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Der Vaduzer machts «im Ibrahimovic-Stil!»: Schmied ist der gefährlichste Verteidiger der Liga!

Vier Treffer in fünf Partien! Bei dieser Torquote wird so mancher Super-League-Stürmer neidisch. Die Rede ist von Joël Schmied. Der Verteidiger des FC Vaduz verblüfft aktuell die Liga mit seiner Megaform – und das in seiner ersten Saison auf höchster Ebene.

Der 22-jährige Berner spielt bis letzten Sommer in der Challenge League, erst bei Rapperswila-Jona, dann beim FC Wil, bei dem er mit drei Saisontreffern seinen Torinstinkt ein erstes Mal angedeutet hat. Jetzt? Ist er quasi die Lebensversicherung der Vaduzer, die ohne seine Tore in den letzten Runden gegen Lugano (1:1), Zürich (3:2) und St. Gallen (2:1/Doppelpack) wohl nicht mehr in Schlagdistanz zur Konkurrenz im Abstiegskampf wären.«Ich bekomme einfach super Bälle zugespielt, Milan Gajics Freistösse und Eckbälle sind top!», meint Schmied ganz bescheiden.

«Fast schon im Ibrahimovic-Stil»

Nur: Die Effizienz und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor muss man Schmied erst einmal nachmachen. Blue-Experte Rolf Fringer schwärmt nach dem Tor zum 2:1 über St. Gallen im Studio, als der Verteidiger den Ball herrlich volley in die Maschen drischt: «Das ist technisch perfekt. Fast schon im Ibrahimovic-Stil!»

Ein Vergleich mit der schwedischen Fussball-Legende (39), die für Milan noch immer regelmässig wichtige Tore schiesst – «das hört man schon nicht alle Tage», gibt Schmied lachend zu. Kurz darauf ergänzt er: «Manchmal weiss ich selbst nicht, wie ich sie reinmache…» Ob der torgefährlichste Verteidiger der Liga in dieser Form noch lange in Vaduz bleibt? «Aktuell mache ich mir keine Gedanken über meine Zukunft», sagt der frühere YB-Junior (U11 bis U21).

Obs gar mal zurück nach Bern geht? «Klar ist es ein Traum von jedem YB-Junior, einmal in Gelbschwarz im Wankdorf aufzulaufen. In meiner Familie sind alle YB-Fan.» Den Draht zum Meister hat Schmied jedenfalls auch neben dem Platz. YB-Keeper David von Ballmoos (26) ist sein Schwager.

«Wir waren zu Beginn viel zu brav»

Doch erst einmal will der 1,88 m grosse Abwehrhüne mit Vaduz den Ligaerhalt schaffen. Und hierbei strahlt er ebenso viel Sicherheit aus wie beim Abschluss vor einem seiner total fünf Saisontore.

Dass der FCV nach den schwachen ersten Monaten in die Spur gefunden hat, habe einen guten Grund: «Wir wissen jetzt, was es in dieser Liga braucht», erklärt Schmied. Nämlich? «Zu Beginn waren wir viel zu brav. Jetzt können wir mit Kampf und Emotionen ein Spiel auf unsere Seite kippen.» Auch Trainer Mario Frick sagt dazu: «Niemand spielt gerne gegen uns.» Schmied fügt an: «Es ist ein gutes Zeichen, wenn sich die Gegner zu nerven beginnen – und sich gegenseitig anmotzen, wenn sie gegen uns antreten.»

Ob das heute auch im Kellerduell mit Sion der Fall ist? Schmied sagt zum Gastspiel im Wallis trocken: «Verlieren verboten!»

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