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Der SC Bern in Quarantäne: Ein einziger Spieler muss nicht zu Hause bleiben

Athletiktrainer Roland Fuchs setzt alles daran, dass die Akteure des SCB während der Quarantäne ihr Fitness-Niveau halten können.

Nicht mehr vereint: SCB-Trainer Don Nachbaur und seine Spieler müssen zehn Tage daheim verbringen.

Nicht mehr vereint: SCB-Trainer Don Nachbaur und seine Spieler müssen zehn Tage daheim verbringen.

Foto: Raphael Moser

Als zwölften und letzten Club aus der National League hat es also auch den SC Bern erwischt. Doch was bedeutet der Corona-Fall für das Team konkret? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wie wurde der Corona-Fall entdeckt?

Ein Spieler litt am Samstag an für Covid-19 typischen Symptomen. Er kontaktierte umgehend Teamarzt Martin Schär, der ihn kurz darauf in der Praxis testete. Das Ergebnis war positiv.

Welcher Spieler hat sich angesteckt?

Einige Clubs haben die Namen der an Corona erkrankten Profis veröffentlicht, andere nicht. Der SCB verzichtet laut Rolf Bachmann, Chef der Sportbereichs, aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes auf die Namensnennung. Oft kommt letztlich doch aus, wer sich angesteckt hat. Die Wahrscheinlichkeit hat durch das neue Return-to-play-Protokoll noch zugenommen, denn die Quarantäne dauert 10 Tage, infizierte Spieler müssen hingegen mindestens 15 Tage pausieren.

Wurden alle Spieler getestet?

Nein. Denn es sind bisher bei keinen anderen Spielern Covid-19-Symptome aufgetreten. Das muss freilich nicht heissen, dass sich niemand angesteckt hat. Die Inkubationszeit dauert mindestens zwei Tage, oft aber länger.

Wer befindet sich in Quarantäne?

Grundsätzlich müssen die ganze Mannschaft und der ganze Trainerstab zehn Tage in Quarantäne verbringen. Es gibt allerdings zwei Ausnahmen: Athletiktrainer Roland Fuchs, der nie ohne Maske mit der Equipe auf dem Eis steht, sowie Thomas Rüfenacht bleiben verschont. Der Stürmer hatte aufgrund einer Verletzung am Samstag keinen physischen Kontakt mit den Teamkollegen. Auch Physiotherapeuten und Materialwarte müssen nicht zu Hause bleiben.

Was machen die Spieler daheim?

In erster Linie müssen sie sich abschirmen, in zweiter Linie sollen sie sich fit halten. Am Montag wurden ihnen vom SCB Trainingsutensilien nach Hause geliefert: zum Beispiel Indoor-Fahrräder, Gymnastikmatten, Springseile und Gummibänder mit 30 bis 40 kg Widerstandskraft. Konditionstrainer Roland Fuchs schickte den Eishockeyprofis schon am Sonntag ein Programm für die ersten drei Tage.

Wie muss man sich das Fitnesstraining daheim vorstellen?

«Ich möchte die Spieler zweimal am Tag bewegen», sagt Athletikcoach Fuchs. Auf dem Programm stehen zum Beispiel Intervalltrainings, die aus Rumpfübungen und Seilspringen bestehen. Fuchs plant, eine Einheit täglich per Videokonferenz im Teamverbund durchzuführen. Dafür eignet sich zum Beispiel das sogenannte Spinning auf den stationären Fahrrädern. Die Spieler müssen während des Trainings einen Herzfrequenzgurt tragen. Die aufgezeichneten Werte gelangen via App in die Datenbank von Fuchs und erlauben dem Konditionstrainer, einerseits die Akteure zu kontrollieren, andererseits die Belastung zu steuern. «Die Fitness bereitet mir keine Sorgen. Das Einzige, was den Spielern nach der Quarantäne fehlen wird, ist der Eiskontakt», sagt er.

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