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Deutsche Journalisten sind nach Wuhan gereist – was sie berichten, ist nicht erfreulich

Deutsche Journalisten sind nach Wuhan gereist – was sie berichten, ist nicht erfreulich

Noch immer darf niemand Wuhan verlassen. Doch seit wenigen Tagen darf man wieder in die chinesische Metropole reisen. Wuhan gilt als Ursprung des Coronavirus und war nach dem Ausbruch von den Behörden komplett isoliert worden. Nun, gut acht Wochen nach der Quarantäne, sind zwei deutsche Korrespondenten in Wuhan angekommen und berichten aus dem Ort.

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ZDF-Korrespondent Ulf Röller spricht von einer «bizarren Atmosphäre», die in der Stadt herrsche. Die Strassen seien leer, es habe kaum Menschen auf der Strasse, alles wirke geisterhaft.

Hier berichtet Ulf Röller aus Wuhan

Röller fuhr mit dem Zug nach Wuhan. Bei der Ankunft am Bahnhof sei er als erstes abgesprüht und desinfiziert worden, sagte er dem «heute»-Magazin des ZDF. Danach sei er zu einem Sicherheitscheck geführt worden, wo er sein Handy und seinen Pass abgeben musste.

Damit hätten die chinesischen Einwanderungsbehörden ein Bewegungsprofil von ihm erstellt, das zeigt, wo er sich in den letzten Tagen und Wochen aufgehalten habe. So haben die Beamte erfahren, dass Röller Peking die letzten 14 Tage nicht verlassen hatte – zu seinem Vorteil. Wäre er aus Deutschland eingereist, hätten ihn die Chinesen nicht ins Land gelassen, «weil China ganz klar davon ausgeht, dass das Virus jetzt aus dem Ausland kommt», so Röller.

Auch «Spiegel»-Korrespondent Bernhard Zand reiste per Hochgeschwindigkeitszug von Peking nach Wuhan. Schon im Zug lief das Zugpersonal mit Fiebermessern durch die Reihen und mass jedem Passagier die Körpertemperatur.

«Wuhan ist eine Stadt in Trauer, in grosser Düsternis», sagt Zand. Und Besserung ist derzeit nicht in Sicht. Denn die Einwohner der Millionenmetropole sind erneut dazu angehalten worden, in den eigenen Häusern zu bleiben. «Die Regierung hat die Menschen aufgefordert, durchzuhalten und mindestens bis zum 8. April vorsichtig zu sein und nicht hinauszugehen», sagt Zand. Für eine Bevölkerung, die bereits seit Wochen total abgeriegelt lebt, keine einfache Situation.

Grund für die erneute Aufforderung der Behörden ist die grosse Angst vor der zweiten Infektionswelle. Obwohl die von den Chinesen kommunizierte Zahl der neuen Infektionsfälle in Wuhan seit Februar deutlich zurück ging, schätzen die Behörden das Risiko eines Rückfalls nach wie vor als hoch ein. Denn in China beherrscht derzeit ein weiteres Problem die Diskussion, sagt ZDF-Korrespondent Ulf Röller: Offenbar ist die Zahl jener, die mit dem Virus infiziert sind, aber keinerlei Symptome zeigen, sehr hoch. Das heisst, dass die Dunkelziffer sehr viel höher ist und das mache «grosse, grosse Sorgen».

Die Lage vor Ort hatte sich zuletzt entspannt, die strengen Reisebeschränkungen wurden bereits Ende März aufgehoben. Zehntausende kehrten nach Wiederaufnahme der Zugverbindungen zurück in die Millionenstadt Wuhan. Bis zum 8. April ist allerdings nur die Einreise nach Wuhan erlaubt. Erst danach können Chinesen die Stadt mit mehr als zehn Millionen Einwohnern auch wieder verlassen. (meg)

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