zeitweise eingestellt.

Ein Care-Team stand im Einsatz

Warum gerät ein Auto ausgerechnet an dieser Stelle in Brand? Warum ist dort überhaupt jemand mit einem Fahrzeug unterwegs? Diese Fragen stellen sich viele im Ort nach dem tragischen Ereignis. Bei der Kantonspolizei Zürich hält man sich bedeckt, was Erkenntnisse zum Brand betreffen. Bestätigen will Mediensprecher Florian Frei am Freitagmorgen lediglich, dass inzwischen das Todesopfer identifiziert wurde. Beim Toten handelt es sich um eine männliche Person. Angaben über sein Alter und seine Herkunft will die Polizei aus Pietätsgründen nicht machen. Ein Delikt stehe aufgrund des aktuellen Erkenntnisstandes nach wie vor nicht im Vordergrund.

Ein tödlicher Brand wie jener in Wädenswil beschäftigt die Einsatzkräfte. «Solche Ereignisse kommen zum Glück nicht täglich vor, aber die Bilder der Vorfälle brennen sich ein», sagt Jan Bauke, Stellvertretender Kommandant der Feuerwehr von Schutz & Rettung Zürich. Solche Einsätze könne man nicht vergessen, meint Bauke. Er spricht aus Erfahrung, hat selber Fahrzeugbrände erlebt, bei denen erst während des Brandes klar wurde, dass sich noch Personen im Auto befanden. «Wichtig ist, dass man solche Einsätze im Team bespricht und wenn nötig auch auf die Hilfe eines Care-Teams zurückgreift.»

Diese Unterstützung haben auch einige Einsatzkräfte nach dem Brand in Wädenswil in Anspruch genommen. Bauke hat das Care-Team der kantonalen Feuerwehren ins Leben gerufen und weiss deshalb, wie lange der Verarbeitungsprozess eines solchen Einsatzes dauern kann. «Jeder soll sich die Gedanken so oft wie nötig von der Seele reden können.»

Die Überlebenschance ist gering

Steht ein Auto einmal in Vollbrand, ist die Chance gering, im Fahrzeuginneren zu überleben. Deshalb rät Bauke, bei einem Feuer oder einer Rauchentwicklung am Fahrzeug lieber einmal zu viel den Feuerwehrnotruf 118 zu wählen. «Wenn man kann, sollte man sofort aus dem Auto flüchten und nicht noch Gegenstände zusammensuchen», rät der Feuerwehrmann. Denn jeder Brand entwickle sich anders. Ist der Motor oder die Treibstoffleitung betroffen, geht alles schnell, bei einem Kurzschluss langsamer. Aber, sagt Bauke realistisch: «Ein brennendes Auto rettet man ohnehin nicht.» Für die Feuerwehren gehe es deshalb bei solchen Einsätzen auch darum, die Umgebung zu schützen.

Immerhin in einem Punkt kann Bauke in Sachen Fahrzeugbrände etwas beruhigen: Weil bei einem Auto so ziemlich alles brennt, entsteht zwar viel Rauch. Aber: Ein Auto fliegt bei einem Brand nicht einfach in die Luft: «Das passiert nur in Hollywood.» Wenn es knallt – wie auch in Wädenswil beobachtet –, dann seien es meist Airbags oder Pneus, die Lärm verursachten.

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