Switzerland

Die 180 000 Impftermine für die breite Bevölkerung in Zürich sind alle vergeben – die wichtigsten Antworten zum Thema im Überblick

In Zürichs Impfzentren wird seit Ende März das Corona-Vakzin verabreicht. Seit dem 7. Mai können nun alle Personen über 16 einen Termin buchen, sobald wieder neue freigeschaltet werden.

Eine Frau wartet mit ihrer Nummer, bis sie an der Reihe ist für ihre Corona-Impfung.

Eine Frau wartet mit ihrer Nummer, bis sie an der Reihe ist für ihre Corona-Impfung.

Alexandra Wey / Keystone

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Der Kanton Zürich nahm die regionalen Impfzentren gestaffelt in Betrieb. Die grossen Impfzentren des Kantons Zürich sind seit Anfang April geöffnet. Sie sind auf 11 Standorte im Kanton verteilt. Seit Dienstag, 6. April, wird in Zürich Oerlikon, Winterthur, Dietikon und im Triemli geimpft. Am Tag darauf ging es in Bülach, Wetzikon, Meilen und Uster los. Die Impfzentren in Affoltern und Horgen starteten am Donnerstag, 8. April.

Die Standorte der Impf-Apotheken im Kanton Zürich finden Sie hier.

Welche Kapazität die elf Impfzentren haben und wer sie führt

Standort Kapazitäten (maximal/Tag) Betreiber Start
Messe Zürich 2000 4000 Hirslanden-Gruppe 6. April
Winterthur, Rieterareal Töss 1000 2000 Medbase mit Kantonsspital Winterthur 6. April
Stadtspital Triemli 600 1000 Stadtspital Triemli 6. April
Universität Zürich, Hirschengraben 600 Institut für Epidemiologie UZH 4. Januar
Affoltern a. A., Hotel Holiday Inn Express 600 Spital Affoltern a. A. 8. April
Meilen, Turnhalle Dorfprovisorium 500 1000 Spital Männedorf 7. April
Bülach, Stadthalle 500 1000 Spital Bülach 7. April
Uster, Sportareal Buchholz 500 1000 Spital Uster und Joël Meier 7. April
Horgen, Seehallen 87 500 See-Spital Horgen 8. April
Wetzikon, Kunsteisbahn 400 1000 Stadt Wetzikon mit GZO-Spital Wetzikon 7. April
Dietikon, Stadthalle 400 Spital Limmattal 6. April

Die Gesundheitsdirektion bietet seit dem 7. Mai allen Personen ab 16 Jahren Impftermine an. Ab Ende Mai können damit alle Bevölkerungsgruppen Vakzine bekommen. In einem ersten Schritt wurden in den Impfzentren und in Apotheken rund 180 000 Termine für Ende Mai und die erste Juni-Hälfte freigeschaltet, diese Termine waren am frühen Nachmittag bereits alle vollständig ausgebucht, wie die Gesundheitsdirektion auf Twitter verkündete.

Sofern die Impfstofflieferungen zuverlässig eintreffen, sollen für Juni bald weitere Impftermine freigeschaltet werden. Wenn die grösseren Impfstoffmengen kommen, planen die Zentren ihre Öffnungszeiten zu erweitern. Der Ansturm nach der Ankündigung war gross, beim Log-in kam es zu Verzögerungen. Auf Twitter beschwerten sich Leute, dass die Plattform nicht nutzerfreundlich sei. Es konnte sein, dass man einen Termin buchte, dieser dann aber bereits vergeben war. So mussten einige Impfwillige mehrmals neue Daten auswählen, bis sie schliesslich buchen konnten. Zu den Reaktionen

Mehr zu den Impfgruppen erfahren Sie hier.

Personen, die bereits eine Covid-19-Erkrankung hatten, wird von der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (Ekif) empfohlen, die Impfung erst sechs Monate nach der Erkrankung durchzuführen. Ausgenommen sind die besonders gefährdeten Personen, die bereits nach drei Monaten eine Impfung erhalten sollen.

Zudem wird neu empfohlen, dass Personen mit bestätigter Covid-19-Erkrankung nur noch eine Dosis mRNA-Impfstoff erhalten. Hiervon ausgenommen sind immunsupprimierte, besonders gefährdete Personen, die weiterhin zwei Impfdosen erhalten sollen.

Personen, die bereits eine Covid-19-Erkrankung durchgemacht haben, sollten zum ersten Impftermin die Laborbestätigung oder ein ärztliches Attest mitbringen. Wenn die Person die Erstimpfung schon erhalten hat und der Termin zur Zweitimpfung gebucht ist, soll dieser wahrgenommen werden. Dabei ist die Bestätigung einer durchgemachten Covid-19-Erkrankung mitzubringen, sie wird nach erfolgter Prüfung hochgeladen. Die Zweitimpfung wird gegebenenfalls nicht durchgeführt und eine Impfbestätigung ausgehändigt.

Die Anmeldung erfolgt Schritt für Schritt. Nebst Angaben zur Person brauchen Sie eine E-Mail-Adresse sowie Ihre Krankenkassenkarte. Der auf der Karte aufgeführte zwanzigstellige Code muss im Formular eingegeben werden. Zudem müssen Sie allfällige chronische Krankheiten beschreiben. Dasselbe gilt für die Lebensumstände (z. B., mit wie vielen Personen Sie zusammenwohnen). Nebst einem Internetzugang brauchen Sie ein Handy, denn die Anmeldung muss per SMS bestätigt werden. Wer kein Internet oder kein Handy hat, kann sich via Impfhotline (Nummer 0848 33 66 11) telefonisch anmelden. Wie das genau geht, erfahren Sie weiter unten.

In einem ersten Schritt erfolgt die Registrierung auf der Anmeldeplattform. Im zweiten Schritt können Sie auf der Plattform die beiden Impftermine sowie das Impfzentrum auswählen. Nach Abschluss der Buchung erhalten Sie einen persönlichen Code. Diesen müssen Sie zur Impfung mitnehmen – zusammen mit Ihrem amtlichen Ausweis, Ihrer Krankenversicherungskarte und allfälligen Zusatzunterlagen.

Nach wie vor empfiehlt die Gesundheitsdirektion Personen mit Vorerkrankungen, sich bei ihrer Ärztin oder ihrem Arzt impfen zu lassen. Wollen sie die Spritze dennoch in einem Impfzentrum verabreicht bekommen, brauchen sie dafür zwingend ein Attest ihres behandelnden Arztes.

Die Hausärzte verimpfen zurzeit noch die letzten Impfdosen der Zweitimpfungen, die sie für den Mai erhalten haben. Wie es danach weitergeht, ist offen. Noch sei unklar, wie viele Hausärztinnen und -ärzte sich danach noch beteiligen werden, sagt Josef Widler, der Chef der Zürcher Ärztegesellschaft, auf Anfrage. Man sei froh, dass man die meisten Risikopatienten habe impfen können. Doch mit den jetzigen Tarifen werde man nicht weiterimpfen. «Auch mit einer Krankenkassenabgeltung von 33 Franken für unter 65-Jährige schreiben Praxen noch rote Zahlen», so Widler. Diese Tarife gelten noch bis Ende Juni. Ab dann würden die Ärzte pro Impfung 16.50 CHF erhalten. «Alleine die Administration kostet schon mehr, als man uns zahlt», sagt Widler.

Laut Widler kann es gut sein, dass die Hausärzte im Herbst für die Auffrischung der Impfungen wieder zum Zuge kommen. Dafür brauche man aber einen «anständigen Tarif wie Tarmed», sagt Widler. Zudem brauche es bessere Planungssicherheit. Bis anhin hätten die Praxen jeweils eine Woche vorher erfahren, dass die 100 Dosen eintreffen – dies sei ein riesiger Organisationsaufwand. Immer öfter sei es zudem vorgekommen, dass Personen kurz vorher absagten, weil sie in einem Impfzentrum einen Termin ergattern konnten. Mindestens einen Monat Vorlaufzeit brauchen die Arztpraxen laut Widler.

Ja, das geht. Seit Anfang Mai impfen in Zürich auch die Apotheken. Die Anmeldung läuft über das kantonale Registrierungs-Tool, das auch für die Impfzentren verwendet wird. Für den Mai haben die Apotheken 36 000 Impfdosen zugesprochen erhalten. Ihre volle Kapazität schöpfen die Apotheken aber erst im Juni aus. Ab dann werden sie pro Monat 75 000 bis 80 000 Impfungen vornehmen. Insgesamt beteiligen sich 160 Apotheken im Kanton am Impfprogramm. Die Standorte der Impf-Apotheken im Kanton Zürich finden Sie hier.

Wer kein Handy, keinen Computer oder kein Internet hat, kann sich via Impfhotline (Nummer 0848 33 66 11) anmelden und einen Termin buchen. Pro Senectute Kanton Zürich bietet zudem impfwilligen Personen über 60 Jahren, die sich nicht selber online anmelden können, Unterstützung an. Interessierte können sich von 8 Uhr 30 bis 12 Uhr und von 13 Uhr 30 bis 17 Uhr unter der Telefonnummer 058 451 51 50 melden.

Laut Angaben des Bundes hat der Kanton Zürich bisher 524 650 Impfdosen ausgeliefert bekommen, 457 107 davon wurden bereits verabreicht. 327 476 Personen haben eine Impfung erhalten, damit haben 21,3 Prozent der Zürcher Bevölkerung bereits eine erste Vakzin-Dose verabreicht bekommen. 129 631 sind vollständig geimpft. Bis Freitag (7. 5.) haben sich im Kanton Zürich 750 000 Personen für eine Covid-19-Impfung registriert.

Im Arbeitsrecht ist die Corona-Impfung vergleichbar mit einem Arzttermin. Arbeitnehmern ist gemäss Art. 329 des Obligationenrechts die nötige freie Zeit zu geben, um beispielsweise einen Arzttermin wahrzunehmen. Bei einer Anstellung im Monatslohn wird hier in der Regel kein Lohnabzug gemacht.

Die Termine sollten aber wo möglich so gelegt werden, dass sie nicht in die Arbeitszeit fallen, wie Michèle Stutz, Fachanwältin SAV Arbeitsrecht und Partnerin bei MME Legal Tax Compliance, gegenüber der NZZ erklärt. Gerade wer viel Flexibilität habe, also zum Beispiel bei gleitender Arbeitszeit oder bei einer Teilzeit-Anstellung, sollte den Termin möglichst in der Freizeit wahrnehmen.

Allerdings sei dies nicht immer möglich, gerade wenn die Arbeitnehmer Vollzeit arbeiteten oder die Termine rar und nicht frei wählbar seien. Hier ist die notwendige Zeit für den Arztbesuch – oder eben den Impftermin – vom Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen. «Etwa eine Stunde sollte man sicher gewähren», sagt Stutz.

Je nach Anstellungsverhältnis gibt es also Unterschiede. Am besten wendet man sich mit diesen Fragen direkt an den Arbeitgeber, es ist auch in seinem Interesse, dass seine Mitarbeiterinnen möglichst rasch geimpft werden.

Das Anmeldeprozedere für Impfwillige hat im Kanton Zürich eine leidvolle Vorgeschichte. Ende Dezember ist die damalige Plattform unter dem Ansturm der Impfwilligen kollabiert. Das hat dem Kanton harsche Kritik eingebracht. Da die damalige IT-Lösung des Bundes nicht funktionierte, kündigte die Gesundheitsdirektion die Entwicklung einer eigenen App an. Diese stand zwar schon Ende Januar bereit, doch zum Einsatz kommen wird sie nie.

Zürich kooperiert nun mit dem Kanton Bern. Von dort hat man fertige Tools erhalten, die sich bereits bewährt haben. Was die ungenutzt bleibende Zürcher Lösung gekostet hat, will die Behörde nicht sagen. Zu den finanziellen Details von Verträgen gebe man keine Auskunft.

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