Switzerland
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Der Schweizer Waffenlieferant der RAF – wie ein Bühnenkünstler in die Militanz abgeglitten ist

Fieberhaft fahnden deutsche Ermittler im Frühling 1972 nach der untergetauchten Baader-Meinhof-Gruppe. Ein Zürcher geht in dieser Zeit bei der Führungsriege der RAF ein und aus. Auf Bestellung liefert er während der blutigen «Mai-Offensive» die gewünschten Waffen.

Fahndungsplakat zur Baader-Meinhof-Bande 1972 – nachweislich in Kontakt ist der Schweizer Waffenlieferant zu dieser Zeit mit Ulrike Meinhof, Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Holger Meins, Jan-Carl Raspe und Irmgard Möller.

Fahndungsplakat zur Baader-Meinhof-Bande 1972 – nachweislich in Kontakt ist der Schweizer Waffenlieferant zu dieser Zeit mit Ulrike Meinhof, Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Holger Meins, Jan-Carl Raspe und Irmgard Möller.

Imago

Am 31. Mai 1972 verursacht die bis dahin grösste Fahndungsaktion der Bundesrepublik Deutschland ein riesiges Verkehrschaos. Mit dem Einverständnis von Innenminister Hans-Dietrich Genscher werden dem Bundeskriminalamt (BKA) temporär sämtliche Polizeistellen des Landes unterstellt. Mobile Einsatztruppen verschieben sich per Helikopter, errichten Strassensperren und kontrollieren Autos und deren Insassen. Die Folge ist ein gigantischer Stau, der sich über das ganze Land erstreckt. Doch die meisten Betroffenen nehmen die stundenlangen Wartezeiten stoisch in Kauf – gesucht wird schliesslich nach militanten Mitgliedern der Rote-Armee-Fraktion (RAF). Die linksradikale Gruppierung überzieht das Land seit Wochen mit einer Serie von blutigen Anschlägen. Weite Teile der Bevölkerung sind in Angst und Schrecken.