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Der SC Kriens gewinnt bei Neuchâtel Xamax: Endlich ist die Sieglos-Serie ist beendet

10 Spiele ohne Sieg sind genug! Dieser schmerzenden Serie setzte der SC Kriens am Freitagabend bei der Wiederaufnahme des Challenge-League-Betriebs ein Ende. Der Sieg in Neuenburg im Abstiegskampf gegen Xamax fiel knapp, aber absolut verdient aus. Den 1:0-Siegtreffer für die bissigen Krienser erzielte Stürmer Liridon Mulaj in der 50. Minute.

Der SC Kriens profitierte davon, dass Super-League-Absteiger Xamax einen komplett misslungenen Match bot. Harmlos, ideenlos, uninspiriert, so trat das Neuenburger Heimteam auf. Kriens brillierte zwar nicht, tat aber das, was man tun muss, wenn es gegen den Abstieg geht: pausenlos rennen, aufopfernd kämpfen, fehlerlos verteidigen ... und das Tor erzielen, wenn die Chance kommt.

Yesilçayir sprintet über das Feld – Mulaj trifft

Beinahe musste man befürchten, dass nach der kurzen Winterpause das berühmte «gegenseitige Abtasten» die ganze erste Halbzeit dauern würde. Der angeschlagene Super-League- Absteiger Xamax brachte in der heimischen Maladière nichts, aber auch gar nichts Gefährliches zu Stande. Ob da eine grosse Portion Respekt vor Kriens, das die Neuenburger schon 2019 in der Challenge League und im Schweizer Cup zu bezwingen vermochte, mit im Spiel war? Jedenfalls und vor allem viel Unvermögen.

Allerdings gelang es auch den Kriensern im Dauerregen von Neuchâtel nicht wirklich, für prägende Aktionen zu sorgen. Gerne hätte man das eine oder andere Mal einem Krienser Akteur zugerufen: «Spiel’ den Ball zu Abubakar.» Doch der Ghana-Portugiese, am Donnerstag von der Liga zum besten Challenge-League-Spieler 2019 gekürt, wechselte bekanntlich vergangene Woche in die Super League zum FC Lugano. Immerhin, es war Kriens, das nach der ersten halben Stunde dominierte: Zwischen der 30. und 45. Minute war viel Verkehr in der Xamax-Platzhälfte, war sogar der eine oder andere Schussversuch (Mulaj/Maloku) mit dabei.

Die beste Krienser Chance hatte allerdings Enes Yesilçayir schon in der 20. Minute auf der rechten Seite alleine in den Strafraum laufend. Yesilçayir aber war es fünf Minuten nach der Pause, der die Entscheidung zu Gunsten der Krienser eindrücklich vorbereitete. Er sprintete nach einem Xamax-Ballverlust übers halbe Feld, lancierte Mulaj mit einem millimetergenauen Pass vors Tor. Mulaj, im letzten Sommer von Xamax nach Kriens gekommen, schoss mit links an Torhüter Laurent Walthert vorbei ins Netz.

Krienser zeigen sich für einmal nervenstark

Xamax, mittlerweile trainiert und gecoacht von Mathematiklehrer Andrea Binotto, dem Bruder von Ferrari-Teamchef Mattia Binotto, reagierte nun wütend, preschte nach vorne. Aber: Ohne Plan, ohne Effekt, ohne Resultat. Ganz wichtig ausserdem: Die Krienser zeigten sich für einmal nervenstark, hielten bis zur 94. Minute dicht und brachten das 1:0 ... ja, ins Trockene.

Kriens-Trainer Bruno Berner lobte vor der Heimfahrt von Neuenburg nach Kriens: «Mein Team ist als Einheit aufgetreten, war gefährlicher als der Gegner. Wir haben verdient gewonnen.»

Am nächsten Freitag steht im Abstiegsvierkampf (Chiasso, Xamax, Wil, Kriens) schon wieder ein «Sechspunktespiel» auf dem Programm: Wil gastiert in Kriens.

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