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Switzerland

Design auf dem Gipfel, Stille auf der Piste

Nach einer klirrend kalten Nacht verspricht der Himmel einen Prachttag. Auf den Pisten liegen fünf Zentimeter unberührter Neuschnee. Wir fahren am Chäserrugg los, weiter durchs Schwiloch und gleiten durch einen frisch verschneiten Tannenwald. Am Chäserrugg wird das Skifahren zu einem erholsamen Naturerlebnis in grosser Stille. Skifahren am Chäserrugg hat Stil.

Einen Gipfel ostwärts, auf dem Gamserrugg, geht es urschweizerisch zu. In der einfachen Hütte gibt es keinen Internetzugang, es wird in bar bezahlt, und wer Schnitzel mit Pommes bestellt, geht leer aus. Besonders gemütlich wirds, wenn der Wind am Dach rüttelt. Über den Sommer wohnt hier der Schäfer und hütet 600 Tiere. Im Winter verwandelt sich das Häuschen in eine Skihütte.

Wirtin Caroline Osterwalder fährt jeden Tag mit dem Skilift zur Arbeit. Geht die Sicht bei Nebel gegen null, kehrt sie kühn auf dem Trassee des Skilifts heim, um die Orientierung zu behalten. Auf dem Gamserrugg Gastgeberin zu sein, ist kein leichter Job.

Von der nostalgischen Skihütte aus sieht man hinüber zum Nachbargipfel Chäserrugg, wo stylishes Design die Bergwelt seit vier Jahren bereichert. Das lichte, mit einheimischem Holz gebaute Gipfelrestaurant der Architekten Herzog & de Meuron aus Basel steht diskret hinter der Krete – vom Walensee aus bleibt es unsichtbar.

Architektur und Natur

«Wie kann man heute vernünftig in den Bergen bauen? Diese Frage hat die Architekten und uns umgetrieben», erklärt Matthias Eppenberger. Seine Frau Melanie und er haben die Neugestaltung des Ausflugs­gebiets Chäserrugg initiiert und stimmig bis zur Farbe der Schrauben bei den Gondeln umgesetzt. Von der Terrasse aus bietet sich ein grandioses Naturspektakel. Über dem Walensee aufsteigende Wolken erinnern an wilde Wellen. Auch wer nicht Ski fährt, kann Zeuge dieses Naturspektakels werden, wenn er bei einem eineinhalbstündigen Rundgang über die Hochebene des Rosenbodens wandert. Das grosszügige Gebäude wurde mit lokalem Holz gebaut. Foto: Alex Singenberger

Auf dem Chäserrugg nimmt sich die Architektur der örtlichen Gegebenheiten an und gewinnt dadurch an Schönheit. Das ist nicht nur auf dem Gipfel so, sondern auch bei Nebengebäuden. Der Pavillon Espel gleicht sich unauffällig den benachbarten Bauerngebäuden an. Natur und Architektur sind sich im Toggenburg nahe. Eine Gämse steht nur 20 Meter hinter der Bergstation Ruestel im tiefen Schnee. Aus der Gondelbahn ist zu beobachten, wie ein halbes Dutzend Tiere oberhalb der Station Stöfeli nach Futter scharrt. In dieser idyllischen Winterlandschaft wagen sich auch ungeübte Schneesportler wieder auf die Ski.

Zwei Gipfel – drei Zubringer

Die Hänge der Churfirsten und des anschliessenden Gamserrugg eignen sich für Kinder. Skischulen gibt es bei allen drei Zubringerbahnen. Die Kleinsten machen ihre ersten Versuche in den Kinderländern bei den Talstationen von Wildhaus und Alt St. Johann. Später wechseln sie in die Schneesportschulen im sonnigen Iltios oder im familiären Oberdorf ob Wildhaus.

«Bis 450 Kinder nehmen an unseren Wochenkursen teil – und die Nachfrage steigt», sagt Jürg Schustereit von den Bergbahnen Wildhaus. «Viele Ski­lager werden in Wildhaus durchgeführt, und für alle Fahrerinnen und Fahrer findet sich eine passende Piste – von hellblau bis schwarz», sagt er. Zwischen Freienalp und Oberdorf gibt es für Skifahrer und Snowboarder einen Park mit Hügeln, Wellen, Kurven und einem 360-Grad-Kreisel mit Tunnel. Hier betreiben Jugendliche auch selber eine Bar.

Wo sich Kinder wohlfühlen, werden Familien schnell zu Stammgästen. Das Toggenburg mit den imposanten Churfirsten hält nämlich auch für ambitionierte, erwachsene Skifahrer viel Abwechslung bereit. Stolz ist Skischulleiter Alex Singenberger auf die 8,5Kilometer lange Ostabfahrt auf einem naturbelassenen Trassee. Zuerst quert man eindrückliches alpines Gelände, bevor man durch liebliche Wälder und über weisse Wiesen hinunter ins Tal gleitet. Während die Eltern die Abfahrten zelebrieren, durchlaufen die Kinder den Skischulunterricht. Sie erhalten eine Auszeichnung nach der anderen – von Bär, Pinguin, Känguru bis zum Level Black Prince/Princess. Mit Medaillen am Hals und Diplomen im Sack geht es dann wieder nach Hause – bis zum nächsten Jahr.

Die Reise wurde unterstützt von Toggenburg Tourismus,Toggenburg Bergbahnen und Bergbahnen Wildhaus.

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