Switzerland

Der Zürcher Stürmer schiesst Tor um Tor um Tor: Suter läuft Hofmann den Rang ab

Pius Suter ist die Bescheidenheit in Person. Nach dem 4:1-Sieg in Zug auf seine vier Treffer angesprochen, relativiert der ZSC-Stürmer sogleich: «Zwei davon waren ja ins leere Tor.» Egal, viermal getroffen hat der 23-Jährige dennoch. Und das nicht zum ersten Mal! Im August 2017 in der Champions Hockey League gewannen die Lions in Frankreich gegen Gap Rapaces gleich mit einem 10:1, auch da beteiligte sich Suter mit vier Toren am Erfolg.

Einen Hattrick (oder mehr) hat Suter in der National League aber bisher noch nicht auf seinem Konto gehabt. «Das wird vermutlich so schnell auch nicht wieder vorkommen.» Obwohl, bei seiner Genialität vor dem Tor ist das nicht auszuschliessen. Bei den ersten beiden Treffern gegen Zug aus kurzer Distanz hatte Genoni nicht den Hauch einer Abwehrchance. «Da habe ich einfach instinktiv geschossen», beschreibt Suter.

Instinkt. Eines seiner Markenzeichen. Dieser Torriecher wird Schweizer Spielern auf internationalem Parkett manchmal als Manko attestiert. «Das ist bloss ein Vorurteil.» Bei Suter wird dieser Instinkt gepaart mit Ehrgeiz und Spielfreude. Das Resultat: Mit 29 Toren führt der Zürcher derzeit die Skorerliste an. Vor dem vor dieser Saison gehypten Goalgetter Gregory Hofmann (Zug) sowie Rappis Kevin Clark mit je 23 Goals.

«Oftmals stehe ich auch falsch»

Suters Erfolgsrezept: «Wenn man nicht der grösste Stürmer ist, muss man einen anderen Weg finden, um Tore zu schiessen. Man muss zum Beispiel lesen, was der Goalie macht oder wissen, wo der Puck hingeht.» Beides versucht er. «Oftmals stehe ich auch ganz falsch, aber das merkt dann niemand.»

Oder eben viermal richtig wie gegen Zug. Suter ist nun auf bestem Weg, der erste Schweizer Topskorer der Qualifikation zu werden seit 2012 und Damien Brunner. Die Werte des damaligen Zug- und heutigen Biel-Stürmers: 24 Tore und 36 Assists in 45 Partien. In der aktuellen Skorerliste liegt Zugs Hofmann bei gleicher Anzahl Assists (22) noch sechs Zähler hinter Suter.

Den Rekord eines Schweizer Torschützen hält übrigens immer noch Peter Jaks (†) mit 39 Treffern in 36 Spielen für Ambri in der Saison 1986/87.